Dinesh, ich als Iraner kann bei dem, was du schreibst, nur den Kopf schütteln.
Der iranische Staat unterdrückt die eigene Bevölkerung seit Jahrzehnten mit Gefängnis, Folter, Gewalt gegen Protestierende und Hinrichtungen und verkauft das „im Namen Gottes“. In so einem System bedeuten Atomwaffen nicht „Sicherheit fürs Volk“, sondern vor allem Sicherheit für die Machthaber!
Du redest so, als wäre ein nuklear bewaffnetes Regime automatisch friedlicher oder legitimer. Das ist eine gefährliche Illusion.
Ja, Großbritannien und die USA haben historisch ihren Anteil daran, dass der Iran dort gelandet ist, wo er heute steht. Aber das entbindet weder das Regime noch die Gesellschaft von Verantwortung. Auch wir müssen ehrlich sein: interne Faktoren inklusive Revolution und ihrer Dynamiken waren entscheidend. Auch das ist ein Teil der Wahrheit.
Was ich außerdem grenzwertig finde: Du lebst hier in Sicherheit, Wohlstand und Rechtsstaatlichkeit, redest aber permanent von „ihr“, als wärst du nicht Teil dieser Gesellschaft und zeichnest Deutschland als „wehrlosen Haufen“ „Vasallen“. Wenn das wirklich deine Überzeugung ist: Was hält dich dann hier? Freiheit? Perspektive? Frieden? Genau das, was du gleichzeitig verachtest?
Kritik an westlicher Außenpolitik ist legitim. Aber daraus eine Propaganda-Story zu bauen, die Autokratien verklärt und Atomwaffen als Allheilmittel verkauft, ist nicht „Realismus“, sondern Ideologie.
Man man man… hätte ich mal durchgeschlafen.