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Verwendung des 84/98 bei der Wehrmacht


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Hallo Sammlerfreunde,

aus gegebenen Anlass mal ein kurzer Abriss über die verwendung des Seitengewehrs bei der Wehrmacht. In Anlehnung an die Diskussion im K98k Forum.

Betrachtenswert ist die Kriegszeit. Denn im Frieden war das Ausbildungsprozedere (Bajonettfechten) nicht viel anders als in den Jahrzehnten zuvor.

Im Krieg hat sich sehr schnell die Unwirtschaftlichkeit des Seitengewehrs als reine Kampfwaffe herausgestellt. Bis 1942 haben sich praktisch kaum Gefechtslagen ergeben indenen Seitengewehre als Waffen (auf dem Gew. aufgepflanzt) eingesetzt wurden.

Der "Blitz" Krieg hat das einfach nicht hergegeben.

Die Wende ist jedoch Mitte 1942 an der Ostfront gekommen. Da wurde das aufgepflanzte Seitengewehr in den harten Nahkämpfen in den sehr dichten Waldgebieten, wieder interessant und wurde oft verwendet.

Auch in den Ardennen 1944 sind viele Bajonettgefechte bekannt... auch hier waren viele Einheiten auf relativ kleinem unübersichtlichen, dicht bewachsenen Gefechtsfeld eng konzentriert.

Eine Tatsache blieb allerdings, das 84/98 war kaum als Kampf oder Wirtschaftsmesser zu verwenden. Das 84/98 sollte deshalb auch abgelöst werden, dies war beschlossene Sache.

Das führte schließlich zum Entwerfen des S42. Dieses Seitengewehr vereint bekanntermaßen die Vorteile beider Waffen (Kampfmesser, Bajonett) und hatte zusätzlich noch ein Werkzeug im Griff.

Wieso führte man nun nicht das S42 als hochmodernen Nachfolger des 84/98 ein??

Das war geplant und wurde auch genehmigt. Jedoch wurde diese Einführung auf die Zeit nach dem Endsieg verschoben (Führerbefehl). Man wollte und konnte die laufende Produktion des 84/98 nicht abschaffen und ersetzten. Dafür haben zu der Zeit als dieses Projekt aktuell geworden wäre (1943) weder die Kapazitäten gereicht noch hatte man die Zeit für eine komplette Produktionsumstellung.

Das Bajonett komplett abzuschaffen war ein Unding das duch allerhöchste Stellen verhindert wurde.

Die Bewaffnung nach dem "Endsieg" hätte so aus einem S42 als blanke Waffe, einem K43 oder Stgw und diversen anderen hochmodernen Ausrüstungsstücken bestanden, die 1944 - 1945 schon gepalnt und teilweise in Erprobung waren, jedoch eben nicht darüber hinausgekommen sind.

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