Zitat:
Original erstellt von jonas:
wenn da ein "Brennstoff" im Kolbenraum ist und sich entzündet steigt doch der Druck zwischen Diabolo und Kolbendruckfeder wird somit besser abgefedert. Oder seh ich das falsch?
Leider geht der Druckzuwachs ja nicht linear und erst recht nicht berechenbar. Der minimale Verharrungswiderstand des Bleidiabolos im Lager reicht bei weitem nicht aus, damit es zu einem Anstieg des Drucks zwischen Diabolo und Kolbenplatte kommen könnte. Da wird also nix gedämpft, es ist eher so, als wenn ein Güterwagen nicht sanft, sondern mit etwas zuviel Schwung auf den Prellbock knallt (in diesem Fall das vordere Ende des Kolbenraums). Die Feder wird eventuell überdehnt, die Kunststoffdichtungen brennen durch (es gibt das Phänomen der wie Kolbenringe im Auto verkokelten Dichtungen - daran erkennt der Fachmann gedieselte Gewehre). Und dann, nach dem Anschlag auf den Prellbock holt sich die Feder den Kolben wieder ein Stück zurück, also gibt's einen Gegenschlag - auch nicht so doll.
Die Abstimmung zwischen der Federlänge im gespannten und entspannten Zustand, das Gewicht und die Widerstände des Kolbens und die Längenverhältnisse im Kolbengehäuse spielen wichtige Rollen, ebenso der Transfer Port, also sozusagen die "Düse", durch die die Luft aus dem Kolbenraum hinters Diabolo gelangt.
Daher ist es, sorry an alle Bastler, eben nicht damit getan, eine stärkere, vier- oder sonstwie eckige Feder in ein F-Luftgewehr einzubauen. Der Transferport und eigentlich auch der Kolben müßten angepaßt werden (beim Motor reicht das Aufbohren der Zylinder allein ja auch nicht).
Weihrauch z.B. macht das im Werk (wir haben für Field Target ein paar F-Modelle auf WBK hochrüsten lassen) und es kostet etwas über einen Hunny oder so - sicher nicht allein für den Austausch der Feder.