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IGNORED

Kettner pleite


Sir Henry

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Dazu folgende Anmerkungen:

HEINRICH WEIDINGER RONHOFER WEG 31 90765 FÜRTH

Tel: 0911-792624 eMail: heinrich.weidinger@epost.de. 6.5.2003

An die Redaktionen der Jagdpresse

persönlich bekannte Büchsenmacher,

Verbände und Parteien.

Kettner Insolvenz

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 5.Mai 2003 wurde die Branche von der Meldung überrascht, dass das Traditionsunternehmen Kettner, Köln, insolvent ist.

Zwar ist vordergründig der verschärfte Wettbewerb dafür verantwortlich, der trotz hoher Umsätze aber nur bescheidene oder keine Gewinne abwarf, doch die Ursachen liegen zum großen Teil ganz wo anders.

Schon ab der ins Auge gefassten Novellierung des Waffengesetzes war eine starke Konsum-zurückhaltung zu beobachten, die durch die Unsicherheit über dessen endgültige Form noch verstärkt wurde.

Trotz der in weiten Teilen akzeptablen Fassung der Novelle, hat sich dies durch die immer noch nicht verabschiedeten Verordnungen, ohne die kein Gesetz auszukommen scheint, weiter verschärft. Die Politik hat Angst vor der eigenen Courage bekommen und versucht nun, auf dem Verordnungsweg wieder zurück zu rudern.

Auch auf anderen Sektoren und es sei nur der unmöglich gewordene Postversand von kleinen Mengen an Munition, hat zu Beschwernissen geführt, die nur als schikanös zu bezeichnen sind. Noch nie kam es auf dem Postweg (oder anderen Versandwegen) zu Sicherheitsproblemen mit Munition.

In den Anzeigen muss zwar nicht mehr der Verkäufer genannt werden, aber statt der bisherigen Kurzformel „Nur gegen EWB" ist jetzt ein langer Sermon erforderlich.

Ähnlich das Gezerre mit der Aufbewahrung. Hier hätte die Auflage genügt, dass Unbefugten der Zugriff zu Waffen und Munition verwehrt sein muss. Heraus kam ein Monstrum von überzogenen Vorschriften, die ein Paradebeispiel für die typisch deutsche Regulierungwut sind. Bayern hat sich hier mit entschärften Bestimmungen noch am Bürger nähesten gezeigt.

Die durch die „Grünen" und viele „Roten" aus purem Aktionismus herbei geführte Situation, die mit von den Medien geschürt wurde, hat den Mittelstand ganz massiv getroffen. Was Kettner zur Aufgabe zwang, hat schon viele Kleinbetriebe zur Aufgabe gezwungen oder zu dies bezüglichen Überlegungen veranlasst. Zwar fallen die Verluste solcher Arbeitsplätze nicht spektakulär ins Auge, aber wenn hier Massenentlassungen anstehen, kümmert sich die Politik wenig um die davon betroffenen Menschen. Man lacht sich ins Fäustchen, weil wieder ein Coup gelungen ist, der Schützen und Jäger, Schießsport und Jagd getroffen hat unter dem Vorwand, für die Innere Sicherheit etwas getan zu haben.

Wer wie Bundeskanzler Schröder vorgibt, sich an den Realitäten zu orientieren, hat den Sinn für die Realität restlos verloren. Er vergisst, dass jeder Arbeitsplatz Steuern bringt, anstatt durch deren Wegfall erforderliche Sozialleistungen finanzieren zu müssen. Noch Vieles wäre hier anzumerken, aber die Deutschen haben die Neigung, salbungsvollen Worten auch dann noch zu glauben, wenn die Realität sich anders darstellt, als es unsere derzeitige Regierung als große Vision verkauft.

Mit freundlichen Grüßen

Heinrich Weidinger

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