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  1. aufgrund des erhöhten Diskussionsbedarfs hinsichtlich unserer Studie möchten wir hiermit gerne auf einige der hier geschriebenen Kommentare eingehen. Zunächst möchten wir uns herzlich für die konstruktiven Kritiken bedanken. Dass beispielsweise ein Elektroschocker nicht zum kleinen Waffenschein gehört war ein Fehler unsererseits und wurde entfernt. Wir möchten Ihnen versichern, dass wir hier nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und uns auch bei den zuständigen öffentlichen Stellen sowie bei Besitzern von Waffenscheinen informiert haben. Daher ist es gut, dass Personen, die sich mit dieser Thematik schon längerfristig auseinandersetzen, uns auf solche Missverständnisse oder Fehler hinweisen. Bevor wir noch auf einzelne Themen spezifisch eingehen noch etwas zum allgemeinen Ablauf: Ziel unserer Untersuchung ist der kleine Waffenschein und nicht der prinzipielle Besitz von Waffen. Das heißt, Personen, die eine Waffe, einen Waffenschein etc. besitzen, aber keinen kleinen Waffenschein gehören in unserer Studie zur sogenannten „Kontrollgruppe“. Es werden auch nur Fragen zur Benutzung von Waffen gestellt, die dem kleinen Waffenschein zugehörig sind. Zu Zwecken der Vollständigkeit, wird aber dennoch in einer Frage abgefragt, ob man eine Waffenbesitzkarte o.ä. hat, und welche Waffen man besitzt, da in Vortests Waffenbesitzer darauf hingewiesen haben, dieses auch angeben zu wollen. Wir wollten es in diesem Forum posten, da wir die Vermutung hatten, dass es hier vielleicht Personen gibt, die den kleinen Waffenschein haben bzw. sich mit diesem Thema auseinandergesetzt haben. Genauso aber wollten wir Personen, die den Waffenschein oder eine Waffenbesitzkarte haben in die Kontrollgruppe einschließen. Wir befragen Personen aller Berufsgruppen, Frauen, Männer, verschiedene Altersgruppen….Aber wir wollten gerne ein heterogenes Bild und bei den Fragen zu Einstellungen zu Waffen und Waffenbesitz auch Personen einzubeziehen, die sich mit diesem Thema schon länger und verantwortungsbewusst auseinandergesetzt haben – also Sie. Insgesamt geht es darum, herauszufinden, welche Motive Personen haben/hatten, sich den kleinen Waffenschein anzuschaffen und ob diese angegebenen Motive mit der Persönlichkeit im Zusammenhang stehen. Es stimmt, dass der Anteil von Fragen zum kleinen Waffenschein gering ausfallen mag. Aber wir haben hier extra ein freies Antwortformat gewählt, um möglichst viele und vielschichtige Begründungen erhalten zu können. In einem Kommentar wurde geschrieben, dass man sich den kleinen Waffenschein anschaffe, um sich zu verteidigen. Das ist ein Grund, den wir im Vorfeld bei unserer Recherche häufig gehört haben und genau darum ging es. Es soll also explorativ geschaut werden, ob es überhaupt Unterschiede gibt zwischen Personen mit und ohne kleinen Waffenschein und wenn ja welche: Dient der kleine Waffenschein der Selbstverteidigung, ist es vielleicht einfach nur ein „Warum auch nicht? Wenn ich ihn beantragen kann, dann mach ich das einfach, weil ich es kann.“, sind es vielleicht eher junge Frauen, die ihn neu beantragen….haben Personen, die sich einen kleinen Waffenschein anschaffen, vielleicht prinzipiell eine negative Einstellung ggü. Waffen und Gewalt, aber der Verteidigungsgedanke steht hier im Vordergrund? Welche Gründe gibt es noch, sich den kleinen Waffenschein anzuschaffen?..usw. Die Fragen beziehen sich alle nicht auf den klinischen Bereich, sondern auf „normale“ Bereiche der Persönlichkeit. Im Einzelnen sind das die Persönlichkeitsmerkmale: Ärgerempfinden, Kontrollüberzeugungen, Ungewissheitstoleranz, Lebenszufriedenheit, Extraversion, Verträglichkeit, Emotionale Stabilität, Gewissenhaftigkeit und Offenheit für Erfahrungen, Selbstwirksamkeit und Selbstwert sowie eben Einstellungen zu Waffen und ausländischen Personen. Der Fragebogen von Seite 6 ist aus Amerika und nennt sich „Attitudes toward Guns and Violence Questionnaire“ und wurde an über 1500 Personen normiert. Natürlich gibt es dort andere Waffengesetze, jedoch gibt es keinen äquivalenten Fragebogen aus Deutschland und sich einfach Fragen selber auszudenken, ohne diese vorher an einer entsprechend großen Stichprobe geprüft zu haben, macht in der Forschung wenig Sinn. An dieser Stelle möchten wir Ihnen auch versichern, dass alle Fragebögen bereits vielfach, in verschiedenen Kontexten erprobt worden sind und wir hier nicht einfach Nonsens zusammengewürfelt haben, wie es uns teilweise vorgeworfen wurde. Wie vom Moderator angemerkt werden sonst übliche Fragen nach Süchten oder Posttraumatischen Belastungsstörungen nicht gestellt. Dies liegt daran, dass Personen die ein Alkohol/-Drogenproblem oder eine psychische Störung (unter die die Posttraumatische Belastungsstörung zählt) keinen kleinen Waffenschein beantragen dürfen. Inwiefern dies bei der Beantragung realistisch abgeprüft wird, ist sicherlich anzuzweifeln, fällt aber nicht in das Interesse dieser Studie. Genauso wenig wie die Frage, ob ein kleiner Waffenschein überhaupt Sinn macht oder nicht. Es gibt bisher nur Studien zur Eignung des Waffenscheins. Bei der Generierung unserer Hypothesen haben wir uns an diesen orientiert, um zu schauen, ob es, in diesen dort herausgefundenen Persönlichkeitsmerkmalen, Unterschiede zwischen Personen gibt, die einen kleinen Waffenschein haben und denen die keinen kleinen Waffenschein haben. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir hier natürlich irgendwie eine potentiell relevante und aus vorhergehenden Studienergebnissen begründete Auswahl von Themenbereichen treffen mussten. Jedoch haben wir kein Ergebnis vorhergesagt und wie Sie oben gesehen haben, sind nicht nur Merkmale wie „aggressiv“ oder „impulsiv“ dabei. Wir wollten aber jedem eine Chance geben, diesen Fragebogen objektiv und ehrlich auszufüllen und somit eben bestehende Vorurteile aus den Medien etc. auch nicht zu bestätigen. Was uns auch relevant erschien, ist die erhöhte Neubeantragung von fast 70% seit 2015, welche man mit der erhöhten Zahl von Flüchtlingen oder Ereignissen wie der Kölner Silvesternacht in Zusammenhang bringen kann. Daher auch die Abfrage, seit wann man den kleinen Waffenschein hat, d.h. gehört man zu den Personen, die ihn erst seit diesem Zeitpunkt oder schon länger haben. Kann man hier also einen gesellschaftlichen Auslöser identifizieren, nämlich dass vielleicht das allgemeine Sicherheitsgefühl in der Bevölkerung oder in bestimmten Bevölkerungsgruppen (z.B. jungen Frauen) abgenommen hat? Um diese Tatsache nicht völlig außen vor zu lassen, wurde die Skala von Seite 9 implementiert, welche die „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ misst. Auch hier soll dann wieder ein Vergleich zwischen der Gruppe „kleiner Waffenschein“ und „kein kleiner Waffenschein“ gezogen werden. Da die einzelnen Facetten dieses Fragebogens schon seit langer Zeit in Deutschland erhoben werden kann man sich hier Verlaufskurven anschauen. Hat diese Facette seit 2015 allgemein zugenommen oder gibt es gar Unterschiede zwischen diesen beiden Gruppen? Wir wollten hier kein politisches Statement machen. Als letztes noch eine methodische Bemerkung: Es ist korrekt, dass viele Fragen ähnlich (aber nicht gleich) klingen, dies dient bei den Fragebögen der Absicherung der Aussagen und kann auch feine Unterschiede zwischen TeilnehmerInnen deutlich machen. Wie gesagt, es war uns wichtig, Personen zu befragen, welche sich mit dem Thema auskennen und sich bereits längerfristig damit beschäftigen. Es ist schade, dass die Auswahl der Fragen den Eindruck erweckt hat, dass wir hier einen Stereotypen und Vorteile bestätigen wollen, denn dem war und ist nicht so. Wir wussten, dass dieses Thema Zündstoff bieten wird. Jedoch finden wir es unpassend, dass hier auf die Autoren der Studie persönlich eingegangen und die wissenschaftliche Tätigkeit sowie deren wissenschaftliche Befähigung in Frage gestellt werden. Genauso wie wir hier versuchten, vorurteilsfrei heranzugehen (auch wenn Sie das anscheinend nicht so wahrgenommen haben), hätten wir uns das auch von Ihnen gewünscht. Wir wollten dies gerne noch klarstellen und hoffen, Ihnen unser Anliegen etwas deutlicher gemacht zu haben. Dass die Fragen hier im Forum veröffentlicht wurden ist unserer Ansicht nach in Ordnung, nur macht eine Beantwortung der Fragen nach einer so ausgiebig geführten Debatte darüber natürlich wenig Sinn mehr. Nichtsdestotrotz würden wir uns auch freuen, wie Sie sich vielleicht eine entsprechende Befragung vorgestellt hätten oder wünschen würden, von der Sie sich nicht angegriffen gefühlt und die Sie akzeptiert hätten. Auch möchten wir dem Moderator danken, dass er sich so intensiv mit den Fragebögen auseinandergesetzt hat.
  2. Danke für die Anmerkungen, die Umfrage wird auch in diversen anderen Medien geteilt. Beispielsweise auf Youtube um die jüngeren Generationen anzusprechen oder auch in Modeforen um einen höheren weiblichen Anteil abzudecken. Es in spezifischen Waffenforen zu versuchen ist vermutlich wirklich schwierig da diese vermehrt diverse Anfragen bekommen. Unser Ziel war es nicht jemanden zu bevormunden oder zu verurteilen. Da uns aber wie schon erwähnt bisher nicht klar ist wer sich nun einen kleinen Waffenschein zulegt war die Überlegung möglichst breit gefächert zu explorieren.
  3. Der Fragebogen soll sowohl von Leuten ausgefüllt werden die einen kleinen Waffenschein besitzen auch als von welchen die ihn nicht haben. Wir wollen schauen ob es überhaupt Unterschiede gibt und wenn ja welche. Es werden also keine Annahmen getroffen dass jemand verhaltensgestört oder ein Psychopath sei. Die verwendeten Fragen stammen dabei alle aus Fragebögen die den gängigen Gütekriterien entsprechen.
  4. Hallo, wir führen zur Zeit im Rahmen einer Abschlussarbeit an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg eine umfangreiche Studie zum Thema "Kleiner Waffenschein" durch. Nach dem rasanten Anstieg von Anträgen zur Erlangung des kleinen Waffenscheins im letzten Jahr, interessieren wir uns in der vorliegenden Untersuchung dafür, welche Motive hier zugrunde liegen und welche Persönlichkeitsmerkmale mit der Einstellung zu diesem Waffenschein in Zusammenhang stehen. Dafür werden verschiedene Aussagen und Fragen präsentiert, welche dann von Ihnen beurteilt werden sollen. Die Bearbeitung erfolgt völlig anonym, wir können keinerlei Daten auf Sie zurückführen und es erfolgen keine Einzelfallanalysen. Der Fragebogen ist für Personen aller Alters- und Berufsgruppen geeignet (ab 16 Jahren) und dauert ca. 25 Minuten. Besonders freuen würden wir uns über Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die selber einen kleinen Waffenschein besitzen oder die Beantragung in Betracht gezogen haben/ziehen. Wir danken Ihnen vielmals für Ihr Interesse und Ihre Unterstützung, dieses Thema deutschlandweit erforschen zu können. Link: https://www.soscisurvey.de/wf17/?q=base01