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Sicherung Browing BAR, Acera, Dualis


Guest Lampe

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Hallo,

ich habe mir mal Gedanken zur Sicherung meines Repetierers von Browning gemacht. Die möchte ich hier mit der Bitte um Anregungen, Ergänzungen und kritische Korrektur zur Diskussion stellen. Klar von der technischen Diskussion getrennt interessieren mich auch die Wertungen der anderen Führer von Waffen.

Sicherung Browning BAR, Acera, Dualis im Vergleich zu Win70 (ähnlich Mauser)

Normale Funktion des Abzugs:

- Das Raststück hält das Schlagstück. Dabei wird das Raststück von einer eigenen Feder und , das scheint mir besonders wichtig, der Schlagfeder in die Rast gezogen. Das Abzugszüngel wirkt auf den Unterbrecher, der das Raststück aus der Gegenrast im Schlagstück schiebt. Die Rast ist so geformt, dass das Schlagstück dabei mit steigender Kraft knapp einen Milimeter (bei meiner Waffe 0,8mm) gegen die Kraft der Schlagfeder bewegt werden muss. Anders formuliert drückt die Schlagfeder das Schlagstück in die Rast.

Diese Konstruktion wird sinnfällig im Abzugsvorgang. Zunächst fühlt man einen Vorweg, bis der Unterbrecher am Raststück anliegt. Dann spürt man einen sich versteifenden federnden Widerstand, den man über einen spürbaren Abzugsweg überwinden muss. Dies ist etwa wie ein Druckpunktabzug auf kurzem Weg.

Die Rückseite des Unterbrechers steuert bei den Repetierern Acera und Dualis noch die Verriegelung des Repetiermechanismus bei gespanntem System.

Bemerkung:

Eine Abzugsüberarbeitung kann den Vorweg gegen Null bringen, trotzdem bleibt das Eingreifen (zum Glück) sinnfällig. Außerdem wird das Gleiten in der Rast (Druckpunktcharakteristik) deutlich(-er oder überhaupt erst) spürbar, wenn in der restlichen Mechanik (nie an den Rastflächen fummeln!!!!) die Fertigungsspuren wegpoliert sind. Dies gilt vor allem bei den Repetierern Dualis und Acera für die Rückseite des Unterbrechers, da hier die Verriegelung des Repetiermechanismus über böse Rillen springen muss. Auch macht es ein Triggerstop einfacher, den eigentlichen Weg beim Abzug richtig bewusst wahrzunehmen.

Funktion der Sicherung:

- Das Abzugszüngel wird durch einen quer verschiebbaren Bolzen gesichert. Dieser hat eine Aussparung, die in die Ebene des Abzugszüngels geschoben werden muss, damit dieses beweglich wird.

Fehlermöglichkeiten:

- Sicherungsbolzen bzw. Gegenlager am Abzugszüngel abgenutzt. Dann könnte der Abzug betätigt werden. Da der Abzugsweg deutlich spürbar ist, würde diese Abnutzung aber sinnfällig (in gesichertem Zustand bewegt sich der Abzug). Außerdem haben die Lagerstellen von Sicherungsbolzen und Abzugszüngel beim verschieben keinen Kontakt und nutzen sich praktisch nicht ab.

Hier dürfte praktisch keine Gefahr liegen. Der Eingriff der Sicherung bei der Win70 wird sich eher abnutzen, da dort die sichernde Fläche immer unter Kraft eingreift. Dieser Verschleiß wird dort nicht unbedingt sinnfällig, bis zum nicht gewollten Bumm.

- Der Unterbrecher ist mit dem Abzugszüngel verbunden. Er hat zuwenig Masse, um selbst bei gebrochener Verbindungsachse zum Abzugszüngel so beschleunigt zu werden, dass er das Raststück gegen die Kraft der Schlagfeder bewegen kann. Es ist auch nicht anzunehmen, dass diese Verbindungsaches bricht. Ansonsten ist der Unterbrecher durch das Abzugszüngel blockiert. Hier dürfte praktisch keine Gefahr liegen. Dieses (allerhöchsttheoretische) Gefahrenpotential kennt die Win70 nicht.

- Bricht die Feder des Raststücks, wird die Waffe nach dem Spannen automatisch entspannen. Dabei könnte es zur Schußauslösung kommen. Da aber die Kraft der Schlagfeder hier konstruktiv zunächst zum Verriegeln (s.u.) benötigt wird, ist das eher unwahrscheinlich. Meine Versuche, bei gezogenem Abzug mit Schmackes die Waffe zuzuschmeißen haben noch nichteinmal zu sichtbaren Spuren auf dem Zündhütchen geführt. Trotzdem, gilt für mich, eine Browning immer in eine sichere Richtung zu spannen.

- Theoretisch könnte noch die Rast am Raststück oder dem Schlagstück brechen. Das ist aber sehr unwahrscheinlich, das kann bei der Win70 ebenfalls passieren, allerdings dort erst im ungesicherten Zustand.

- Eine Abnutzung der Rastflächen wird im Abzug sinnfällig, da die Druckpunktcharakteristik fehlt. Deswegen kann hier niemand überrascht werden. Bei der Win70 ist die Abnutzung der Rast nicht sinnfällig, bis es zu einer unbeabsichtigten Schußauslösung beim Entsichern kommt.

- Ebenso werden bei der Browning Abnutzungen der Achsen und der Achsbohrungen, die soviel Spiel ergeben könnten, dass die Rast nicht mehr greift im Abzugsvorgang sinnfällig. Das ist bei der Win70 nicht so.

Gefahren, die nur die Win70 kennt:

- Die Gefahr, dass der Schlagbolzen bricht und deswegen trotz Sicherung freigegeben wird, ist nur bei Win70 gegeben. Hier sind für die Win70 robustere Versionen erhältich. Auch könnte hier natürlich am Sicherungsflügel die Achse brechen (bei Win70 aus Guhscheißen) oder mitsamt der Lagerbohrung durch Verschleiß außer Funktion kommen.

- Neben der Rast am Eingriff von Abzug in den Schlagbolzen gibt es bei der Win70 je nach montiertem Abzug in diesem noch mannigfaltige Möglichkeiten, durch Verschleiß, Defekt oder falsche Einstellung im entsicherten Zustand versehentlich Schüsse abzugeben.

Kann die Browning unverriegelt auslösen?

Nein, das Schlagstück wird zunächst den Verschluss verriegeln, erst dann kann es den Schlagbolzen beaufschlagen.

Was passiert, wenn Gas nach hinten austritt?

Gas und der Auszieher bzw. seine Trümmer werden nach unten durch den Magazinschacht abgehen. Weiter bietet der nach unten offene, hinten aber geschlossene Systemkasten einen moderaten Schutz. Dies ist nicht bei allen „klassischen“ Repetierern so. Oft wird das Gas nach hinten abgehen, Trümmer können seitlich so austreten, dass Linksschützen mit einem Rechtssystem wörtlich auf der Verliererseite sind.

Mein Fazit?

Nicht so genial wie die Glock aber praktisch sicher, solange die Rast und Gegenrast in Ordnung sind, was jeder, der seine Waffe kennt, bei jeder Schußauslösung spürt. Da ist die Browning ehrlich.

LG,

Lampe

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