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Gettorf: Diebe stehlen 40 Waffen aus Schützenheim


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Gettorf: Diebe stehlen 40 Waffen aus Schützenheim

SEGEBERGER ZEITUNG !25 * 5cm - Meldung, erste Seite, ganz oben! Ähnlicher Text wie hier.

http://www.segeberger-zeitung.de/lokales/r...ingestellt.html

hier der Text dazu, jedoch ohne Foto:

Hilfsbereitschaft nach Einbruch -doch wie soll es weitergehen?

Schützenheim: Der Schießbetrieb ist erst einmal eingestellt

Jan-Torben Budde | 19.08.2009 17:35 Uhr aktualisiert: 17:36 Uhr

Traurig zeigt GSC-Sportschützenwartin Ingrid Meyer den aufgebrochenen Panzerschrank im Gettorfer Schützenheim.

Foto: Budde

Gettorf - Niedergeschlagen sitzt Ingrid Meyer im Schützenheim. „Wir wissen noch nicht, wie es weitergehen soll“, sagte die 1. Sportschützenwartin vom Gettorfer Sportclub (GSC) gestern, „der Schießbetrieb ist momentan eingestellt.“ Einbrecher hatten aus der Waffenkammer im Gettorfer Schützenheim fast 40 Kleinkaliber- und Luftgewehre gestohlen (die KN berichteten). Ironie des Schicksals: Erst kürzlich habe sie ihre Schützen ermuntert, die Sportwaffen dort einzuschließen. „Damit sie auf der sicheren Seite sind“, sagte Meyer mit Blick auf die doppelte Sicherung durch eine Waffenkammer mit Eisentür sowie einen Panzerschrank. Darüber hinaus hatte sie das kürzlich verschärfte Gesetz im Hinterkopf, das die private Aufbewahrung von Sportwaffen kaum noch ermögliche. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Schaden auf 60000 Euro. Ob er von einer Versicherung übernommen werde, muss Meyer noch klären. Jugendwartin Marlies Knauer verwies zudem auf den ideellen Schaden: „Im Lauf der Jahre wächst man mit seinem Gewehr zusammen.“ Unter den gestohlenen Waffen befinde sich ihr Luftgewehr, mit dem sie einige Meisterschaften gewann.

Dass der Diebstahl eine Debatte über das Waffengesetz auslöst, befürchtet Meyer nicht: „Wir hatten nur Einzellader, mit denen kann man nicht Amok laufen.“ Jetzt hofft die 48-Jährige auf Hilfe von befreundeten Vereinen, weil Preis- und Pokalschießen sowie Landesmeisterschaften anstehen. Der Gettorfer Schützenverein (GSV) hat Unterstützung zugesagt, beispielsweise fürs Jugendtraining. „Kein Problem“, kündigt der zweite Vorsitzende Manfred Voth an. Die GSC-Schützen sind Untermieter des GSV, dessen Waffenkammer von den Einbrechern verschont blieb. Auch Gerd Urlaß von den Sportschützen in Osdorf signalisiert Hilfsbereitschaft: „Wir werden sie nicht hängen lassen.“ Sie wollen den GSC-Sportschützen beim Preis- und Pokalschießen in Osdorf aushelfen. „Wir werden sie unterstützen“, kündigt auch Jürgen Meier von den Schützen des TSV Neuwittenbek an, „das kann wohl jedem passieren.“ Den Stahlschrank, der die Sportwaffen seiner Sparte beherberge, habe die Behörde zwar erst vor einem halben Jahr abgenommen. Doch vor dreisten Dieben sei vermutlich kaum ein Tresor sicher.

Unterdessen teilte die Polizei gestern mit, dass Unbekannte im Zeitraum von Dienstag, 20 Uhr, bis Mittwoch, 7.50 Uhr, in ein Gebäude in Sehestedt eingedrungen sind, das unter anderem vom örtlichen Schützenverein genutzt wird - Waffen wurden demnach keine gestohlen, sondern nur Geld.

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http://www.segeberger-zeitung.de/top_news/...-Hause-auf.html

hier der Text dazu, jedoch ohne Foto:

19.08.2009 17:55 Uhr aktualisiert: 18:20 Uhr

Nach dem Einbruch in das Gettorfer Schützenheim: Wie sichern die Vereine im Land ihre Sportwaffen?

"Bei uns bewahren die meisten Schützen ihre Waffen zu Hause auf"

Gettorf - Laut Kripo waren alle Waffen ordnungsgemäß unter Verschluss. Dennoch gelang es jetzt unbekannten Tätern, 40 Kleinkaliber- und Luftgewehre aus dem Schützenheim in Gettorf zu stehlen (wir berichteten). Welche Vorsichtsmaßnahmen werden bei den Schützenvereinen getroffen? Wie kann verhindert werden, dass sich derartige Vorfälle wie in Gettorf wiederholen?

„Eine absolute Sicherheit kann es natürlich niemals geben“, sagt Manfred Marschall von der Ordnungsbehörde des Kreises Rendsburg-Eckernförde. Aber nicht nur die Unterbringung der Waffen selbst, auch der Erwerb einer Waffenbesitzkarte sei mit strengen Auflagen verbunden. Entscheidend komme es auf der persönliche Zuverlässigkeit an. Marschall: „Das nehmen wir sehr, sehr ernst.“ Wer zum Beispiel wegen Zuhälterei vorbestraft, alkohol- oder drogenabhängig ist, habe keine Chance, eine Waffenbesitzkarte zu bekommen beziehungsweise zu behalten.

Foto:

Herbert Kühl aus Neumünster mit seinem Waffenschrank: Munition liegt im abschließbaren Extrafach.

Foto: König

Auch nach der seit dem 25. Juli gültigen Verschärfung des Waffenrechts ist es nach Marschalls Auskunft möglich, Sportwaffen legal in den eigenen vier Wänden aufzubewahren. Allerdings seien jetzt DIN-zertifizierte Stahlschränke mit getrennter Unterbringung von Waffe und Munition vorgeschrieben. Bisher habe das Gesetz lediglich den Wegschluss von Waffen und „Diebstahlssicherheit“ gefordert.

Mehrere 1000 Euro will der Verein „Gut Schuss“ Demühlen in Kiel für die Errichtung einer einbruchsicheren Waffenkammer ausgeben. Die vereinseigenen Waffen wurden bisher privat verwahrt, was aber aus Sicht von Sportwart Jürgen Stabenau vor allem bei größeren Beständen immer mehr Aufwand erfordert.

Kiels mit 250 Mitgliedern größter Schützenverein Hubertus Wellsee erfügt bereits seit etwa 20 Jahren über Vorrichtungen, die durchaus auch einer Bank zur Ehre gereichen würden. In der mit einer schweren Stahltür gesicherten Waffenkammer befinden sich nach den Worten des Vorsitzenden Peter Burmeister drei weitere „fette Tresore“. Zudem ist das Vereinsheim ebenfalls mit einer Alarmanlage versehen, so dass die Waffen gleich dreifach gesichert sind. „Wir bewegen uns in Sachen Sicherheit auf dem höchsten Level und tun nicht nur, was das Gesetz von uns verlangt, sondern auch die Gesellschaft“, betont Burmeister. Dennoch ist er froh, dass die Überlegungen, eine zentrale Lagerung von Waffen gesetzlich vorzuschreiben, nicht verwirklicht wurden: „Ohne Wachschutz wäre da nichts mehr zu machen.“

Waffendiebstahl wie in Gettorf könne es beim Schützenverein Neumünster nicht geben, sagt Vereinsmitglied und langjähriger Vorsitzender Herbert Kühl. „Die Schützen haben ihre Waffen mehrheitlich zu Hause.“ Im Vereinsheim seien lediglich Luftfeuerwaffen. Die Schießanlage sei über zwei Alarmanlagen gesichert, die auch bei der Polizei auslösen. Auch in Neumünster habe es vor Jahren Einbruchsversuche gegeben, sie seien alle erfolglos verlaufen. Vom Lagern der Sportgeräte in einem zentralen Depot hält Kühl nichts. „Das ist eine Einladung.“

Der Leiter Freizeitschützen der Schießsparte im SC Kalübbe, Holger Prinz, erklärt: „Wir haben keine Feuerwaffen, sondern nur Druckluft- und Luftgewehre. Diese bewahren wir in zwei speziellen Waffenschränken auf, die wiederum in einem Raum stehen, der mit Stahltür und vergitterten Fenstern gesichert ist.“ Und auch im Tresor des TSV Plön werden nur die vereinseigenen Luftgewehre und -pistolen gelagert - dort gibt es nur einen Zehn-Meter-Schießstand für Luftdruckwaffen. Auch beim SSG Lutterbek beispielsweise werden im Vereinsgebäude lediglich Luftdruckwaffen in entsprechenden Waffenschränken gelagert. „Diese Waffen sind ohnehin frei verkäuflich an Menschen über 18 Jahren. Für die Aufbewahrung von Kleinkalibergewehren ist jeder Schütze selbst verantwortlich.

In Schönberg sieht man keine Alternative zur Aufbewahrung der vereinseigenen Waffen am Schießstand. „Die Waffen sind in brandsicheren Panzerschränken untergebracht“, so Winfried Hudalla, Leiter der Schützenabteilung. „Aber wenn einer schweres Gerät auffährt, kommt er sicherlich auch daran, das lässt sich nicht verhindern.“ Alle privaten Waffen der Schützen würden auch privat zu Hause aufbewahrt, so Hudalla. Die Schützengilde Eutin schießt traditionell mit Vorderladern, das Pulver ist separat gesichert. Alle Waffen sind laut Vorsteher Jens Latendorf in Privatbesitz und werden ganzjährig bei den einzelnen Mitgliedern zu Hause aufbewahrt. Als Konsequenz aus dem Amoklauf von Winnenden ist der Verein dabei, einen einbruchsicheren Anbau aus Beton an der Schießhalle zu errichten.

Beim Schützenverein in Kronshagen setzt man auf größtmögliche Sicherheit. Die Schießanlage des Schützenvereins Kronshagen ist im Bürgerhaus, das alarmgesichert ist, untergebracht. „Ein Teil unserer Waffen lagert in einem Panzerschrank mit einem Gewicht von mehr als einer Tonne“, erklärt Vorsitzender Klaus-Dieter Ihlow. Erlaubnisfreie Waffen seien extra gelagert, zusätzlich gebe es einen weiteren Tresor mit Einzelfächern - „der ist für Mitglieder, die zu Hause über keinen Waffenschrank verfügen.“

„Wir sind schon immer gewissenhaft mit unseren Waffen umgegangen“, betont Gerd Urlaß von den Sportschützen in Osdorf. Die Aufbewahrung erfolge streng nach dem Waffengesetz, erklärte der Spartenleiter. Die Sportwaffen seien in Panzerschränken im Schützenheim verschlossen.

bki/asc/bk/bud/dsn/eix/mag/og

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