Jump to content
IGNORED

Neues Herbsträtsel II


Recommended Posts

Servus interessierte.....

aus gegebenem Anlass hier die Neuauflage in alter Marnier. Danke an alle die in den letzen Tagen ein paar Worte an mich gerichtet haben (denk ihr wisst wer und was gemeint ist).

Für alle die es mitbekommen haben, ja es hat differenzen gegeben, aber die gibt es überall und diese kommen zwangsläufig irgendwann mal an die Oberfläche. Sollte dann aber auch mit abgekültem Gemüt nochmal betrachtet werden.

In dem Sinne, alles wie gehabt. Zeit zwo Wochen

Unsere alten Gewinner dürfen / sollen ;) wieder außer Wertung "mitlaufen", Freund Tagedieb den ich das Stück vor ein paar Wochen ausführlich vorgestellt und erklärt hab, muss leider auch dazu gerechnet werden da es sonst ein nur sehr kurzes Rätsel werden würde (hoff du nimmst mir das nicht krumm....)

Für die Lösung:

was haben wir hier für ein Modell, für welche Waffe UND was ist bei dem Stück besonders.

Viel SPAß!!

gruß

bayo

edit: Nach der Lösung wird natürlich wieder die ein oder andere Hintergrundinfo über das Stück geben. Da hab ich nämlich ein paar Fakten zusammengetragen die so noch nirgends beschrieben wurden.... :icon14:

Link to comment
Share on other sites

@Peter...

jup sind Bakelitschalen.... aber mehr mal nicht sonst weißt du u.U wo das hingehört ;)

Naja, durch das Bakelit lässt sich wenigstens etwas eingrenzen, europäische, vorzugsweise deutsche Produktion.

In anderen Teilen der Welt hat man -so wie ich das meine bislang beobachtet zu haben- in der Regel Holz verbaut...

Edit:

Hat was von einem Vz58, könnte aber bestenfalls der Onkel des Stiefbruders des Sandkastenfreundes... von Deinem hier eingestellten sein...

Hat aber auch starke Ähnlichkeit mit dem Modell 1959/AR10 als Weiterentwicklung des SG42...

Link to comment
Share on other sites

Guest solideogloria

Die ganze Machart des Dolches? ist eher billig, die Klinge sieht aus wie gestanzt, das Finish ist eher grob. Daher tippe ich auf eine Kriegsfertigung zum Ende des zweiten Weltkriegs. Das dritte Teil sollte entweder ein Montageadapter sein oder eine Klemmvorrichtung für die Scheide. Wenns zeitlich mit dem zweiten WK hinkommt, dann ist es bestimmt ein Versuchsbajonett für einen der Selbstladekarabiner. Wahrscheinlich am ehesten das Modell 42 (nicht das MG42). Wenns aus dem ersten WK stammen sollte, dann hab ich keinen bblassen Schimmer.

Edith MKb42 meinte ich.

Link to comment
Share on other sites

Guest sammler
Ich würde das Teil eher nach Osteuropa in der Nachkriegszeit zuordnen.

Ausgangspunkt ist das SG42. Bei der konkreten Waffe würde ich eher auf ein Nachkriegsprodzukt der die Firma Eickhorn tippen, die das SG42 in den fünfziger Jahren als"Zubehör" für das in Holland für den Export gebaute Armalite-Gewehr gefertigt hat.

Link to comment
Share on other sites

Guest sammler
Wo ist denn der Unterschied zu einer Kriegsfertigung?

Sagts mir....BITTE

Nach dem, was ich dazu gelesen habe: Geringfügig andere Klingenform und andere Tragevorrichtung der Scheide.

Link to comment
Share on other sites

So bin wieder da...

Diesmal hat es gleich ein paar potzenzielle Lösungen gegeben. Der erste der es hatte war der solideogloria. :eclipsee_gold_cup:

Ist weder eine Nachkriegs noch Fremdlänsiche Produktion in Anlehnung an das SG 42 sondern ist GENAU das Seitengewehr 42.

Wie Sammler auf eine Nachkriegsproduktion der FA Eickhorn kommt ist mir nicht ganz klar und m.M reine Vermutung.

Wie gesagt ein einwandfreies original.

Das SG 42 gab es insgesamt in 3 Ausführungen die sich hauptsächlich in der Klingenform und der Befestigung des Werkzeugeinsatzen unterscheiden.

Das vorliegende Stück ist im DWJ 8/2002 beschrieben und mehrere Male abgebildet (S. 57-59). Wem es interessiert der kann den Artikel mal lesen.

Also Gewinner.... dann tu mir mal deine Adresse schicken.....!!!

Edit:

@Sammler,

empehle dir den besagten Artikel in 8/2002. Die Trageform ist typisch für das SG42 (leicht schräg) das AR 10 für den Sudan (was du m.M mit Nachkriegsproduktion der FA Eickhorn meinst) hatte da eine gerade Klammer. Die Klingenformen (alle Messerklinge) unterscheiden sich NUR durch die Länge. Der Schliff und die Gestaltung ist bei allen gleich. Das AR Bajonett hatte eine doppelt geschliffene Dolchklinge.

Hoffe du unterstellst mir jetzt nicht wieder das ich vermute... denn der Artikel samt dem Bajonett stammen vom gleichen Herrn der auch die blauen Bücher geschrieben hat ;)

Link to comment
Share on other sites

Mannomann, da bin ich aber wieder beruhigt...

Glückwunsch an den Gewinner!!!

Na davon kannst du ausgehen.... mein bestes , seltenstes und teuerstes Stück ein mit einem AR 10 Sudan Bajo verwechseln... nene dat geht nicht.

Freund Sigges hat ein Sudanbajo auf der Seite:

http://www.sigges-bajonette.de/Sudan/ar10/ar10.html

Sind schon 1000 km unterschied zum originalen SG42

Link to comment
Share on other sites

Guest solideogloria

Nee jetzt oder? Dett issja geil :-) bin leider noch auf dem Stand, melde mich heut abend.

Link to comment
Share on other sites

Nee jetzt oder? Dett issja geil :-) bin leider noch auf dem Stand, melde mich heut abend.

Schon... und zwar 100% :eclipsee_gold_cup: naja so aktiv wie du bisher mitgemacht hast, muss nun schon mal ein Sieg eingefahren werden.

Meld dich heute Abend!!! Werd dann auch noch ein paar Infos zusammenstellen.

Link to comment
Share on other sites

Guest solideogloria

Jetzt wo ich es weiß hab ich auch eins gefunden. Gotavapen.se hat eins auf der Seite.

Da bewahrheitet sich der Spruch mit dem blinden Huhn und dem Ei.

Vielen Dank auch an die Wissenden, die die Tastatur gehalten haben :00000733:

Link to comment
Share on other sites

Das kannst laut sagen. Naja ging jetz auch wieder schnell.. mensch mensch mensch...!!!

Hier noch ein paar Zeilen zum SG 42:

Hintergrund der Entwicklung war im wesentlichen der Ostfeldzug. Die Kampfhandlungen in Frankreich, die dem Ostfeldzug voran geganen sind, haben im wesentlichen zum Schluss geführt dass das Seitengewehr (84/98) überholt war und nicht wirklich gebraucht wurde.

In Frankreich gab es (wg Blitzkriegstrategie) kaum Gegebenheiten die ein SG notwendig machten.

Im Osten hingegen hat die Sache dann schnell anders ausgesehen. Va in den dicht bewachsenen Regionen bei Wolchow und Pripjet kam es zu teils sehr heftigen Nahkämpfen die aufgrund der Kampflage zwangsweise mit dem aufgepf. Seitengewehr gefochten werden mussten. Der Russe hatte von vorn herein im Kampf das Dillenbajonett auf dem Gewehr.

Jetzt wird man sich denken "ja die WH hatte ja ein Bajonett (84/98), wieso dann das SG42?"

Wie gesagt war das 84/98 als klassisches Bajonett in der Kriegsführung der 40ger Jahre überholt. Die Truppe brauchte nicht nur ein Seitengewehr sondern hatte großen Bedarf an Kampf- Wirschtschaftsmessern und benötigte zudem dringent kleinere Werkzeuge am Mann (Korkenzieher, Taschenmesser, Hülsenauszieher)

Deshalb die Überlegung diese ganzen Eingenschaften in eine Waffe zu integrieren.

Der Auftrag für die Entwicklung einer solchen Waffe erteilte das HWaA den Gustloff Werken, federführent war hier der Ing. Barnitzke.

Nach der Konstruktion und versuchen mit verschiedenen Grundmustern wurde schließlich das Konzept des SG 42 als am geeignetsten angesehen.

Der Entwurf wurde zur Vorserienfertigung der Fa. Eickhorn übertragen, die eine Serie von 500 Stück für den ersten großen Truppenversuch herstellte.

Der Truppenversuch wurde am 18.10. 1943 befohlen und in diesem Zuge die 500 Stück auf folgende Verbände aufgeteilt:

17. Infanteriedivision

2. Gebirgsdivision

78. Sturmdivision

28. Jägerdivision

Diese Verbände haben je 100 SG 42 für den Truppenversuch erhalten und mussten in diesem Zuge ausführliche Berichte anfertigen.

Diese Berichte vielen durchwegs bestens aus. Die Truppe nahm das SG 42 gerne an und hatte ihm einen "hohen Gebrauchswert" bescheinigt.

Nach diesem Versuch (und wahrscheinlich auch vorher) ließ sich Hitler das SG 42 vorführen und genehmigte die Einführung der Waffe. JEDOCH mit dem Zusatz die Serienfertigung erst nach dem Endsieg aufzunehmen, da 1943 kriegsbedingt eine Umstellung der Produktion nicht möglich war.

Das SG 42 wäre nach dem Krieg ein Teil einer völlig neuen Infanteriebewaffnung geworden. Zusammen mit verbesserter Ausrüstung, Tragegestellen und Waffen war das damalige Konzept seiner Zeit um gut 30 Jahre voraus.

Wie gesagt wurde die Einführung auf nach dem Krieg verschoben. Jedoch bekam Eickhorn noch einen Auftrag über 1100 Stück. Diese wurden gefertig und standen (zusammen mit den 500 Vorserienstücken) speziellen Einheiten wie den Brandenburgern, Fallschirmjägern oder SS-Jagdverbänden zur Verfügung.

Dabei wurde das SG 42 den Einheiten IMMER nur temporär ausgegeben. Diese mussten die Stücke nach beendigung der jew. Einsätze immer wieder abgeben.

Weiterhin wurden Eickhorn durch das HWaA in 1944 ein weiterer Auftrag über 10.000 Stück zugeteilt. Die Fertigung wurde mit ziemlicher Sicherheit aufgenommen, jedoch wieviele fertig gestellt wurden, ist heute nicht mehr klar.

Aus dieser Fertigungsreihe haben die Amerikaner noch viele Einzelteile und Halbfertigstücke bei der Firmenbesetzung vorgefunden.

Auch ist aktenkundig das eine zum Versand bereite Lieferung an SG 42 in Folge eines Bombenangriffes auf Solingen, zerstöhrt wurden. Dies ist deshalb bekannt, da dieser Schaden an das HWaA gemeldet werden musste. Die Stücke waren ja bereits abgenommen und bezahlt, die wollten dann natürlich wissen wieso die Stücke nicht ausgeliefert wurden.

Sicher kann man also diese Zahlen sagen: 500 Stück der Vorserie, 1100 Stück aus der ersten Bestellung (aus dem meines Stammt) und xxx aus dem 1944 Auftrag.

Zu den Truppenversuch der 500 gibt es noch was zu sagen:

Sieht man sich die Truppen genauer an, stellt man fest das die Versuche an der kompletten Ostfront sowie in Norwegen durchgeführt wurde. Man hatte also alles an klimatischen Extremen und Frontschwerpunkten.

Dies war gewollt um das SG 42 unter allen Gegebenheiten testen zu können.

Im einzelnen waren die Stücke hier:

2. Gebirgsdiv. war zum Versuchszeitpunkt in Lappland und gehörte zur 20. Gebirgsarmee

17. Infanteriediv. war zum Versuchszeitpunkt in Dnjepr - Nikopol und gehörte zur Heeresgruppe Süd

(diese Einheit hat auch als kleine Besonderheit eine Mündung mit aufgepfl. SG 42 im Truppenwappen, das Stück dürfte also gut angekommen sein in der Einheit)

78. Sturmdiv. war zum Vers. Zeitpunkt im Raum Orschau und der Heeresgruppe Mitte unterstellt

28. Jägerdiv. war zum Vers. Zeitpunkt im Raum Leningrad und der Heeresgruppe Nord unterstellt.

Ihr seht also alle 3 Heeresgruppen der Ostfront und eine Gebirgstruppe war in den Versuchen involviert. Die Ergebnisse sind deshalb auch ganzheitlich und sehr aussagekräftig gewesen. Ein unter allen Gegebenheiten erprobtes Seitengewehr so zu sagen.

Abschließend, das SG 42 ist an damals moderne Fertigungsverfahren angepasst. Sprich einfache wirtschaftliche Fertigung durch Blechprägeteile / Formgepresste Phenolharzteile (Scheide, Griffschalen)

Insgesamt gibt es 3 Varianten:

1: die Vorserie (500 Stück)

2: der 2. Typ (das hier gezeigte) mit verbesserter Wippe des Werkzeugeinsatzes sowie längerer Klinge und anderem Drückermechanismus

3: eine vereinfachte Variante des 2 Typs das in der Endkriegszeit ohne Werkzeugeinsatz ausgeliefert wurde. Das war im Endeffekt nur ein Kampfmesser. Man hat Halbfertigstücke so zu sagen noch schnell an die Front geworfen.

Die Stückzahlen waren sehr gering, heute sind komplette sehr gute Stücke mit unter das seltenste was es an deutschen Seitengewehren gibt.

Obwohl die Versuchseitengewehre (von denen ich schon im Sommerrätsel eines eingestellt hab) zahlenmäßig noch seltener sind.

ABER das SG 42 hat einen gewissen Ruf, stellen eine völlig neue Konzeption dar und sind deshalb entsprechent gesucht. Schlechte Stücke werden heute mit gut 2.000 bis 2.500 Euro bezahlt. Gute Stücke können (je nachdem wer es will) auch gut das doppelte bringen.

edit:

Wer weiteres Interesse hat, in der DWJ 8/2002 ist ein 1A Artikel über das Modell. Es werden alle 3 Typen gezeigt. Das Stück des 2. Typs das in dem Artikel gezeigt wird, ist das hier gezeigte.

Link to comment
Share on other sites

Servus interessierte.....

aus gegebenem Anlass hier die Neuauflage in alter Marnier. Danke an alle die in den letzen Tagen ein paar Worte an mich gerichtet haben (denk ihr wisst wer und was gemeint ist).

...

Servus, S. !

Spitze, daß Du weitermachst ! :)

Gruß,

R.

Link to comment
Share on other sites

warum kamen bei bakelit gleich alle auf deutschland?

wurde das zuerst von deutschen rüstungsfabriken verwendet?

bakelit war zu der zeit ja nix neues mehr, gab ja schon anfang der 20er telefone aus bakelit.

Link to comment
Share on other sites

Das stimmt schon. Aber bei uns wurde das Material so ziemlich als einziges für Seitengewehrgriffschalen verwendet.

Wenn man sich mal die Eigenschaften von Bakelit im Vergleich zum normalen Kunststoff ansieht, dann sind ist das schon ein ideales Material.

Bakelit ist aber nicht gleich Bakelit. Gab einige verschiedene Varianten des Materials die durch Produktionumstellungen / Vereinfachungen im laufe des Krieges entstanden sind.

Hab dazu mal was zusammen gefasst, mal sehen ob ichs fiinde......

Link to comment
Share on other sites

Archived

This topic is now archived and is closed to further replies.

×
×
  • Create New...

Important Information

Terms of Use
Privacy Policy
Guidelines
We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.