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User-0815-2

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  1. Herzlichen Dank an alle, die hier sachlich und freundlich sind. Foren sind leider (so nützlich sie oft sind, wie ja auch in diesem Falle hier) oft ein Ort, an dem ein dauerhafterer Aufenthalt wenig Spaß macht, weil aus irgendeinem mir nicht begreiflichen Grunde ein gewisser Teil der Mitglieder irgendwie ein tieferes Problem mit der Kinderstube hat und das hingenommen wird von Seiten der Moderation und der anderen Mitglieder. Außerdem kann man ja nicht bei jedem Forum, wo man sich mal aus akutem Anlaß beteiligt hat, quasi dauerteilnehmendes Mitglied sein. Ich äußere mich eher selten in Foren, weil ich irgendwann mal die Nase voll davon hatte, daß immer gewisse Menschen aus ihren Löchern kommen und jeden Versuch von freundschaftlichem Umgange und gegenseitigem Respekt torpedieren und daß man die eben gewähren läßt, statt ihnen unmißverständlich klarzumachen, daß Stänkern keine Meinung ist, sondern inakzeptables Verhalten. Mir ist bisher nur ein einziges Forum begegnet, wo ich noch keinerlei Kommentar unter der Gürtellinie je lesen mußte und dies ist das Motor-Talk-Forum, Unterbereich "Audi A6 C4". Dort geht es eigentlich immer rein um die Sache, ab und an auch um andere Meinungen, aber ich habe noch nie eine Herabwürdigung auf persönlicher Ebene gelesen, erst recht keine grundlose. Dort bin ich gerne dauerhaftes Mitglied, weil ich nicht das Gefühl habe, mich in einer (teilweisen) Schlangengrube zu bewegen. Ein Negativbeispiel ist unter anderem das heise-Forum, wo man regelmäßig an den niveaulosesten Beiträgen ein fettes "Grün" findet und an den überlegtesten und durchdachtesten ein "Rot", welches roter nicht mehr geht. Sich da zu äußern, heißt, sich Ärger anlandzuziehen und ich bin jetzt nicht so der Fan von Ärger und tue dies deshalb auch nahezu nie. Sachlichen Widerspruch in auf menschlicher Ebene wohlwollender und zugewandter Form ist nahezu immer gut hinzunehmen. Grundlose Angriffe auf persönlicher Ebene sind meines Erachtens ekelerregend und das tue ich mir nicht öfter an als unvermeidbar. Daß ich hier nicht schon schweige, ist in erster Linie dem Umstand geschuldet, daß ich meine, dem einen oder anderen Teilnehmer eine Würdigung seines Beitrages auszudrücken zu müssen. Das Thema an sich ist ja für mich schon seit spätestens Seite 3 vollumfänglich geklärt, was ich übrigens auch vielfach geäußert habe. Wie irgendwer auf die Idee kommen kann, ich wäre ein WaffenHASSER, ist mir auch ein Rätsel. Nicht alles, was ich emotional nicht mag und wozu ich rational ne komplexe Meinung habe, ist gleichzeitig etwas, was ich HASSE. Haß ist das Maximum an Ablehnung und zeichnet sich vor allem durch ziemliche Undifferenziertheit aus. Wäre ich ein Hassender, würde ich kaum jemandem Spaß mit seinem Hobby wünschen und gleich dreimal wäre ich zu keiner ansatzweise differenzierten Sichtweise fähig. Wer in mir einen Hasser sieht, hat mutmaßlich selbst ein ziemliches Problem mit Haß. Noch ein Nachtrag zu Weinberger: Gerade in der Anonymität eines Forums düfte sich der wahre Charakter eines Menschen offenbaren. Würde ich wissen wollen, wie jemand wirklich drauf ist, wäre es gar keine so falsche Idee, zu wissen, welche Forenbeiträge er geschrieben hat, annehmend, niemand wüßte, wer er ist. Ich denke nicht, daß Marder im realen Leben ein Mensch ist, den ich tiefergehend kennenlernen möchte. Jemand ist anderen Menschen gegenüber entweder stets freundlich oder eben nicht. Nette Menschen schalten ihre Freundlichkeit nicht nach Belieben an und aus, sondern die sind das aus Prinzip, selbst wenn sie MAL unfreundlich sein sollten. Dann erkennen sie irgendwann, daß sie nicht freundlich waren und entschuldigen sich dafür und dann ist auch alles gut. Marder hingegen setzt immer noch eine größere Unverfrorenheit obendrauf und das sagt über seinen Charakter was ziemlich fatales.
  2. @Weinberger: Er hats doch gerade nochmals eindringlich bewiesen, daß er kein netter Mensch ist, nichtmal entfernt, der Herr Marder. Wie man sowas dulden kann, ist mir mehr als ein Rätsel. Er hat MICH belästigt, nicht ich ihn. Der Mann hat Wahrnehmungsstörungen der allerfeisten Sorte. Weder habe ich ihn gezwungen, meine Zeilen zu lesen, noch sonstirgendwas getan, was vorwerfbar wäre...
  3. @Andreas181: Keine Ahnung, was man daraus schließen soll. Diese Frage ist MEGAkompliziert zu beantworten. Zunächst einmal sollte man die Regelsysteme verbessern. Mit besseren Regeln hätte sich besagtes Unglück mit Leichtigkeit verhindern lassen, 6-Augen-Prinzip würde mir spontan einfallen, Computer, die selbstständig die Entscheidung der Menschen überschrieben hätten und die Züge gestoppt hätten. Ich bin kein Freund es Verbietens. Im Gegenteil: Ich kämpfe an vielen Fronten gegen Verbote. Am ehesten würde ich Schwachsinnigkeit und Dummheit verbieten wollen - aber das ist ja leider nicht so einfach. Ich will Dinge erlauben. Aber dafür müssen sie durchdacht und mit allen Menschen, die tangiert werden, ausgehandelt werden. Selbst wenn ICH Waffen nicht mag (also zumindest emotional, rational ist mein Verhältnis ja sowieso viel komplexer, bin ja nicht bescheuert), wäre es sehr wahrscheinlich, daß ich Sie gegen einen Schwachkopf, der aus ideologischen Gründen keines Ihrer Argumente auch nur zu bedenken bereit ist, verbal mit aller Deutlichkeit in seine Schranken weisen würde und in bei entsprechender Befugnis nach ergebnisloser Verwarnung auch absolut gnadenlos maßregeln würde bis hin zum Rausschmiß. Ich wollte Ihnen nie etwas wegnehmen, nur weil ich mir über die Dinge Gedanken mache. Ich will Dinge maximal so machen, daß sie nicht irgendwem schaden, der überhaupt niccht damit zu tun hat (und damit meine ich zuallererst irreversible Schäden, also kein Pillepallezeugs). @matokla und 762: Auszuschließen ist der Besuch eines Schießstandes tatsächlich nicht, ich bin ein ziemlich neugieriger Zeitgenosse. Emotional würde mich das allerdings ne ziemliche Menge Überwindung kosten und ob ich eine Waffe je anfassen werde, vermag ich im Moment nicht zu beurteilen. Meine Ratio sagt "Klar, sei kein Idiot, vielleicht begneste mal nem Bären und irgendwo ist ne Waffe greifbar, dann wäre es schlau, sich damit auszukennen.", das Gefühl sagt "Waffen sind trotzdem des Teufels und du mußt nun wahrlich nicht zu denen gehören, die sich auch noch damit auskennen, eine Welt, die Dir wirklich gefallen würde, kommt gut ohne Waffen aus und irgendwer muß ja mal damit anfangen die Finger davon zu lassen." Wer am Ende gewinnen würde, Ratio oder Gefühl, kann ich im Moment echt nicht einschätzen, zumal sich das ja irgendwann vielleicht auch ändert. Ihr Angebot, 762, möchte ich keinesfalls pauschal ausschlagen, werde das aber sicherlich nicht während unserer megaspaßigen Pandemie annehmen, da hab ich nämlich wieder ne "skurile Gefahreneinstellung". Das ist ein sehr freundliches Angebot und ich könnte mir gut vorstellen, daß auf kurz oder lang meine Neugier siegt. Daß der Ball jetzt bei mir läge, würde ich so trotzdem nicht stehenlassen wollen - ich habe mich nicht unlogisch verhalten und wenn ich an dieser Stelle die Sache als erledigt beträchte, wäre das in sich schlüssig. Meine Frage wurde ja schließlich recht ausführlich und für mich erst einmal erschöpfend beantwortet, was aber keinesfalls heißt, daß ich durch die Hintertüre pauschal Ihr Angebot ausschlagen will. Wir machen das einfach so: Wenn ich es konkret annehmen will, dann melde ich mich bei Ihnen per PN und wenn es dann noch gilt, werden wir erstmal miteinander telefonieren und wenn wir dann merken, daß wir miteinander klarkommen, dann kann man sich auch real auf einem Stand treffen. Besten Gruß an Sie!
  4. @Fussel_Dussel: Danke für Ihren Zuspruch. Zu manchen Mitforisten: Ich kann zweifelnde Menschen gut verstehen - immerhin ist dieser Thread das Ergebnis von Zweifeln, meinen nämlich, weil ich eben Zweifel daran hatte, daß ich in dem Gelände, in dem ich mich aufhalte, auch wirklich sicher bin. Um genau zu sein, bin ich wahrscheinlich der erste, der Zweifel verstehen kann. Was ich allerdings nicht verstehen kann, ist, wenn um des Zweifelns Willen gezweifelt wird, wenn jedes Argument, welches gegen die Zweifel spricht, einfach ignoriert wird. Ich zähle mal auf, was gegen die Zweifel spricht: - Ich habe ganz konkret keine Person und keine Personengruppe angegriffen, speziell niemanden, der Waffen besitzt, benutzt oder gutfindet. Ich habe nur gesagt, daß ICH Waffen nicht mag und daß ich die Information, irgendwer fände Waffen ganz toll, jetzt nicht sofort dick und fett auf seiner Plusliste vermerke. Es wäre auch absurd, so pauschal über eine diese Menschengruppe zu urteilen, weil ich selber mit Menschen verkehre, die Waffen benutzen, zwei sogar in ihrer Freizeit, letztere beiden sind Jäger, erstere ist Polizistin. Mit der Pauschalaussage, alle Waffenmögenden wären per se irgendwie irre, würde ich mich ziemlich weit aus dem Fenster lehnen und gleichzeitig diese drei Personen zu Irren stempeln. Das sind sie aber nicht. Ergo werde ich so eine undifferenziert schwachsinnige Aussage auch nirgendwo tätigen und habe ich sie eben auch nicht getätigt. - Meine Gefühlslage habe ich mehrfach beschrieben. "Angst ohne jede Eigenbeteiligung zuschaden zu kommen" sollte für jeden ansatzweise empathischen Menschen nun nachvollziehbar sein als Begründung für meine Frage. Fühlt man sich da ein, sollte schon deshalb jeder Zweifel erlöschen, zumal keine meiner Aussagen dieser hier widerspricht und die Sache damit in sich schlüssig ist. - Ich habe Marder sogar mein Bedauern ausgedrückt dafür, daß er sich provoziert fühlt - einen noch größeren Schritt auf jemanden zu, der sich mir gegenüber mehrfach objektiv unmöglich benommen hat, kann ich beim besten Willen nicht tun. Und so sehr ich die meisten Leute hier für vernünftig halte, weil ich sie vernünftig erlebt habe, beginnt es mich zu wurmen, daß dieser Mensch offensichtlich mit Waffen hantieren darf und für "normal" und "befähigt" gehalten wird. Ich zumindest kann an diesem Verhalten nichts normales und auch nichts befähigtes entdecken. Es ist empathielos, unfriedenstiftend und damit gefährlich. Und Leuten mit gefährlichem Verhalten anderen Menschen gegenüber gehört ganz sicher kein gefährlicher Fernwirkungsgegenstand in die Hand gedrückt. Es wundert mich wirklich, daß das hier vergleichsweise wenig widersprochen hingenommen wird. In meinem Forum würde ich solches Verhalten nichtmal in kleinsten Teilen dulden. Wer andere nicht verstehen WILL, hat in einem Forum meines Erachtens Redeverbot zu erhalten, weil er sonst jedes ernsthafte und zielführende Gespräch verunmöglicht und damit das Forum ad absurdum führt, zumindest wenn es kein Hort des Dauerstreits sein soll. - Desweiteren habe ich gesagt, daß ich die Argumente VERSTEHE, daß zumindest meine Ratio davon überzeugt ist, daß mir von diesem Schießstand keine Gefahr droht, selbst wenn mal einer etwas rumalbern sollte, weil er eben viel mehr als "etwas" rumalbern müßte, um mich gefährden zu können und daß er schon den Versuch mutmaßlich bereuen würde, es also höchst unwahrscheinlich ist, daß das je vorkommt (wohingegen normales Rumgealber eher häufig vorkommt und exakt DAS hatte mich beunruhigt). - Nichtzuletzt habe ich gesagt, daß ich den Schützen dort ihren Spaß gönne und versuchen werde, mich für sie zu freuen, selbst wenn sie mir mit dem Geknalle sicherlich öfter als mir lieb sein wird, meine Ruhe beeinträchtigen werden. Kann man einem Menschen, der etwas tut, was man jetzt nicht total supergenial findet, freundlicher begegnen? Ich wüßte nicht wie. Und es kommt dann wie immer: Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn... Noch ein Absatz zu der skurrilen Einstellung Gefahren gegenüber: Ich erkenne an, daß sich meine Einstellung Gefahren gegenüber von der der meisten Menschen unterscheidet. Insoweit mag sie tatsächlich "skurril" im Sinne von "ziemlich andersartig" sein. Im Sinne von "bescheuert" würde ich dann aber entschieden Einspruch erheben, weil ich beim besten Willen nicht erkennen kann, wo meine Einstellung unlogisch wäre und als Mensch, der durchaus eine gewisse Mr.-Spock-Artigkeit plus Fühlfähigkeit hat, nehme ich für mich in Anspruch, mich in weiten Bereichen ziemlich logisch und berechenbar zu verhalten und dafür zählt für mich ein Gefahrenmanagement, welches gewissen Regeln folgt. Die lauten ungefähr so: - Irreversible Dinge werden um fast jeden Preis vermieden, weil sie eben nicht reversibel sind. Der Tod ist also auszuschließen und Verletzungen, mit denen das Leben danach keinen Spaß mehr macht, ebenso. - Reversible Dinge kann man in Maßen inkaufnehmen, muß es trotzdem nicht übertreiben. - Viele Dinge, die riesig Spaß machen, sind kaum oder gar nicht gefährlich, die sind den Dingen mit Gefahr bei gleichwertigem Freudecharakter immer vorzuziehen. - Und als wichtigste Regel: Wenn mich etwas GLÜCKLICH macht und ich es UM JEDEN PREIS haben will, dann mache ich das, egal wie gefährlich es ist. So steige ich bespielsweise jeden zweiten Tag ins Auto, wissend, daß das gefahrentechnischer IRRSINN ist. Das ist alles nicht unlogisch - zugegebeneraßen aber anders als bei anderen Leuten, die meist lieber aus Erfahrung klug werden. Ich mag aber nicht wissen, wie ne Vollnarkose ist und wie es ist, wenn einem ne Schraube in den Knochen gedreht wird und wie es ist zu kotzen, wenn man aus ner Narkose aufwacht und tausende Dinge mehr, die andere erleben, weil sie halt alle möglichen Gefahren hinnehmen, die ich nie hinnehmen würde. Nur: Ich nehme dafür auch ein paar Gefahren hin, die andere wieder nicht hinnehmen würden, die ich hier aber nicht auswalze, weil sie alle zu intim sind.
  5. Unabhängig davon, was ich angeblich getan habe: Wenn hier jemand nach der Intervention eines Moderators schreit, dann Sie, Marder. Sie ignorieren jede meiner Aussagen, unterstellen auf Gutdünken wasimmer Ihnen in den Sinn kommt, sind keinen Funken bereit, sich in mich hineinzuversetzen, tragen aber wahrscheinlich voller Stolz eine Berechtigung, Waffen zu führen, die man ganz allgemein nur Menschen jemals geben sollte, die sich von so ziemlich überhaupt nichts provozieren lassen und ganz bestimmt nicht von der mindestens subjektiv berechtigten Frage von jemandem, dem es Angst macht, wenn es neben ihm aus vollem Rohr ballert, weil er sich mit den Gegebenheiten halt nicht auskennt. Ich hatte bisher in meinem Leben mit Waffen nahezu NICHTS zu tun und ich hab damit bisher auch ganz gut gelebt. Plötzlich traten Waffen in mein Leben. Ist das denn wirklich so verdammt schwer zu verstehen? Woher zum Kuckuck soll ich wissen, wie ein Schießstand funktioniert, wie da die Regeln sind, wer, wann, warum welche Regeln ignoriert und wie gefährlich das dann für Außenstehende ist? Daß Waffen einen umbringen können, DAS weiß ich, dafür wurden sie nämlich konstruiert und genau das finde ich an ihnen halt auch nur begrenzt toll, unabhängig davon, daß sie gegen Grizzlys nützlich sind. Lies mal über das Unglück der Bayrischen Oberlandbahn vor ein paar Jahren, mit der ich viele, viele Male gefahren bin: Da gab es tolle Sicherungsmaßnahmen, die soetwas verhindern sollten und ich dämlicher Trottel habe an die sogar geglaubt. Bis ich dann feststellen mußte, daß die Technik zwar funktionierte, aber der Bediener halt nicht und so rasten halt zwei Züge ineinander und ein paar Leute gaben den Löffel ab. Nicht alles, was geregelt ist, funktioniert auch!
  6. Viel Spaß, Proud NRA Member, und zusätzlich ne ordentliche Portion Glück, denn die gehört leider auch dazu... Noch kurz zu Deinem Beitrag: Letztlich ist es mir egal, welches Ettikett man mir anklebt. Ich erlebe mich in weiten Teilen als ziemlich normal - wenn ich mir ansehe, mit was für Angst- und Zwangsstörungen andere Menschen so durchs Leben laufen, die deutlich weniger Probleme hatten, dann bin ich ganz bestimmt noch im grünen Bereich. Höhenangst hab ich seit meiner Kindheit, teile ich übrigens mit meiner Schwester, hat also vielleicht ne erbliche Komponente (meine Eltern haben kurioserweise keine). Das Leben ist doch für uns alle ne Herausforderung und jeder muß jeden Tag hundertfach (unbewußt meist) entscheiden, welche Gefahr er nun zu tolerieren bereit ist und welche nicht. Viele machen das unbedarft und es geht jahrzehntelang gut, andere haben pro Jahr zwei Krankenhausaufenthalte, wieder andere gehen nichtmal vor die Tür, weil ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte. Ich machs irgendwie dazwischen, bin mir vieler Gefahren weit bewußter als andere und meide auch sehr viel mehr als andere - was ich aber partout machen WILL, das mach ich auch, selbst wenns gefährlich ist. Ich bin nicht in der Weise zwangsgestört, daß ich mir von Ticks und irgendwelchen Ängsten mein ganzes Leben diktieren lasse. Ich lasse halt konsequent alles bleiben, wo der Wow-Effekt für mich nicht ausreichend stark wäre, daß er das Risiko aufwägen könnte. Alles, was nen starken Wow-Effekt bei mir hat, mach ich auch. Am ehesten schränke ich mich betttechnisch ein, weil da nämlich auch meine Freundin dranhängt, die sich was besseres vorstellen kann, als daß ich ihr eines Tages HIV oder ähnliches mitbringe, da ist der Fremdschutz deutlich vordergründiger als der Eigenschutz. Die einen machen halt alles hyperbewußt und die tun das dann auch bei Gefahren und die anderen leben irgendwie so vorsichhin, tun heute dies und morgen das und wissen eigentlich gar nicht recht, warum sie das tun. Das gilt für nahezu alle Lebensbereiche bei denen und dann selbstredend auch für den Umgang mit Gefahren. Wir sind halt alle anders und Individuen. Der eine eher Fluchttier, der andere eher Angriffstier, der nächste eher Totsteller. Ich bin je nach Situation wohl alle drei Ausprägungen, in der Grundströmung aber ganz klar Fluchttier, welches höchstens mit nem ausgefeilten Plan dann etwas unternimmt. @all: Es tut mir übrigens leid, daß Ihr es offensichtlich zu oft mit argumentresistenten Waffengegnern zu tun habt. Das ist bedauerlich und ich wäre froh, es wäre anders, weil wir dann alle mehr Spaß am Leben hätten als mit diesem andauernden Gegeneinander. JEDER sollte seinen Freiraum bekommen, in dem er tun kann, was ihm Freude bereitet und womit er objektiv niemandem schadet. Daß man das WIE oft aushandeln muß, ist eine andere Frage, bei Eurem Hobby ist es Schall, der oftmals für Nichtfreude beim Unbeteiligten führt und bei anderen Hobbys sind es andere Dinge, wo sich Leute dann gestört fühlen. In ner vernünftigen Gesellschaft stört jeder mal jeden, läßt ihn aber auch oft genug in Ruhe und dann ist alles gut. Um was anderes ist es mir nie gegangen und wird es mir nie gehen. @Marder und Ekel Alfred: Es war nicht meine Absicht, Euch zu provozieren. Daß es dennoch so gewirkt hat, bedaure ich.
  7. Der ist gut. Ich saß mal bei nem Spezialisten für Erkrankungen aus diesem Formenkreis. Der sagte zu mir: "Ich weiß, warum Sie hier vor mir sitzen, ich hab aber leider keine Schublade für Sie.". Soll heißen: Irgendwie paßt die Diagnose und irgendwie dann auch wieder nicht. ADS weiß ich nicht recht. Kann mich nicht entsinnen irgendwelche Defizite mit meiner Aufmerksamkeit zu haben. Eher das Gegenteil: Ich nehme so ziemlich alles wahr. Was ich in nem reichlichen Jahr über meine neue Umgebung in mir aufgesaugt habe, saugen viele andere wahrscheinlich in zehn Jahren nicht auf... Schießstand neben dem Waldweg war definitiv neu. Hab schon einiges erlebt - aber das fand ich dann doch gruselig, obwohl die Wildschweine wohl echt gruseliger sind, aber halt nur, wenn man sich auskennt sowohl mit Schießständen als auch mit Wildschweinen. Mit letzteren hatte ich bisher eine Begegnung vor über 20 Jahren, da ist das Viech im Dunklen vor mir schnaubend und grunzend abgehauen, ohne daß ich es überhaupt gesehen hätte. Muß ich nicht nochmal haben...
  8. Ah, dann sind wir beieinander. So ergibt es Sinn. Der Stand hier hat definitiv Blenden, so daß also wirklich nix passieren sollte. Das Arguement mit dem Betonlaster war mir durchaus bewußt - da müßte man genauer rechnen, was da nun gefährlicher wäre, den Punkt versteh ich wohl... Ganz weglassen würde mir noch als Alternative einfallen, da bekomm ich aber mutmaßlich Haue von Ihnen. Ich versuche das wirklich, einigermaßen gesund zu leben - das kann ich gut nachempfinden. Vielleicht muß man sich meine Situation erstmal emotional klarmachen: Stellen Sie sich vor, Sie hätten von der ganzen Schießerei und irgendwelchen Sicherheitsvorkehrungen keine Ahnung. Sie wissen zwar, daß sich irgendwo im Wald ein Schießstand befindet, haben sich das auch mal kurz per Google Earth angesehen, haben die Anlage aber genau 90 Grad verkehrtherum eingeschätzt, annehmend, die lange Seite wäre quasi die Schießrichtung, was ja gar nicht sooo abwegig wäre, gleichwohl die Anordnung der Überdachung irgendwie nicht ins Bild paßte. Zumindest ging ich davon aus, daß das für mich erstmal keine Gefahr darstellt, denn er erschien mir logisch, daß man so einen Platz mit Schußrichtung ins Waldesinnere anlegt und eher von Menschen weg. Irgendwann sind Sie dann mal in dem Wald auf einem von den vielen Wegen und dann geht tatsächlich die Ballerei los, von der Sie sich zum einen recht ordentlich lärmbelästigt fühlen (Ruhe war die Idee des Waldausfluges) und zum anderen sich durch das reale Erleben des Herumschießens dann nochmal eingehender mit der Sache beschäftigen und sich ansehen, ob und wie sehr man da gefährdet ist. Dann begreift man plötzlich, daß die Anlage eben genau 90 Grad andersherum funktioniert und man also (abzüglich des Walls) quasi genau in der Schußlinie gestanden hat. Da bin ich jetzt mutmaßlich nicht der einzige, der da spontan kein besonders gutes Gefühl hat und Ihnen würde es mutmaßlich ähnlich gehen. Und dann ist man auch schon bei meiner Frage. Nun weiß ich, daß ich mich auf die deutsche Gründlichkeit an dieser Stelle offensichtlich verlassen kann und daß es mehr als eines Wacklers bedarf, um das Geschoß zur Gefahr für Außenseiende zu machen. Dann kann ich also demnächst entspannt sein und kann mich darauf beschränken, die Ruhestörung nicht zu mögen (Silvester im Sommer mag halt nicht jeder und da merkt man schon deutlich, daß auch in nem Kilometer Entfernung selbst bei Bäumen schon noch ganz ordentlich Schall ankommt - Knaller sind nicht das, was man als Geräusch normalerweise mag, weil es plötzlich und laut ist, sich einfach nicht "weghören" läßt, es frißt sich einfach in die Wahrnehmung und das ist mit Ruhe schwer zu vereinbaren). Mögen sie ihren Spaß dort haben - mir solls recht sein, solange ich nicht den ganzen Tag die Knallerei ertragen muß (was wohl auch nicht der Fall ist). Besten Gruß und nochmals danke!
  9. Zu Katzen und Metzgern: Klar KANN man sich irgendwie getrollt fühlen, wenn jemand, der Waffen nicht mag, sich in nem Waffenforum äußert - er muß es nur nicht, weil man ja schließlich wen fragen muß, der sich mit irgendwas auskennt, wenns eben um so ein Thema geht. Ich habe auch nicht nach "Waffenforum" gesucht, sondern hatte was über Kugelfänge gelesen und dazu hier einen Thread gefunden, wo ersichtlich war, daß sich die Leute hier mit sowas auskennen. Das Froum hätte auch "Katzenforum" heißen können, da hätte ich nach Lektüre dieses Threads mich trotzdem angemeldet... @Proud NRA Member: Vielen Dank für Deine ausführliche Darstellung, die ich in vielerlei Hinsicht interessant und erhellend fand. Einzig nicht verstanden habe ich, wie das denn funktionieren soll, das Geschoß nun über den Wall zu befördern - schließlich haben sich alle Vorredner reichlich damit abgemüht, mir zu erklären, daß das prinzipiell unmöglich ist, weil man von der Schußposition aus nicht den Hauch einer Chance dazu hat. Wie funktioniert jetzt der Trick, es mit ner Chance von 1:1000 pro Schießtag doch hinzubekommen? Dann nochmal zum Wall: Daß ich safe bin, wenn ich hinter dem Wall bin, ist logisch und war ja auch meine Grundannahme. Allerdings sinkt das Geschoß ja langsam zu Boden und kommt dabei immer tiefer und wenn das Gelände hinterm Wall auch noch ansteigt, dann ist es eben sehr wohl relevant, wenn das Geschoß den Wall jemals überfliegen kann und ich in etwas Entfernung vom Wall mich aufhalte, genau das war ja meine Frage. Du sagst also, daß meine Chance, an der Nummer zu sterben irgendwo in der Größenordnung von 1:1.000.000.000 liegt. Exakt 0 fände ich bedeutend interessanter und das wäre nun technisch auch machbar, Beton nach allen Seiten drum, speziell nach oben und schon ist Ruhe und maximal stirbt irgendwer drinnen, was dann aber wirklich sein Problem ist (und das seiner Angehörigen). Warum nehme ich beim Straßenverkehr ein Restrisiko vergleichsweise klaglos hin? Weil eine Welt ohne Autoverkehr sich meiner Vorstellungskraft vollständig entzieht. Eine Welt, in der entweder in allseits geschlossenen Ständen oder in wirklich großen Arealen mit Zaun drumherum und Warnhinweisen geschossen wird, kann ich mir aber durchaus vorstellen und wüßte jetzt auch nicht, wo da das prinzipielle Problem liegen sollte. Das eine Problem ist meines Erachtens unvermeidbar, das andere ziemlich leicht vermeidbar. Irgendwie so... @Nazi-Lyrik: Nach Dresden ziehen Leute aus tausend Gründen. Manche wurden hier geboren und waren lange in der Fremde (ich zum Beispiel) und andere lernen ne Nichtnazibraut kennen und wollen ihr Leben mit ihr verbringen (ich zum Beispiel). Und diese Stadt auf Nazis zu reduzieren ist ungefähr so sinnig, wie zu behaupten, in München würden alle in Tracht rumlaufen - ist definitiv nicht so. @mwe: Ich verstehe Ihren Punkt. Waffen unterscheidet von nahezu allen anderen Gegenständen, daß sie meines Wissens keinen Verwendungszweck haben, der irgendwie nicht im weitesten Sinne was mit Töten oder Tötungsandrohung zu tun hätte. Eine Welt, in der Grizzlys nicht frei rumlaufen und in der man ergo auch keine Waffen braucht, fände ich ehrlich erstrebenswerter als eine, wo ich ne Waffe brauche und im Notfalle Grizzlys abknallen muß. Auch wäre ne Welt um Längen besser, wo psychische Ausfallerscheinungen nicht notfalls mit Waffen "behandelt" werden müssen. Frühzeitige Intervention wäre meines Wissens die bessere Medizin. Selbst Psychopaten lassen sich in besser strukturierten Gesellschaftssystemen als unserem recht gut einhegen - nur bei uns kommen sie sofort an die Spitze. Anders gesagt: Gegenstände, mit denen man nur töten oder todesrohen kann, müßten für meinen Geschmack prinzipiell nicht existieren und täten sie es nicht, hätte sie mutmaßlich nie wer als Hobby entdeckt. Mit jedem anderen Gegenstand macht man originär was anderes, als irgendwen zu bedrohen oder umzunieten - da liegt für mich der Unterschied. Aber: Das ist mein persönliches Empfinden und ich würde nie so weit gehen, jemandem sein Hobby klauen zu wollen. Wenn überhaupt, dann würde ich für freiwilligen Verzicht plädieren - sehe da im Moment aber keine Veranlassung, speziell nicht hier, nicht jetzt und nicht heute... Zur PSSG: Es war naheliegend, erstmal die zu fragen - es kam halt keine Antwort, was an Desinteresse oder Spamfiltern oder wasauchimmer gelegen haben mag. Ich vermag die Leute dort wahrlich nicht einzuschätzen, dafür erzählen sie auf Ihrer Website dann doch etwas wenig von sich.
  10. Hallo Weinberger, mit den Unfällen ist das so eine Sache. Wie ich irgendwo schonmal schrieb, bin ich ganz allgemein recht umsichtig bezüglich irgendwelcher Gefahren. Beispielsweise bin ich gerade mutterseelenallein auf Straßen durch Wälder unterwegs gewesen, wo nicht so ganz klar ist, wann nach nem Unfall der nächste vorbeikommt und einem eventuell hilft, ganz abgesehen davon, daß ja oftmals Hilfe eh nix mehr nützt. Also fahre ich ziemlich langsam - ich habs ja nicht eilig, macht eh mehr Spaß, weil man von der Gegend, durch die man fährt, sogar im Dunkeln deutlich mehr mitbekommt. Und Leute, die es eilig haben, lasse ich selbstredend sofort und bei allernächster Gelegenheit vorbei. Es gibt einfach Leute, die Gefahren breiter wahrnehmen als andere. Ich mag auch den LKW nicht, man findet mich GRUNDSÄTZLICH nicht auf einer Straße mit dem Fahrrad, auf welcher sich im Moment Autos befinden, da schneid ich mir eher nen Arm ab, als daß ich nem Autofahrer traue, daß der mich am Leben läßt. Ich bin betttechnisch kein Kind von Traurigkeit und verkneife mir trotzdem nahezu alles, was man da machen könnte (mit fremden Menschen), weil ich längst alle Krankheiten dieses Kreises hätte, wenn ich das täte, wonach mir öfter mal der Sinn ist. Mag dann zwar langweilig sein, dafür hock ich dann nicht in ner HIV- oder Herpes- oder Sonstwas-Sprechstunde und lasse mir erzählen, daß ich den Mist jetzt auch habe. Ich trenne Risiken ganz klar in "vermeidbar" und "unvermeidbar". Vermeidbare gehe ich meist nicht ein, selbst wenn das Risiko klein ist. Bei unvermeidbaren versuche ich, das Risiko zu minimieren so weit das eben geht, teilweise durch Absenkung der Häufigkeit und zum anderen durch irgendwelche Vorsichtsmaßnahmen. Der Erfolg gibt mir bisher recht, ich habe relativ wenig Zeit bei Ärzten verbracht und alle Verletzungen waren stets reversibel. Die einen lassen es krachen und sagen sich, daß es schon gutgehen wird und daß sie anderenfalls ein Arzt zusammenflickt oder halt der Tischler was verdient. Kurioserweise ändert sich das dann aber später im Leben gerne mal. Habe erst gestern eine Aussage von Reinhold Messner gelesen, in der er einen nicht zu kleinen Teil seiner Touren als mehr oder minder wahnsinnig bezeichnet hat, die er im Interesse seiner Angehörigen eigentlich nie hätte unternehmen dürfen. Als Kind und als junger Mensch war ich zwar auch schon recht vorsichtig, hatte aber beispielsweise kein Problem damit, mich mal eben von nem Dach mit nem nur mäßig geeigneten Seil (stark, aber nicht flexibel und ohne Gurt) abzuseilen, um in ne zugefallene Wohnung zu gelangen. Waren so 4 m ungefähr auf den Balkon und das Haus dürfte so um die 10 m hoch gewesen sein. Würde ich heute nicht mehr machen. Ich bin NICHT unsterblich und man macht auch Babyfehler manchmal und selbst dann sollte nach Möglichkeit nichts passieren oder man zumindest ne gute Chance haben. Zu all den Risiken, die es sowieso schon gibt und die meinen geliebten Wäldern leider auch innewohnen, hatte ich jetzt plötzlich was dazu, was ich nicht auch noch haben wollte, was aber nunmal da war... Gruß!
  11. Alles gut, witog, ich bin doch längst beruhigt. Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, daß es sich manche hier gar nicht vorstellen können, daß es Menschen gibt, die man mit Argumenten erreicht. Ich habe die Argumente gehört, sie überzeugen mich und damit ist das Problem doch aus der Welt. Daß die Gesamtthematik "Waffen" komplex ist, wird ja keinem hier neu sein - nur deshalb der eine oder andere zusätzliche Gedanke, der aber genau keine Grundsatzdiskussion lostreten soll, weil man da sicherlich tagelang reden könnte. Ich bin jetzt einigermaßen entspannt. Spätestens jetzt kann sich hier auch jeder entspannen. Ich bin nicht der Feind. Echt nicht. Es müßte mit mehr als einem Teufel zugehen, wenn was passiert und das tut es gottlob eher ziemlich selten. Ich werde also versuchen, mich für die zu freuen, die da gerade ihren Spaß haben, wenns das nächste Mal mächtig knallt. Daß mir der Krach dann vielleicht trotzdem auf den Nerv gehen könnte, ist ne andere Sache und wird von Tag zu Tag unterschiedlich sein. Und wenn es wen nervt, daß sein Nachbar seinen Dyson zehnmal lieber hat als der durchschnittliche andere Nachbar, nützt es wenig, wenn der ein Lämrgutachten vorlegen kann - dann gehts demjenigen trotzdem auf den Wecker. Is halt so. Frei nach Zille: "Geknalle wird oft nicht schön gefunden, weil es mit Geräusch verbunden." (Oder halt Staubgesauge, Laubgeblase, Ghettogeblaste...)
  12. Ja, Mr. SuperMagnum, die Idee Deines Onkels kann ich nachvollziehen. Ich würde zwar spontan sagen, daß das jetzt nicht mein größtes Problem wäre - aber ich kenne den Effekt von Höhe, mag ich aus dem Grunde unter anderem gar nicht. Schalte mein Denken ab und Höhe wird egal. Ich hab mal im 14. Stock ein Zimmer renoviert und habe da direkt am Fenster rumgeturnt und in dem Moment war mir die Höhe egal - unter normalen Umständen bekomme ich Zustände bei Höhe. (Ich denke, daß die tieferliegende Erklärung ist, daß ich meist das klassische Fluchttier bin - sobald man mir meine Fluchtwege nimmt, wirds unangenehm.) Ganz allgemein kann wohl sagen, daß ichs nicht so mit den Extremen habe - vielleicht erklärt es das etwas. Schußwaffen haben etwas ziemlich extremes, eine klitzekleine Bewegung des Fingers, die etwas ingangsetzt, was ziemlich extreme Auswirkungen haben kann und viel zu oft auch hatte. Und die Hemmschwelle für diese kleine Bewegung ist halt doch teilweise etwas niedrig. Komisch, daß die Menschen scheinbar so unterschiedlich sind: Die einen bewahren einen kühlen Kopf in fast jeder Situation und andere werden panisch. Wenns ums pure Denken geht, bin ich die Ruhe selbst und kann alles im Detail durchdringen. Droht keine Gefahr, bin ich auch emotional ziemlich stabil. Bei Gefahr jedoch kann ich panisch und dadurch unüberlegt werden und vielleicht sind Menschen, die das als Grundströmung in sich spüren, dann prinzipbedingt vorsichtiger. Vielleicht spürt Dein Onkel eben dieses Risiko und die teilweise winzige Hemmschwelle, die einem Abzug innewohnt. Es dürften sich viele Leute mit Waffen umgebracht haben, die das nie als Risiko gesehen haben, die dann aber plötzlich in eine ihnen bedrohlich erscheinende Lage kamen (Geld weg, Frau weg, Kind weg, Job weg) und dann taten, was ihnen niemand zugetraut hätte. @SC: Ne, da muß ich widersprechen. Den Flughafen hört man seitlich der Landebahn sowieso eher selten und im Wald bekommt man von ihm wirklich gar nichts mit. Aber als ich da auf einer Lichtung saß und die Natur genoß, war es schon ziemlich nervig, daß es am dauernden Bande krachte, das hat jetzt nicht entspannend gewirkt. Wenn das mal ist, egal. Wenns andauernd ist, nervt es kollossal. Werde das ja merken, ob es auch ausreichend viel Zeit gibt, wo man seine Ruhe hat - ich hoffe es. Bin jetzt nicht täglich im Wald, so daß ich ne ordentliche Statistik haben könnte.
  13. Hallo, Max Musculo, ich hoffe, daß eine sachliche Diskussion mit mir weitestgehend immer möglich ist - insofern verhallen Deine Worte nicht ungehört. Das ist wohl einfach ein ziemlich komplexes Gesamtthema; wie ich im letzten Posting schrieb, werden wenigstens die Leute aus dem Umfeld des Gymnasiums Winnenden mit Sportschützen keine positive Emotion verknüpfen und auch rational würden mir da viele Punkte einfallen, die es zu besprechen geben könnte. Vielleicht würde mehr Dialog auf jeden Fall ganz allgemein guttun und ich stehe dem Thema jetzt zumindest entspannter gegenüber und das ist doch auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung. "Schießen" und "Tod" haben halt eine Allianz, die die Dinge nicht leicht macht - und damit müssen alle irgendwie klarkommen, die, die Waffen und den Umgang damit mögen, und die, die es von Natur aus vielleicht eher anders damit halten. Beispielsweise finde ich es ganz positiv, daß bei uns eben nicht jeder Honk mit ner Waffe rumlaufen darf - und gleichzeitig kann ich gut nachvollziehen, daß in Kannada jeder Honk ne Waffe BRAUCHT, weil der Grizzly halt im Zweifel auch Honks umnietet, so daß man schwer eine der Positionen verabsolutieren kann und sich alles als weites Feld herausstellt. Vielleicht sollte man weniger versuchen, Waffen abzuschaffen, als Menschen beizubringen, sich zu einigen, dann wärs (fast) egal, wer wieviele Waffen hat.
  14. Shiva und s_f, vielen Dank für Eure detaillierten Auskünfte - das klingt wirklich schlüssig und beseitigt einen weiteren Teil an Zweifeln. Das Problem wie so oft im Leben ist Unwissen - aber auch, daß man immer wieder mal von Dingen hört, die nicht komisch sind. Es kommt halt in nahezu allen Lebensbereichen vor, daß Menschen Regeln ignorieren und oftmals kümmern sich auch die Umstehenden gar nicht bis wenig darum. Ein gewisses Grundmißtrauen in die Regeltreue von Menschen ist meines Erachtens nicht unangebracht. Daß hier gegenseitig eine so große Kontrolle herrscht, war mir so nicht klar, klingt aber einleuchtend und ist beruhigend. Wir haben von vielen Dingen kein objektives Bild, mal überschätzen wir Dinge, mal unterschätzen wir sie - es ist alles nicht einfach. Als ich tatsächlich mal vorhatte, mich diesem Stand zu nähern (als er noch still und friedlich nur so dalag), kamen mir doch glatt irgendwelche Busse mit seltsamen Kennzeichen entgegen, die sich dann als zugehörig irgendeiner abstrusen Bundesbehörde entpuppten, sowas ähnliches wie der Zoll, habs nicht mehr im Kopf. Das war wieder Künstlerpech - solchen Leuten begegne ich nur ungern. Jeder weiß, daß es ohne Polizei nicht geht und doch weiß man, daß sie einen rücksichtslos verfolgt, wenn man irgendwas macht, wo irgendwer in ein Buch geschrieben hat, daß das angeblich nicht okay ist. Ich seh diese Dinge etwas komplexer und gehe deshalb allem, was nach Polizei riecht, aus dem Wege. Nicht, weil ich gott weiß was zu verbergen hätte, sondern weil ich weiß, daß sie auch bei Belanglosigkeiten eklig werden können, wenn ihnen gerade danach ist. Damit war mein "natürliches Interesse" dann erstmal gekillt... Dazu kommen dann die Dinge, die man so hört: Dieser Amokläufer von Winnenden hatte meines Wissens die Waffen aus dem Schrank seines Vaters und ganz allgemein sollen diese Schränke babyeinfach zu knacken sein und ähnliche Dinge, die man so am Rande mitbekommt, ohne das konkret zu bedenken, wo man sich einfach fragt, ob da alles wirklich so gut läuft, wie die Leute das wahrscheinlich selber gerne hätten und oftmals vielleicht auch wirklich glauben. Man darf zumindest annehmen, daß die meisten Leute aus dem Umfeld dieses Gymnasiums ganz allgemein nicht besonders gut auf Sportschützen zu sprechen sind. Ich bin jetzt zumindest wesentlich überzeugter, daß ich dort vernünftige Leute treffen könnte - und das nehme ich vielleicht wirklich zum Anlaß, mir die Sache mal anzusehen. Mit der Phobie gebe ich Euch zum Teil recht, wenngleich es im Detail wohl komplizierter ist. Klar: Wenn ich Waffen nicht anfasse, kann es sein, daß ich deshalb mir oder einem anderen irgendwann mal nicht helfen kann. Andererseits: Auf die Weise dürfte es schwer werden, jemals wen aus der Ferne zu töten. Die Ferntötung unterscheidet sich nunmal heftigst von der Nahtötung, da sind ganz andere Hemmschwellen involviert. Jemanden zu erschießen wird immer leichter sein, als ihn zu erdolchen. (Fern-)Waffen aus Prinzip nicht in die Hand zu nehmen, kann einen vor einem vorschnellen Schuß ganz gut bewahren. Etwas Krankheitswert mag dabeisein - das würde ich nicht ganz bestreiten wollen; aber es könnten auch gesunde Anteile dabeisein. Fernwaffen haben eben diese ganz spezielle Eigenschaft, die allen Nahwaffen fehlt und eröffnen damit ein ganz anderes Gefährdungsfeld. Auch die unabsichtliche Verletzung eines anderen ist bei einer Fernwaffe prinzipbedingt wesentlich wahrscheinlicher. Ich werde auf jeden Fall über diese Dinge nochmals tiefer nachdenken und in mich hineinfühlen.
  15. Stimmt, Sgt.Tackleberry, in diesem Forum hat der Nick ein Gschmäckle - welches aber nicht beabsichtigt war. Ich bin nicht kreativ bei Nicknames und nehme gerne mal einfach nur "User" plus irgendner Zahlenkombi. "0815" ist halt einfach geflügelt und daß es im Zusammenhange mit Waffen ne spezielle Bedeutung hat, war mir zwar nicht vollständig unbekannt, aber nicht geläufig genug, um in dem Momente darüber nachzudenken. Ja, meine Frage war ernsthafter Natur, weil ichs echt nicht komisch fand, als es neben mir zu knallen anfing und mir später bewußtwurde, daß die auch noch in meine Richtung geflogen sind, diese Dinger, zumal mit klar war, daß das Gelände eben ansteigend ist, der Wall allein also auf jeden Fall überschießbar ist und demzufolge kein ausreichender Schutz wäre. Nen Klempner hätte ich schlecht fragen können, außer er ist auch Schütze - genau. Wenn das hier also alle so sehen, daß es wirklich unmöglich ist, außer von irgendeiner nichtvorgesehenen Position, ein Projektil nach außen zu feuern, dann gibt es für mich keinen vernünftigen Grund, das zu bezweifeln und es bedarf eben eines schon eher massiven Regelverstoßes, um diese physikalische Barriere zu umgehen und der wird aus diversen Gründen höchst selten bis nie vorkommen. Doch, das ist beruhigend. Wirklich mögen werde ich es mutmaßlich trotzdem nicht, mich während des Schießbetriebes dort aufzuhalten - aber irgendwas ist ja immer... Vielleicht nehme ich ja irgendwann doch meinen Mut zusammen und sehe mir die Sache mal aus der Nähe an und vielleicht bin ich am Ende ja gar positiv überrascht. Sag niemals nie. Nochmals meinen Dank für die vielen freundlichen Erwiderungen und viel Spaß mit Eurem Hobby.
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