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IGNORED

Mord in Ludwigshafen und "Schußwaffen"


Gerlinde

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Hallo,

Focus online veröffentlichte einige Artikel über den Mord an der Berufsschule Ludwigshafen, in denen der Täter als Besitzer von Schusswaffen, Waffennarr etc. beschrieben wird. Eines der Ergebnisse: Bei uns im Club erzählte mir schon jemand "der Amokläufer war auch Sportschütze". Das stand zwar nicht in Focus online, dieses mehrfache "Herumreiten" auf dem Thema Schußwaffen ist aber offenbar geeignet, einen Kontext herzustellen (erst recht wohl beim unbedarften Leser) und zusätzlich das Phänomen School Shooting als häufiger zu etablieren, als es ist.

In anderen Medien stand nur, der Täter habe Schußwaffen besessen. Dies wird weiter mit dazu beitragen, Schützen zu stigmatisieren und außerhalb der Normalität zu positionieren.

In Wirklichkeit zeigt das Phänomen des Tötungsdeliktes bzw. des Amokverbrechens mit Stichwaffen, wie ungeeignet Eingriffe ins Waffenrecht in Bezug auf Schußwaffen sind, schwere Gewalttaten zu verhindern.

Hier ist das Schreiben an den Focus sowie eine Übersicht über die genannten Messerattacken zu finden:

Focus-Schreiben & Messerdelikte-Übersicht

Auszug: "Ich würde mir aber etwas mehr sprachliche Sorgfalt wünschen, denn ich bin erstens der Meinung, dass diese Beschreibungen dem Täter eine unpassende Aufmerksamkeit und Bedeutung verschaffen (es scheint als legt er sich ein Waffendepot an, um damit Verbrechen zu begehen – faktisch kann man damit aber niemanden verletzen oder töten). Dies ist ein Faktor, dessen Einfluss auf Nachahmungstäter immer wieder genannt wird. Zweitens wird damit eine unzulässige Anknüpfung an Winnenden erreicht (im Sinne von "schon wieder ist jemand mit Schusswaffen in einer Schule Amok gelaufen", also eines häufigeren Phänomens, als dies tatsächlich der Fall ist). Die Polizei nimmt eine solche Referenz in ihren Verlautbarungen erkennbar nicht vor. Drittens wird durch diese Wortwahl eine Nähe des Täters zu Sportschützen hergestellt, die nicht existiert."

Grüße

Gerlinde

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