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Globetrotter09

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  1. Hallo allerseits, Danke für die zahlreichen Antworten. Ich kann die Empörung nachvollziehen (ging mir ja anfangs ähnlich). Es wurde aber nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wurde. Eine Vermögensaufstellung habe ich nicht gemacht, sondern bin mit einer Gehaltsabrechnung aufs Amt gegangen und habe mit dem Sachbearbeiter ein Gespräch geführt. Es ging ihm grundsätzlich darum, dass er derzeit 2 Sammler in seiner Zuständigkeit hat, die über mehrere Jahre hinweg rote WBKs haben und lediglich 1 oder 2 Waffen erworben haben. Dies ist keine kulturhistorisch bedeutsame Sammlung und deshalb die (auch von ihm telefonisch ungeschickt formulierte) Nachfrage nach den Finanzen. Ich versicherte ihm, dass ich genügend finanziellen Spielraum (und auch die ernsthafte Absicht) habe meine Sammlung schrittweise aber regelmäßig zu erweitern. Der Sachbearbeiter warf dann noch einen Blick auf meine Gehaltsabrechnung und der Drops war gelutscht. Es läuft jetzt noch eine Abfrage beim Gericht, ob ich hohe Schulden habe. Wenn dort die Antwort eintrifft, werde ich meine rote WBK erhalten (werde ich nochmal hier posten). Klar ist es eine private Offenlegung gewesen, aber mir war in dem Fall die Offenlegung lieber als der offensive Weg mit Gericht etc. zumal ich auch während des Gespräches nicht das Gefühl hatte, dass der Sachbearbeiter mir (über die gesetzlichen Vorschriften hinaus) Steine in den Weg legen oder mich schikanieren wollte. beste Grüße, Globetrotter09
  2. @Götz Ich denke ich werde es erstmal so probieren. Ich habe kein Problem damit meinen Lohn offenzulegen. Aber meine private Altersvorsorge geht den Sachbearbeiter halt einfach nichts an in diesem Zusammenhang, finde ich. @Stefan Gut, danke erstmal für die Rückmeldungen. Ich werde berichten, wie es sich entwickelt hat.
  3. Das ist nicht unüblich und sollte eigentlich bereits Bestandteil des Gutachtens sein. Richtig, das ist mir bekannt. Der Gutachter fragte nach meinen wirtschaftlichen Verhältnissen. Da machte ich Angaben über meinen Arbeitgeber und mein monatliches Einkommen. Also Hartz4 und C96 Sammeln ist nicht. Ich bin seit vielen Jahren angestellt und verfüge auch über Vermögen. Aber ich frage mich jetzt, wie detailreich die Vermögensaufstellung sein muss. Einen Kontoauszug vorlegen möchte ich eigentlich nicht und auch meine sonstigen Vermögensanlagen finde ich doch sehr privat. Reicht es aus den Sachbearbeiter Einblick nehmen zu lassen oder muss die Vermögensaufstellung dort am Amt verbleiben? Grüße, Globetrotter
  4. Hallo Allerseits, Seit mehreren Wochen liegt meiner zuständigen Waffenbehörde mein Antrag auf eine rote WBK (einschließlich Gutachten und aller notwendigen Dokumente) vor. Nachdem ich mich heute telefonisch nach dem Stand der Dinge erkundigte, meinte der Sachbearbeiter, dass alles soweit in Ordnung wäre (einschließlich der Zuverlässigkeitsüberprüfung), er allerdings noch gern eine Vermögensaufstellung von mir hätte um sicherzugehen, dass ich die Waffensammlung (die ja Kosten mit sich bringt) auch tatsächlich durchführen könnte. Das kommt mir recht ungewöhnlich (um nicht zu sagen dreist) vor. Ist dies ein normaler Vorgang? Musstet ihr (andere Waffensammler) dies auch vorlegen? mit freundlichen Grüßen, Globetrotter Edit: @Moderation Das Thema hätte eigentlich in die Rubrik "Allgemeines" sollen. Bitte verschieben, wenn möglich. Danke.
  5. Ich bezog mich auf das rumänische Waffenrecht im Faschismus, welches stark eingeschränkt wurde. Und das deutsche NS-Waffen"recht" finde ich jetzt auch nicht prickelnd. http://www.stephenhalbrook.com/law_review_...entwaffnung.pdf Ist mir unklar, wie man soetwas "demokratisch überholen" will.
  6. @Katja Triebel / abo Richtig, die Unterscheidung beim Führen/Erwerben gibt es in der Form nicht, da Kurzwaffen für Jäger verboten sind und es keinen GK-Schießsport gibt. Der einzige Erwerbsgrund bleibt dementsrepchend der Selbstschutz, sofern es denn bewilligt wird. Vielleicht werde ich mal einen entsprechenden Antrag stellen bei Gelegenheit, dann werde ich hier berichten. @Ballerkopp Naja, es gibt auch gute Seiten in dem Land und ich werde auch immer ein paar Monate im Jahr in Deutschland sein. Da kann ich dann mein verdientes Geld auf dem Schießstand umsetzen! ;D @Hephaistos Warum? Hast du andere Informationen bezüglich des Waffenrechts im rumänischen Faschismus? Dann teile es doch mit uns. @Franz Es liegt hier ein Missverständnis vor. Wenn ich von Korruption rede, meine ich ja nicht, dass die Leute, die Waffen nach Rumänien exportieren oder sie hier verkaufen alle hochkriminelle Mafiosi sind. Nein, nachdem man den Antrag etwas "beschleunigt" hat und dieser dann bewilligt wurde, ist es natürlich völlig legal. Nochmal: Das "nachhelfen" mit Bargeld ist hier (leider) etwas Normales und Alltägliches, auch in anderen Lebensbereichen. Es geht nur darum, dass man hier keinesfalls von einem liberalen Waffenrecht sprechen kann, eher im Gegenteil. Ein irgendwie geartetes "Recht" auf privaten Waffenbesitz gibt es nicht. Eher mehr Verbote.
  7. Sehr geehrte Frau Triebel, Ich denke sie haben da etwas missverstanden oder ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Im Gesetzestext wird es so formuliert, dass die Genehmigung zum Führen einer Waffe bekommt wer "öffentliche Autorität" ausübt. Das können, so wurde es mir von den örtlichen Behörden in Bukarest erläutert, Politiker sein (Abgeordnete oder Bürgermeister usw.) aber auch angehörige von Sicherheitsdiensten oder wohlhabende Personen und Unternehmer. Also kurz gesagt Personen die in der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen und durch verschiedene Gründe (Eigentum/Politik/Arbeit) stärker als die Allgemeinheit bedroht sind. Aber wer zu diesem Personenkreis gezählt werden kann und wer nicht, ist nicht ausdrücklich im Gesetz definiert. Deshalb liegt die Auslegung im Ermessensbereich der Behörden, was hier in der Praxis wiederum bedeutet, dass der Antrag auf jeden Fall genehmigt wird, wenn nur genügend Bargeld mit über den Tresen gereicht wird. Danach haben die Leute selbstverständlich dann legal die Berechtigung Waffen zu erwerben / besitzen / importieren und unter Umständen zu führen. Dazu kommt noch, dass es eventuell auch Personen der "öffentlichen Autorität" gibt, welche ihre Waffenpapiere ganz ohne Schmiergeld bekommen. Wobei Personen, auf die diese Definition zutrifft, ohnehin über genügend Geld verfügen um die Vorgänge hier zu "beschleunigen". Da kommt eben das zu tragen, was ich bereits geschrieben habe, Schmiergeld und Bestechungsgelder sind hier keine gesellschaftlich geächtete Sache, sondern völlig "normal". Also selbst bei ganz normalen Behördengängen gehört dies hier dazu, dass man neben den ausgefüllten Formularen noch einen Umschlag mit etwas "Gebühr" herüberreicht. Also wie gesagt, es ist schon möglich sich "legal" Waffen zu kaufen, es gibt ja z.B. in Bukarest auch Waffengeschäfte. Aber eben nur über verschiedene "Umwege". Und im Gesetzestext (es handelt sich um das "Gesetz über Feuerwaffen- und Munitionskontrolle Nummer 17 vom 2. April 1996") steht definitiv nach wie vor drin, dass die Waffen erstmal grundsätzlich "verboten" sind, bis auf die genannten Ausnahmefälle.
  8. Hallo allerseits, Nachdem ich nun seit einiger Zeit bereits in Rumänien lebe und arbeite, hier mal für euch eine Einschätzung zur aktuellen Situation des Waffenbesitzes in Rumänien: Zuerst ein kurzer historischer Abriss des örtlichen Waffenrechts: Die ersten Einschränkungen in den Waffenbesitz machte der faschistische Diktator Ion Antonescu, dessen Regime mit dem nationalsozialistischen Deutschland verbündet war. Dort wurde privater Waffenbesitz allgemein untersagt. Dies wurde auch streng umgesetzt, indem Razzien und Hausdurchsuchungen durchgeführt wurden. Unter anderem dadurch wurde die spätere Verfolgung und Ermordnung von Juden und Roma, die in Anlehnung an die deutschen Verbündeten auch in Rumänien durchgeführt wurde, überhaupt erst in dieser Intensität ermöglicht. 1944 wurde das Antonescu-Regime endgültig von der sowjetischen Armee vernichtet. Nach Kriegsende rief Gheorghe Gheorghiu-Dej die "Rumänische Volksrepublik" aus. Gheorghiu-Dej versuchte trotz sozialistischer Staatsidee eine nationale Eigenständigkeit Rumäniens zu erreichen. Nachdem sich die wirtschaftliche Situation in Rumänien langsam besserte, rief die kommunistische Partei 1965 die "Sozialistische Republik Rumänien" aus. An der Spitze stand Nicolae Ceaușescu. Ceaușescu war im Vergleich der verschiedenen Ostblockstaaten ein Hardliner, der eine knallharte Diktatur mit einem extremen Personenkult errichtete. Seine Macht stütze er vor allem auf die Geheimpolizei "Securitate". Waffenbesitz bliebt dem Ottonormalbürger in Rumänien also weiterhin untersagt. Ausnahmen gab es nur für ranghohe Parteimitglieder und Jäger. Da die Bärenjagd in Rumänien eine lange Tradition hat, durften Jäger Büchsen und Flinten besitzen. Allerdings wurden diese Waffen registriert und waren streng auf Kaliber und Anzahl limitiert. 1989 kam es zum Zusammenbruch des Systems. Nachdem sich das Militär auf die Seite der Bevölkerung gestellt hatte, die Securitate allerdings Ceaușescu verteidigte, kam es im ganzen Land zu heftigen Gefechten zwischen beiden Gruppen, die viele Opfer forderten. Nicolae Ceaușescu wurde, bei dem Versuch in einem Schützenpanzerwagen zu flüchten, von rumänsichen Soldaten festgenommen. Da die Securitate aber sich weigerte die Waffen niederzulegen, wurde ein Militärgericht zusammengestellt und der Diktator wurde zum Tode verurteilt und hingerichtet. Seit 1990 hat Rumänien einen dem Westen-zugewandten, marktliberalen Kurs eingeschlagen. Allerdings hat sich die Situation der Menschen bis heute nur in bestimmten Städten, wie beispielsweise Timisoara, gebessert. Das Land ist bis heute von Arbeitslosigkeit und Armut gekennzeichnet. Dies führt natürlich zu einem Anstieg der Kriminalität und der Korruption. Seit der Revulotion wurde das Waffengesetz nicht wesentlich geändert. Im Wesentlichen sieht es heutzutage so aus: Kurzwaffen (Revolver und Pistolen): für Privatpersonen verboten Vollautomatische Waffen: für Privatpersonen verboten Halbautomatische Büchsen: für Privatpersonen verboten Flinten und Repetier-Büchsen: für Privatpersonen verboten Lediglich Jäger (dazu benötigt man eine bestandene Jägerslizenz und die Mitgliedschaft in der landesweiten Jagdgenossenschaft) dürfen einzelne Flinten und Repetierer besitzen (oder Halbautomaten mit maximal 2-Schuss-Kapazität). Kurzwaffen sind aber auch für Jäger verboten. Nun muss man aber dazu sagen (auch aus nunmehr persönlicher Erfahrung), dass das Gesetz hier in Rumänien nur die eine Seite der Medaille ist. De-facto herrscht hier die Korruption. Schmiergeld oder "Geschenke" sind nicht etwa gesellschaftlich geächtet, sondern sind hier ein Teil des alltäglichen Lebens. Ob man nun eine Zulassung für das Auto will, einen Fischereischein beantragt oder sonst irgendein Geschäft abschließen muss. Schmiergeld sorgt dafür, dass man die gewünschten Erlaubnissen schnell und einfach erhält. Dementsprechend könnte man als (im Vergleich zum Durchschnittsniveau in Rumänien) "reicher" Westeuropäer ohne Probleme auch eine Sondergenehmigung für Waffen erhalten. Auch wohlhabende, lokale Politiker oder Unternehmer besitzen hier, aufgrund dieser Schmiergeldpraxis, Waffen. Ein weiterer Punkt ist der Schwarzmarkt bzw. die organisierte Kriminalität. Diese Macht schätzungsweise ein Drittel (sic!) des gesamten Bruttoinlandsproduktes aus und ist in allen Wirtschaftszweigen vorhanden. Auch hier gilt, erst Recht aufgrund der Nähe zum Balkan und anderen ehemaligen Ostblockstaaten, Geld kann einem so gut wie alles beschaffen. Schießsport gibt es in Rumänien leider so gut wie gar nicht. Es gibt zwar eine Hand voll kleine "Gun Clubs" in den größeren Städten, allerdings wird dort lediglich mit CO2- oder Luftdruckwaffen geschossen. Klein- oder Großkaliberschießsport existiert hier leider nicht. So, das war mein Bericht aus Rumänien. Fazit: Es gibt (mit dem nötigen Kleingeld) viele Wege hier an Waffen zu kommen. Einen privaten, zivilen und verantwortungsbewussten Legalwaffenbesitz aber leider nicht. Das Resultat daraus ist, dass lediglich eine kleine Elite reicher Personen und die kriminelle Unterwelt ausreichend mit Waffen versorgt ist, sowie die Korruption aufblüht. Schade, für ein Land, welches immerhin Mitglied in der europäischen Union ist. Hier besteht noch einiger Reformbedarf!
  9. Ah, okay, ja das klingt plausibel, MKK. Danke für die Information.
  10. Danke erstmal für die Hinweise. Ich bin gerade dabei rumänisch zu erlernen, stehe da aber noch ziemlich am Anfang. Allerdings muss ich mich jetzt sowieso mit dem rumänischen Konsulat in Verbindung setzen um Visum, Arbeitserlaubnis und Ummeldung zu organisieren. Bei der Gelegenheit werde ich mich direkt vor Ort informieren. Sobald ich Genaueres weiß, werde ich es hier reinschreiben. Danke schonmal, Globetrotter09
  11. Danke piff-paff, für den Link. Also daraus geht ja hervor, dass der private Waffenbesitz zu Zeiten der Diktatur sehr stark eingeschränkt wurde (nurnoch für Jäger mit polizeilicher Ausnahmebewilligung). Allerdings ist die Frage, ob das dann heutzutage auch noch so ist. In der Tschechischen Republik wurde das Waffenrecht ja gerade aus dem Grund (den Lehren aus Zeiten der Diktatur) Anfang der Neunziger Jahre relativ liberal neu gestaltet. Haben die Rumänen diese Lehre auch gezogen?
  12. Ich musste erstmal recherchieren, was mit dem Wort "Bakschisch" gemeint ist, das kannte ich bisher gar nicht. Man lernt nie aus. ;D Ja, ich habe auch schon von anderen Leuten gehört, dass man in Rumänien viel "unter der Hand" bekommen kann usw. Aber ich will keine kriminellen Strukturen unterstützen und will einfach den Sport gesetzeskonform weiterbetreiben. Deshalb wäre es gut, wenn jemand, der vielleicht aus Rumänien kommt oder sich vor Ort auskennt, mir Konkretes sagen könnte. Bei der Suche im Internet habe ich leider keinen entsprechenden Hinweis gefunden.
  13. Hallo Leute, Wie es mein Name schon sagt, bin ich beruflich oft international auf Dienstreisen unterwegs. Nun scheint es aber so zu sein, dass ich für eine längere Periode als Projektleiter (1-2 Jahre mindestens) nach Bukarest (Hauptstadt von Rumänien) ziehen werde. Da ich am Schießsport großen Gefallen gefunden habe, würde ich mein (relativ neues) Hobby dort nur sehr ungern aufgeben. Hat Jemand von euch Ahnung, wie es in diesem Bereich dort aussieht? Gibt es Sportschützenvereine? Wie ist das Waffenrecht? Eher liberal oder eher streng? Wer von euch hat dort schon Erfahrungen gesammelt? Danke im Vorraus, für eure Antworten, viele Grüße, der Globetrotter09
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