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IGNORED

Was hat es mit dieser Schießscheibe auf sich?


Schießsportler

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Ein Verwandter bat mich um Hilfe beim Ordnen eines Nachlasses.

Darin findet sich u.a. diese Schießscheibe.

Gestempelt mit "Königliches Preussisches Garde Pionier Bataillon"

Zusätzlich "2oo m stehend aufgelegt" sowie mit (auf der Rückseite mit Bleistift, auf der Vorderseite mit "Schönschrift" ) den Namen des Schützen neben dem jeweiligen Einschuß.

Handschriftlich findet sich hinten noch "Garde Pionier Bataillon 1. Landwehrkompanie v. Juni 1894"

Ist das eine sog. Ehrenscheibe ? Da dort vom Pionier über Unteroffizier und Sec Lieut. ("Freiherr v. Dobeneck vom 1.ten Garde-Reg. z.F. " (??????) bis zum Hauptmann alle Dienstgrade vertreten sind, vermute ich im Zusammenhang mit Landwehr eine Art Abschiedschießen oder eine Art Reservistenschießen ?

Hat jemand dazu oder zu der Einheit Informationen oder weiß, wo ich sowas finde?

War ein solches Schießen üblich ? Auf solche Scheiben ?

Bin für Infos sehr dankbar !!

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Das Garde-Pionier-Bataillon gehörte als eigenständiges Bataillon zum Gardekorps und war in Berlin-Kreuzberg stationiert.

Zum Schießen selbst kann ich leider auch nur Vermutungen anstellen. Ich würde das für ein Reservistenschießen halten.

Preußisch-Deutsche Uniformen von 1640-1918, Orbis-Verlag:

Das Friedensheer stellte nur den "präsenten" Teil des Gesamtheeres dar, das ja außerdem alle Beurlaubten umfasste. Durch eine Mobilmachung konnte es auf Kriegsstärke gebracht werden, zusätzlich entstanden aus Reservisten und Landwehrleuten neue Reserve-Divisionen und Etappentruppen. Daneben bildeten die Landwehr als 2. Aufgebot das Besatzungsheer für den Dienst in den Festungen und in der Heimat.

Bei der Festsetzung der Wehrpflicht waren 12 Jahrgänge für die Feldarmee vorgesehen worden. Als aber Frankreich 20 Jahrgänge dafür bestimmte, kam es auch in Deutschland durch Gesetz vom 11. Februar 1888 zur Einführung der 19jährigen Dienstpflicht. Davon waren 3 Jahre im aktiven dienst, 4 Jahre in der Reserve, 5 Jahre in der Landwehr 1. Aufgebots und der Rest bei der nun wieder eingeführten Landwehr 2. Aufgebots abzuleisten. Dann kam der Übertritt zum Landsturm, zu dem bis zum 45. Lebensjahr auch alle nicht eingezogenen Männer, die Ersatzreserve, rechneten. Die Ersatzreserve sollte bei einer Mobilmachung auch zur Ergänzung des Heeres dienen können. Während der Reservistenzeit war man zu zwei 8wöchigen Übungen verpflichtet.

Königlich Preußisches Erstes Garde-Regiment zu Fuß

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