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unterschied MIL-PRF-31013 und STANAG 2920


WOfriend

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Kennt jemand den Unterschied bei Brillen?

Die MIL ist eine US-amerikanische Norm, die sich nur auf Brillen bezieht. Ein Aspekt ist dabei die ballistische Schutzwirkung, für deren Test ein bestimmtes Projektil bei einer bestimmten Auftreffgeschwindigkeit vorgeschrieben ist. Bzgl. des genauen Testverfahrens wird auf MIL-STD-662 verwiesen. Insgesamt beschreibt die MIL eben sehr viel mehr Anforderungen an eine Schutzbrille als nur die Schutzwirkung.

Zum Nachlesen: MIL-PRF-31013

Die STANAG hingegen ist eine NATO-Norm, die sich auf das Testen des ballistischen Schutzvermögens von Körperschutzen aller Art (Helme, Westen etc.) bezieht. Darin ist eine Vielzahl von Projektilen, bespielsweise zahlreiche Variationen von FSP, und detaillierten Testverfahren beschrieben. Allerdings geht die 2920 im Detaillierungsgrad nicht so tief wie die 4569 mit dem AEP-55. Dies bezieht sich dann aber alles auf Fahrzeuge und hat mit dem Thema hier nichts mehr zu tun.

Zusammengefaßt sind sich STANAG 2920 und MIL-STD-662 recht ähnlich, wohingegen MIL-PRF-31013 auch Schutzbrillen im Allgemeinen fokusiert. Wenn man sich eine Brille kaufen und etwas genaueres zur ballistischen Schutzwirkung wissen will, dann muß man sich in die beiden erstgenannten Vorschriften vertiefen. Allerdings weiß ich nicht, wo man gerade eine STANAG 2920 kostenlos im Netz herunterladen kann. Die MIL-STD-662 gibt es auf den bereits angeführten seite.

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Gute Frage... die Art des Beschußes ist für mich bei der MIL-PRF-31013 etwas merkwürdig... gerade im Militärischen Sektor sollte man davon ausgehen das Beschußtests auch mit den gebräuchlichsten Kalibern durchgeführt werden, wobei anderer seits ein Volltreffer mit diesen Kalibern eh ein KO ist. Von daher geh ich davon aus das mit diesen Angaben: Vo test using a 0.15 caliber, 5.8 grain, T37 shaped projectile at a velocity of 640 to 660 l

feet per second... lediglich die wirkung von Geschoss/Granat und Bomben Splittern nachgestellt werden soll.

Anders ist dies bei der MIL-V-43511C, dort wird der direkte Beschuß mit dem 22. Kaliber erprobt

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Der STANAG Test 2920 bewertet den Splitter- und Ballistikschutz (Schutz gegen Durchschuss) des Glases bei Beschuss mit Schrotmunition,

Blödsinn.

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Gute Frage... die Art des Beschußes ist für mich bei der MIL-PRF-31013 etwas merkwürdig...

Der ist nicht merkwürdig, sondern stellt eben eine reale Bedrohung durch Splitter dar, die eine Schutzbrille auch noch halten kann. Die Splittersimulationprojektile FSP gibt es übrigens in Größen von 2 mm bis 20 mm (STANAG 2920 und STANAG 4569 - die Splitter an sich sind auch noch in einer anderen Norm genau benannt). Für Helme wird z.B. der 5,56 mm FSP mit 1,1 g meistens verwendet. Gem. TL muß der Bw-Gefechtshelm für diesen Splitter mindestens eine v50>=620 m/s aufweisen gem. STANAG 2920. Allerdings sind die Schußzahlen (min. 6 Schuß) zur Bestimmung der v50 in der STANAG 2920 in meinen Augen zu niedrig angesetzt. Die zivilen, halboffiziellen VPAM Richtlinien fordern für v50-Beschüsse min. 16 Schuß. Allerdings sind in diesen Normen keine Splitterbedrohungen enthalten. Das Testverfahren kann man ja trotzdem wählen bzw. mit den eigentlich stringenteren Verfahren der STANAG kombinieren.

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entschuldige das ich es oben einfach verständlich mit Schrotmunition wiedergegeben habe leider liegt mir keine ausführliche 2920 Anforderung vor, sondern nur die vielen kleinen Auszüge von verschiedenen Herstellern. Die einen geben dort wie gesagt um es dem Kunden leicht verständlich zu machen das ganze mit einem simplen schrotbeschuß dar und andere gehen ausführlicher auf das Verfahren V50 ein jedoch ohne klar zu definieren welche "Splitterdarstellungsgeschoße" tatsächlich anwendung fanden.

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Die einen geben dort wie gesagt um es dem Kunden leicht verständlich zu machen das ganze mit einem simplen schrotbeschuß dar und andere gehen ausführlicher auf das Verfahren V50 ein jedoch ohne klar zu definieren welche "Splitterdarstellungsgeschoße" tatsächlich anwendung fanden.

Weder beim einen, noch dem anderen würde ich unbedingt ein Produkt erwerben. Ich würde schon gerne wissen, nach welcher Norm mit welcher Bedrohung getestet wurde. Am besten ein Hersteller hat ein Zertifikat mit Prüfbericht einer unabhängigen Prüfeinrichtung.

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:traurig_16:

Ich versteh nix mehr, was ist den nu besser?

Es gibt erstmal kein besser oder schlechter. Es kommt drauf an, was du für dich persönlich brauchst. Dann mußt du dich ein wenig mit den Prüfverfahren vertraut machen und anschließend eben den Angaben der Anbieter etwas auf den Zahn fühlen.

Eine Brille ja kann durchaus nach MIL-PRF-31013 getestet sein, aber darüber hinaus z.B. noch weitergehenden ballistische Tests durchlaufen haben. Genauso gut kann eine Brille die Mindestanforderungen nach MIL bestanden haben, aber in anderen Bereichen als der ballistischen Schutzwirkung bessere Ergebnisse aufweisen, die in Tests unabhängig von der MIL durchgeführt wurden. Deswegen mußt du bewerten, was für dich von der Ausgangslinie MIL-PRF-31013 startend an Eigenschaften am wichtigsten ist. Ballistischer Schutz ist bei einer Schutzbrille schließlich bei weitem nur ein Teilaspekt.

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