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IGNORED

Schaftform der Weatherby-Büchsen


Rolf Dudeck

Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo Allerseits!

Die Weatherby-Büchsen haben eine doch recht eigenwillige Schaftform.

Weis irgendjemand, welche Vorteile sie haben soll?

Ich habe schon öfters gelesen, daß diese Schaftform für die rückstoßstarken Weatherby-Patronen eigentlich eher ungünstig ist. Stimmt das?

Zwar habe ich selbst eine im Kal. .375 H&H, aber da ich keine andere Waffe in diesem Kaliber habe (und auch niemand in meinem unmittelbaren Bekanntenkreis), habe ich keine Vergleichsmöglichkeit.

Das einzige, was mir bisher negativ aufgefallen ist, ist, daß der Schaft für mich zu kurz ist, weswegen ich ihn habe verlängern lassen. Seitdem paßt es.

Rolf

Gast ichbindicht
Geschrieben

die schaftform ist unter berücksichtigung des starken rückstosses definitiv ungünstig. deswegen sehen auch z.b die schäfte von asquare deutlich anders aus und das rückstossempfinden ist deswegen gleichem waffengewicht/gleicher patrone angenehmer.

ich denke, man hat die schaftform - die ja inzwischen als weatherby-typisch assoziiiert wird - einfach erfunden, damit die büchse "cool" aussieht ... und heute behält man sie bei, weil es wie ein markenzeichen ist, das jeder kennt.

Geschrieben
Hallo Allerseits!

Die Weatherby-Büchsen haben eine doch recht eigenwillige Schaftform.

Weis irgendjemand, welche Vorteile sie haben soll?

Ich habe schon öfters gelesen, daß diese Schaftform für die rückstoßstarken Weatherby-Patronen eigentlich eher ungünstig ist. Stimmt das?

Zwar habe ich selbst eine im Kal. .375 H&H, aber da ich keine andere Waffe in diesem Kaliber habe (und auch niemand in meinem unmittelbaren Bekanntenkreis), habe ich keine Vergleichsmöglichkeit.

Das einzige, was mir bisher negativ aufgefallen ist, ist, daß der Schaft für mich zu kurz ist, weswegen ich ihn habe verlängern lassen. Seitdem paßt es.

Rolf

305556[/snapback]

hallo rolf

einen hast du übersehen. wie du weisst habe ich die ruger no1 u.a. in 375 h&h

bin aber jetzt etliche wochen nicht da ( klinik) siehe im forum allgemein.

Geschrieben

Die kurvigen Schäfte waren einfach mal Mode...wenn nicht sogar Kult.

Und mancher Hersteller bleibt seinem Design treu.

Man nehme sich ein paar alte Shooters Digest aus den 70er und gucke erstaunt:

Wilde Kurven,ungeheure Montecarlos,Einlagen aus hellem Holz,Zwischenlagen...

Das waren eben die wilden seventies,...

Besonders wüste Beispiele waren die Remington 660 mit zweifarbigem Schaft oder auch die Winslow büchsen an der es wirklich kaum nochgerade linien gab,auch die alte Remington 760 BDL war toll mit einem abenteuerlichen Montecarlo schaft einem rechteckigen Vorderschaft und einer "gepressten" Flechtverschneidung an den Grifflächen.Und alles so glänzend lakiert dass es bis ins All gespiegelt hat.

Und auch deutsch Produkte sahen in USA so aus: Die hervorragenden Voerebüchsen aus Vöhrenbach wurden in den USA von der Fa. Kleinguenther

mit brutalst-möglichen Amischäften verhunzt...

Wer weiß...damals waren Hosen mit Schlag modern,heute wieder.

Und die Autos damals sahen auch noch irgendwie individueller aus...

Heute lieben wir wohl den ergonomischen Einheitsbrei.

Bunduki

Geschrieben

Bei den etwas stärkeren Weatherby-Kalibern ist die serienmäßige Schaftform der Weatherby-Waffen wirklich sehr unangenehm. Die 460 eines Kameraden schlug im Schuss steil rechts nach oben, ungefähr bis in "Hitlergrußposition". Wenn ich einige Schüsse damit gemacht hatte, bekam ich am nächsten Tag meist ein leichtes Schleudertrauma. Ausserdem konnte man sich mit dem Kammerstengel übel gegen die Hand schlagen, wenn man nicht aufpasste.

Mittlerweile hat der Kamerad sich von Theo Jung einen richtig massiven Schaft im Stile einer A-Square Büchse anfertigen lassen. Die Patrone ist damit vollständig gebändigt. Die Waffe schiebt den Schützen zwar kräftig, aber weich und grade nach hinten, Hochschlag ist kaum noch vorhanden. Dieses Beispiel zeigt sehr gut, wie wesentlich eine geeignete Schaftform bei solchen Waffen ist. Bei rückstoßschwachen Kalibern finde ich die Weatherbyschäfte dagegen sehr angenehm, sie liegen mir sehr gut.

Geschrieben

Mit "rückstoßschwach" meinte ich nicht unbedingt Weatherbykaliber. Es gibt die Waffen dieser Firma ja auch in anderen üblichen Kalibern wie 300 Win Mag oder 7mm Rem Mag, die rückstoßmäßig trotz der Schäftung gut verträglich sind. Die kleinen Weatherbykaliber dürften wohl auch nicht allzu übel sein, damit habe ich aber keine Erfahrung. Die mir besser bekannten 340, 378 und 460 Weatherby sind mit Originalschäftung dagegen alle recht unangenehm.

Gast ichbindicht
Geschrieben

wobei die 378 meiner meinung nach deutlich eckliger ist als 460. ich sehe das auch wie bunduki und sicher ist, dass die schäfte von asquare wirklich sehr viel sinn machen, wobei ich sagen muss, dass ich noch nie mit einem asquareschaft geschossen habe .... aber mit einem weatherbyschaft eben schon ....

seither hab ich wesentlich mehr haare auf der brust ...... .

Geschrieben

Wenn man genügend Druck macht, kann man einen geeigneten Schaft auch in Deutschland machen lassen und muss nicht auf A² zurückgreifen. Die hiesigen Büchsenmacher sind es halt gewohnt, auf Eleganz zu bauen, da muss man dann ziemlich gegenanreden.

Bezüglich der 378 stimme ich Dir voll zu, die ist einfach giftig. Viel liegt aber auch wieder beim Schaft; aus einer schweren Heym Express lässt sich die Patrone ebenfalls beherrschen.

Geschrieben
Die kurvigen Schäfte waren einfach mal Mode...wenn nicht sogar Kult.

Und mancher Hersteller bleibt seinem Design treu.

Man nehme sich ein paar alte Shooters Digest aus den 70er und gucke erstaunt:

Wilde Kurven,ungeheure Montecarlos,Einlagen aus hellem Holz,Zwischenlagen...

Das waren eben die wilden seventies,...

Bunduki

307511[/snapback]

Soweit muss man garnicht zurückgehen.

Den Fimmel mit diesen chaotischen Schäften haben die Amis heute noch genauso wie vor 25 Jahren :grin:

http://www.rifle-stocks.com/Tigerwood_Wild...10inch72dpi.JPG

So long, CM :)

Gast ichbindicht
Geschrieben

hast schon recht. ecklig, oder?

fehlt nur noch, dass jemand den schaft rosa lackiert und grüne sternchen draufklebt ....

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