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Klemmer


lmoeller

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Hallo Freunde,

was soll ich dem Manne raten? Mir fehlen die Worte! Wißt ihr was?

Gruß LutzM

Sehr geehrter Herr Möller!

Beim Durchstöbern Ihrer wirklich umfangreichen web site (Respekt) ist in mir (27 J., Steiermark, AUT) der Entschluß gereift, Sie auf ein Problem anzusprechen (via e-mail).Wie bereits erwähnt, handelt es sich dabei um einen Mannlicher-Schönauer, und zwar im Kaliber 7x57. Das Problem besteht darin, der Verschluß läßt sich nach dem Schuß nur sehr schwer öffnen, nämlich durch einen schwungvollen Schlag mit der Hand auf den Kammergriff). Das ist natürlich nicht zu dulden und jagdlich, wenn man etwa an einen schnellen weiteren Schuß denkt, höchst bedenklich! Das ganze wäre vielleicht ,,nichts besonderes", wenn dem immer so (gewesen) wäre!

Dazu muß ich ein wenig ausholen. Bei dem Gewehr handelt es sich um eine Waffe meines Großvaters. Jene wurde in den letzten 30 bis 40 Jahren kaum benutzt. Mein Vater führte sie jagdlich, soweit mir bekannt, nur ein mal. Die noch vor wenigen Jahren vorhandene Patronenschachtel (RWS TMR) brauchte ich nach Ablegung der Jagdprüfung (1993) bald beim Scheibenschießen, um Waffe besser kennen zu lernen, auf. Beim Schießen zeigten sich keinerlei Schwierigkeiten oder Auffälligkeiten! Die als Ersatz gekauften 8 g RWS KS Patronen ließen sich jedoch nicht mehr laden, der Verschluß ging nicht mehr zu! Also wurde die Waffe vom Büchsenmacher nach Ferlach (Kärnten) geschickt, um das Patronenlager aufzureiben. Der Grund lag wohl in mit der Zeit veränderten Maßen. Wie auch immer, das Patronenlager wurde damals (etwa 1995) aufgerieben, die Waffe beschossen und damit wäre die Sache erledigt, könnte man meinen.

Beim Einschießen zeigten sich jedoch obiges Erscheinung, der Verschluß ließ sich kaum öffnen! Da ich danach nicht jagte, ließ ich den Umstand auf sich beruhen.

Letzten Sommer, bei einem Besuch der Genossenschaft der Büchsenmacher und des Beschußamtes in Ferlach, bat die Büchse ohne mich noch mal zu beschießen. Zuerst wurde das Patronenlager nochmals geprüft und für in Ordnung befunden. Patronen hatte ich mitgenommen, die Waffe wurde eingespannt, abgeschossen und danach ohne Probleme geöffnet! Das gab es doch nicht! Das ganze gleich noch einmal und noch einmal; immer mit dem gleichen Ergebnis: tadelloser Schloßgang. Zu Hause Probleme und am Beschußamt keine, konnte doch nicht wahr sein! Bin ich schon paranoid?

Mit meinem Latein am Ende ging ich die paar Schritte zur angrenzenden Schießstätte und schoß sitzend aufgelegt. Siehe da, das alte Übel zeigte sich - der Verschluß klemmt. Auch die anderen, mitgekommenen Zuschauer zeigten sich überrascht. Schnell rüber zum Mann vom Beschußamt: jetzt war auch er ratlos!

Zur Moral der Geschichte:

Kann der Grund darin liegen, daß ein Unterschied, ob die Waffe an der Schulter, oder in der Beschußmaschine ("weicher" Rücklauf?) abgeschossen wurde, besteht? Ansonsten war ja alles gleich (v. a. die Munition).

Da ich hörte; daß diese Patronen relativ stark geladen sei, könnte man versuchen sie runterzuladen. Das versuchte ich bisher noch nicht. Der Hauptgrund dafür liegt wohl darin, daß ich mir in der Zwischenzeit eine Sauer 202 6,5x55 mit moderner Optik (Kahles 2.5-10x55: "Klick", "Klick" statt SEM, Support und Schraubenzieher) zugelegte.

Allem trotz, sollten Sie sich bis hierher durchgekämpft haben und möglich eine Antwort auf meine Frage wissen (bzw. Ansprechpartner), so würde ich mich über

eine Nachricht von Ihnen sehr freuen!

Vielen Dank für Ihre Mühe und mit besten Grüßen,

Markus Sauer

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Hallo,

raten kann ich nichts. Aber ich habe ein ähnliches Problem. Vielleicht helfen meine Beobachtungen ja weiter, wer weiss.

Die Sache ist die: mein älteres SSG 69 in .308 Win von Steyr zeigt ähnliche Auffälligkeiten. Mit normalen Geschossen von 168 grain (Fabrikmunition) habe ich manchmal Mühe, entweder die Patrone zu laden und speziell nach dem Schuss, den Verschluss aufzubekommen. Auch hier hilft nur ein beherzter Schlag auf den Kammerstengel weiter. Verwende ich leichtere Geschosse (= kleinerer Gasdruck?) von z.B. 147 grains, macht das Öffnen des Verschlusses keine Probleme.

Mit Patronen verschiedener Hersteller habe ich, um dem Problem des schwergängigen Laden bzw. Entladens auf die Spur zu kommen, Färbeversuche gemacht. Das heisst, ich habe die Patrone gefärbt und dann normal ge- und entladen. Meine erste Vermutung, dass das Geschoss an den Zügen ansteht (Problem des schwergängigen Ladens) hat sich nicht bestätigt. Hingegen konnte ich bei allen Fabrikaten feststellen (ebenso mit mit abgeschossenen Hülsen), dass etwa in der Mitte der Hülse Kratzspuren in der Färbung sichtbar sind.

Das Patronenlager ist vom BüMa geprüft und für gut befunden worden confused.gif . Ich kann mir vorstellen, dass das Lager für gute Präzision bei dem SSG relativ eng gehalten ist. Entsprechende Hinweise habe ich hier im Forum schon gefunden. Andererseits denke ich, dass das Problem vielleicht auch mit der Oberflächenbeschaffenheit des Patronenlagers zusammenhängt. Ich frage mich allerdings, wie ich das feststellen kann. Gibt es eine Messmethode für die Rauhigkeit von Patronenlagern?

Wie gesagt, das erklärt nicht das ursprüngliche Problem. Die Vermutung, dass es mit der Verspannung der Waffe zu tun haben kann, liegt allerdings auf der Hand. Vielleicht fallen auch mehrere Faktoren zusammen.

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Karabiner 31

der Lauf berührte den Schaft und war nicht mehr freischwingend. Beim Schiessen löste sich sogar die entsprechende Zwinge. Nachdem ich die Stelle weggeschliffen hatte staunte ich nicht schlecht, dass sich der Verschluss nun sehr viel leichter repetieren lies. So wie es bei andern K31 auch war.

Vielleicht übt die Schiessmaschine beim Mannlicher den richtigen Druck auf den Schaft auf.

Ansonsten könnte es ja auch an den Warzen liegen.

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Hallo ,

bei meinem SSG69 in .308 habe ich das gleiche Problem. Allerdings nur bei bestimmten Patronensorten. Kein Problem habe ich mit Federal, Norma und Lapua. Schlimm ist es mit PMP, S&B und FNM. Immer mit 168 gr. Geschossen und Fabrikgeladen. Bei der S&B Munition war sogar die Präzision sehr gut, aber inzwischen benutze ich nur noch die erstgenannten Sorten ohne jeglichen Ärger. Ein Büchsenmacher meinte, daß das Patronenlager des SSG69 sehr eng sei.

Gruß

Karlheinz

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