Ich muss mich auch mal zu Wort melden, weil mich dieses Thema doch sehr beschäftigt. Ich möchte hier auch ein paar Kleinigkeiten anmerken.
Beim LV7 kann man (zimindest ich bisher) problemlos Schießbücher einreichen. Zumindest mache ich das immer. Ich kopiere mein Schießbuch und suche mir X Beliebige Termine davon aus und trage sie in die Liste ein, die im Antrag enthalten ist. Jedoch kann man auch nur die Liste einschicken oder nur das Schießbuch. Zumindest bei mir ging das bisher immer, würde meine Hand aber nicht dafür ins Feuer legen, ob sich da in den letzten Wochen was geändert hat.
Im Gegensatz zum WSV unterschreibt mir nur der Vorstand diese Termine. Beim WSV muss in der Liste jeder Termin von der jeweiligen Aufsicht gegengezeichnet werden und anschließend der Vorstand die Seite unterschreiben. Das ist mMn doppelt gemoppelt und mega umständlich.
Zugegeben, ich habe die Schulung die jetzt bei euch verpflichtend ist um Anträge abzeichnen zu dürfen noch nicht absolviert, meine Aussagen beziehen sich rein auf den Antrag und was da drin steht. Ich bin übrigends der Meinung, dass man auch keine Schulung braucht um Name, Adresse, Disziplin und Waffenart in ein Formular korrekt einzutragen, wenn das Formular gut gemacht ist. Wer das nicht schafft, sollte vielleicht auch keine Waffen beantragen.
Ganz praktisch: Ich möchte ein neues Sportgerät erwerben. Habe im Jahr 250 Termine im Schießbuch. Jetzt muss ich mir in eurem Fall für 12 oder 18 dieser Termine einen Termin mit der jeweiligen Aufischt machen, dass sie mir den Termin im Antrag nachträglich unterschreiben (Denn , damit mir anschließend der Vorstand das nochmal gegenzeichnet? Das ist doch nur unnötiger Aufwand.
Zudem muss diese Aufsicht laut eurem Antragsformular im Verein als Aufsicht gemeldet sein. Also bleiben wir mal ganz praktisch in meinem Fall: Ich möchte ein Sportgerät bantragen, für welches mein Verein keine geeignete eigene Anlage hat. Also gehe ich zu anderen Vereinen als Gast oder auf komerzielle Stände und trainiere diese Disziplin. All diese Termine darf mir mein Vorstand jedoch nicht unterschreiben laut eurem Formular, weil die Aufsicht von dort ja nicht im eigenen Verein gemeldet ist. Gehe ich hingegen im Heimverein mit meiner Spopi auf den Stand und rotze 50 Schuss raus, dann darf das unterschrieben werden und ich kann eine SLB oder SLF beantragen? Das mag rechlich konform sein, ist aber doch nicht Sinn der Sache.
Auch ist im Formular immer die Rede von Trainingsterminen. Was ist mit Wettkampfterminen? Vor 1-2 Jahren wurden diese meinem Kollegen abgelehnt beim Antrag, weil es keine Trainingstermine waren. Das ist auch so ein Punkt, den ich absolut nicht nachvollziehen kann. Ich dachte, ihr hättet das inzwischen geregelt, jetzt steht aber immernoch "Trainingstermine" im Antrag. Das ist aber Verbandssache, denn der Gesetzgeber spricht nur von Terminen mit erlaubnispflichtigen Waffen.
Anlage A und B hat auch ganz praktische Gründe. Und zwar kann man beim BDS viel unkomplizierter kalibergleiche Waffen beantragen. Das ist beim WSV äusserst kompliziert, da diese dort direkt als Ersatzwaffen gewertet werden, wodurch die Anforderungen enorm steigen. Beim BDS müssen die Waffen aufgelistet werden um sie korrekt einzuordnen und sie von Disziplinen ausschließen zu können. Aus einer reinen Kopie der WBK ist nicht ersichtlich, ob die Waffe einen Kompensator, eine optische Visierung oder sonstiges hat. Das spielt beim WSV keine Rolle, weil das ohnehin alles nicht erlaubt ist nach SpO, beim BDS gibt es hier aber einfach viel mehr Möglichkeiten, weshalb hier einfach mehr Informationen übermittelt werden müssen. Das ist ein klares Plus für das Mitglied.
Beim WSV wird es schon kompliziert, wenn man eine Waffe nach BDS SpO hat und eine kalibergleiche nach DSB SpO beantragen will. Dann fehlen dem Verband nämlich genau diese Informationen, dass die Waffe garnicht DSB konform ist, weil sie eine optische Visierung und einen Comp hat.
Die Sache mit dem Einsenden des Sachkundezeugnis beim BDS LV7 hat ganz praktische Gründe und die liegen nicht beim BDS, sondern beim WSV. Es ist schön, dass ihr diese Problematik inzwischen erkannt habt, nachdem ich euch bzw dich darauf aufmerksam gemacht habe. Ja, wir kennen uns ;-)
Fehlerhafte Zeugnisse... Naja, dass diese Beschränkung völlig dämlich ist, ist ja klar. Warum derjenige das gemacht hat, ist mir schleierhaft und auch du hast mir damals gesagt, dass das nicht im Sinn des WSV ist und du das nicht gut findest. Da sind wir voll auf einer Wellenlänge. Dennoch würde ich behaupten, dass er das theoretisch machen kann. Denn in den DSB Sachkunderichtlinien steht, dass die Sachkunde auf die beantragte Waffen und Munitionsart beschränkt werden kann. Das macht die Sache nicht besser, aber grundsätzlich könnte man das so auslegen.
Aber zum Thema fehlerhafte Zeugnisse.... Auf eurem Zeugnis steht immernoch der falsche Paragraph als Grundlage aufgedruckt. Zumindest ich habe noch keine aktualisierte Version erhalten.
Also ich persönlich fülle viel lieber die BDS Formulare aus, anhand der Checkliste sind diese mMn relativ idiotensicher. Ich hatte letztes Jahr auch eines vom WSV ausgefüllt und fand den Schritt toll, dass ihr das Formular per PDF interkativ gemacht habt. Das reduziert die Fehlerquellen. Jedoch war das auch nur halbherzig umgesetzt, denn wenn ich meine Disziplin ausgewählt habe und anschließend auswählen musste ob ich Revolver oder Pistole beantrage (das waren die einzigen Auswahlmöglichkeiten), ist es immer auf Flinte umgesprungen, was garnicht zur Auswahl stand und ich habe die Fehlermeldung bekommen, ich solle die Flinte auf WBK Gelb eintragen. Hä? Also musste ich das Ding irgendwie mit Flinte ausdrucken, dann mit tippex übermalen und von Hand wieder Pistole eintragen. Natürlich habe ich diesen Fehler dokumentiert und euch darauf aufmerksam gemacht. 4 Monate später war das Formular immernoch mit dem selben Fehler unverändert.
Ein anderer Punkt, der mich immerwieder zum BDS zieht, ist einfach die Bearbeitungszeit. Das ist so unkompliziert. Antrag ausfüllen, Geldschein ranheften, abschicken, 2 Tage später ist es befürwortet zurück. Beim WSV vergehen da gerne mal Wochen.
Rein aus meiner Sicht als "Endkunde" ist das beim WSV einfach viel umständlicher oder vielleicht auch einfach nur falsch Formuliert auf eurem Formular. Keine Ahnung. Wie gesagt, den Kurs habe ich noch nicht gemacht, werde ich auch nicht. Dafür ist es mir beim BDS viel zu unkompliziert.