Jump to content
Strawberry Orange Banana Lime Leaf Slate Sky Blueberry Grape Watermelon Chocolate Marble
Strawberry Orange Banana Lime Leaf Slate Sky Blueberry Grape Watermelon Chocolate Marble

Archived

This topic is now archived and is closed to further replies.

JohnBoy

Waffen zur Verteidigung

Recommended Posts

Habe mir erlaubt, das Folgende an das Forum Waffenrecht zu senden:

Hallo Herr Streitberger,

leider möchte ich Sie mit dieser Mail um etwas sehr kostbares anbetteln: Ihre Zeit!

Auf Waffen-online läuft (man muß schon sagen: schon wieder!) eine Diskussion, wann ein Schußwaffengebrauch aus Notwehr gerechtfertigt ist.

Der Thread ist unter

http://foren.waffen-online.dehttp://foren....o=&fpart=1&vc=1

zu finden.

Sollten Sie ein wenig Zeit erübrigen können, wäre es sicher sehr hilfreich, wenn Sie Ihre professionelle Meinung und Erfahrung ins Forum einbringen könnten, und sei es mit einschlägigen Literaturhinweisen oder Urteilen.

Ich bedanke mich schon einmal recht herzlich im voraus!

gecko

Share this post


Link to post
Share on other sites

In Antwort auf:

leider möchte ich Sie mit dieser Mail um etwas sehr kostbares anbetteln: Ihre Zeit!


Bei allem Respekt und der gebotenen Höflichkeit: Bisschen sehr unterwürfig... wenn's denn ernst gemeint ist AZZANGEL.gif

Der Thread hat, zumindest für mich, auch diesen unangenehmen, herablassend-schulmeisterlichen Beigeschmack... redface1.gif

Bitte, meine Offenheit zu entschuldigen.

Share this post


Link to post
Share on other sites

...und ich rappel jetzt mal hausmeisterlich mit dem großen Schlüsselbund....

Share this post


Link to post
Share on other sites

Außer dem geschriebenen Recht gibt es noch sowas wie ein Rechtsgefühl. Meines sagt mir, dass es sich nicht für einen anständigen Menschen gehört, einen womöglich aus Not einbrechendes armes Schwein auf der Flucht mit der versicherten Stereoanlage abzuknallen. Dieser Aspekt kommt mir hier etwas zu kurz!

Auch ich trete dem Einbrecher, sofern es die Umstände zulassen, mit der Ruger Mini 14 und einem etwas vergrößerten Magazin entgegen, allerdings in der Hoffnung, dass sich der Übeltäter ein.schei.ßt und türmt und mich dadurch vor einer traumatischen Situation bewahrt, die mich noch Jahre später verfolgen würde.

Shorty

Share this post


Link to post
Share on other sites

In Antwort auf:

Sind wir hier im Kindergarten oder unter Erwachsenen? Mann, mann...


Die Frage entbehrt einer gewissen Berechtigung nicht!

Share this post


Link to post
Share on other sites

Mannomann, war das ein Klasse-Thread.

Wie im richtigen Leben - mit allen Höhen und Tiefen. Ich habe einiges dazugelernt und das ist ja im Endeffekt wohl auch der Sinn einer solchen Diskussion.

Dem Dirk mußte ich ein paar Sternchen verpassen, weil er es schafft, sein Wissen mit viel dahintersteckender Mühe darzustellen, ohne dabei wie ein Oberlehrer zu wirken.

Aber lass dir das nicht zu Kopf steigen chrisgrinst.gif

An alle: Weiter so! icon14.gif

Share this post


Link to post
Share on other sites

@ Dirk Beckers

Nu mal Butter bei die Fische !

Bist du mental so gestrickt, dass Du einem mit Deiner - womöglich minderwertigen - Stereoanlage türmenden Einbrecher in den Rücken schiesst und damit vorsätzlich tötest ?

Shorty

PS : Bitte keine intelligenzfreien Antworten wie die mit dem Klapperstorch !

Share this post


Link to post
Share on other sites

In Antwort auf:

@kvu: welche Urteile meinst Du? Kannst Du die hier reinstellen oder mir mailen? In groben Zügen natürlich.


Ich meinte nicht unbedingt waffenrechtliche Urteile, sondern ganz allgemein solche, welche die überaus große Weltnähe und Praxisorientiertheit zumindest mancher deutschen Richter dokumentieren. Konkret fällt mir da der Fall ein, wo ein Autofahrer verknackt wurde, weil er auf der Autobahn ein Schild, das völlig zugeschneit und somit für ihn unsichtbar war, trotzdem hätte beachten müssen. Wenn Du mit einem waffenrechtlichen Problem an so einen Richter gerätst - au weia.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hallo Leute,

bevor Mike den großen Schlüssel rauskramt ( und ich dachte immer, auf die Größe käm`s nicht an.... wink.gif) mal ein bisschen "food for thoughts" das mir beim Lesen hier so einfiel.

Den Kindern wird heutzutage in der Schule jede Menge Wissen eingebläut, angefangen von Geschichtsdaten (die die meisten, solange sie nicht in irgendwelche konservativen Burschenschaften eintreten, schleunigst nach der Lernkontrolle wieder vergessen *g*), bis hin zu den Grundlagen höherer Mathematik.

Erstaunlicherweise werden jedoch Themen, die in der heutigen Gesellschaft lebensnotwendig sind, wie z.B. das wirtschaftliche Überleben in der freien, immer kapitalistischeren, Gesellschaft, oder eben Notwehrrechte geflissentlich ausgeklammert. Kein Wunder, wenn in vielen Einrichtungen selbst der Sportunterricht beschnitten wird, obwohl die Kinder heutzutage immer weniger Bewegung haben, und dies sogar in den schulärztllichen Untersuchungen mit vermehrten Haltungsschäden und Koordinationsschwierigkeiten auffällt.

Aber dennoch denke ich, sollten solche Themen Kindern und Jugendlichen plausibel von Fachleuten dargebracht werden, denn auch die Eltern sind auf diesen Gebieten oft nicht sehr bewandert. Nur meine bescheidene Meinung.

So, und hoffentlich beruhigt es sich hier wieder. Im Übrigen gebe ich Dirk durchaus Recht mit seinen Erläuterungen, auch wenn sie mal wieder etwas deutlich geäußert wurden.

Vielleicht könnt ihr euch ja auf Folgendes einigen: Die oft zitierte "Verhältnismäßigkeit der Mittel" gibt es tatsächlich nicht für Privatleute, denn die Notwehr kennt keine Rechtsgüterabwägung, sie ist jedoch eine gute Handlungs- und Entscheidungsgrundlage, so man in einer Notwehrsituation noch Zeit und Nerven dafür erübrigen kann. Oder wenn man mal drüber diskutiert.... ( übrigens auch für den Stil, in dem man diskutiert, möchte ich mal anfügen smirk.gif)

Gruß

BigBlock

Share this post


Link to post
Share on other sites

Sehr interessant, die verschiedenen Beiträge! In einer echten Notwehrsituation ist mir ziemlich egal, was in irgendwelchen schlauen Büchern steht! Und ich kenne sie ziemlich alle! Wenn der A..... so richtig auf Grundeis geht, dann werde ich mich mit ALLEN Mitteln wehren und mich wenig darum kümmern, was erlaubt oder nicht erlaubt ist. Wenn für sowas noch Zeit ist, dann ist wohl nicht viel mit "Notwehr"! Und ich denke mal, genau das wird in

einem Rechtsstaat auch so gesehen! Aufräumen und $$ wälzen werden später ohnehin die Juristen! Und wenn ich unter der Erde liege, kann mir das furchtbar egal sein! Also, was ist euch lieber, ev. Knast oder Friedhof? Muß jeder selbst entscheiden! Viel Spaß dabei! cool3.gifpissed.gifpissed.gif

Gruß Josef

Share this post


Link to post
Share on other sites
Guest

@le_sappeur

erstmal willkommen hier im Forum

Falsch (zumindest hier für D ) !!

a) nenne doch mal die Sicherheitsstufe von dem Gerät?

B) hast Du etwa die getrennte Aufbewahrung vergessen??

Verteidigung ist komischerweise hier in D verpöhnt!!

PS: Wer hat denn den Aufkleber mit dem Spruch "Vergiss den Wachhund"???

Share this post


Link to post
Share on other sites

@ Maxe2k: Falsch ist falsch!

le_sappeur hat richtig festgestellt: Rika Sensor Safe - geladen und schussbereit - wenn du wegfährst, alles brav in das dickere Kellersafe geben.

Solange der Waffenbesitzer sich in seiner Wohnung aufhält & sichert, daß kein "Unbefugter" sich an den Waffen zu schaffen macht, kann er in seinen 4 Wänden mit durchgeladener Knarre rumlaufen. Ist kein Führen im Sinne des Gesetzes !

Die Unterbringung einer schußbereiten Waffe im RIKA Spezialsafe bei Anwesenheit und die Trennung von Waffe / Munition sowie Aufbewahrung im B-Schrank bei Abwesenheit ist also vollkommen legal . icon14.gif

Inwiefern ein Richter die schnelle Perforation des Eindringlinges juristisch wertet, hängt IMHO auch vom eigenen Rechtsbeistand ab. cool.gif

Share this post


Link to post
Share on other sites

Hat eigentlich mal jemand darüber nachgedacht, dass heute organisierte Banden Einbrüche verüben? Als erstes werden die Hausbewohner aus dem Schlaf gerissen und außer Gefecht gesetzt (mit Drohungen und oft genug auch brutaler Gewalt). Die Wahrscheinlichkeit, dass man noch rechtzeitig seinen Tresor erreicht, ist minimal.

Sollte es aber doch mal so kommen, dann würde ich meine Familie in einem Zimmer 'versammeln' und die Tür notfalls mit Blei verteidigen. Die Stereoanlage im Wohnzimmer wäre mir so was von egal. Dafür habe ich eine Versicherung. Ob es jetzt eine Güterabwägung erfordert oder nicht - alleine schon mein Menschenverstand würde mich daran hindern, auf jemanden zu schießen, der mich nicht direkt angreift.

Wer auf Nummer sicher gehen will, soll sich eine (gute!) Alarmanlage anschaffen und am besten noch einen oder zwei böse Hunde. Die sind effektiver als Theorien über bewaffnete Heimszenarios, die ohnehin im Ernstfall hinfällig sind, wenn einem die Muffe geht.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Dem Führen kann ich nur zustimmen.

Es steht dazu in der Anlage 1 Abschnitt 2 Ziffer 4:

Im Sinne dieses Gesetzes führt eine Waffe, wer die tatsächliche Gewalt darüber außerhalb der eigenen Wohnung, Geschäftsräumen oder des eigenen befriedeten Besitztums ausübt. icon14.gif

Zu diskutieren ist hier nur, wann ist das alles eigen? confused.gif

Wann bin ich zu besuch? confused.gif

Share this post


Link to post
Share on other sites

@Sharps:

Völlig richtig, wäre auch meine Vorgehensweise. Kein unnötiges und gefährliches Heldentum, Deckung suchen (Verbarrikadieren im Keller oder wo man gerade ist, wenn die Zeit nicht mehr reicht). Bei der Deckung auf Position (Weg von der Tür) und Widerstandsgrad gegen Schusswaffen achten.

"Zeitgleich" sollte (Heute in fast jedem Haushalt) per Handy die Kavallerie benachrichtigt werden, dazu achte man darauf, dass dieses Handy auch griffbereit zur Hand ist (Nachttisch). Trotz Adrenalin, möglichst genaue Beschreibung der Örtlichkeit, Anzahl Täter und deren Bewaffnung sowie der eigenen Person abgeben. Nicht vergessen auch die eigene "legale" Schusswaffe zu erwähnen.

Wenn irgendwie möglich, am besten sogar den Tatort verlassen und in freiem Gelände (Deckung !!) versteckt auf dass eintreffen der hoffentlich auch darüber benachrichtigten Beamten warten. Alles sollte prima versichert sein und dass Leben, Gesundheit von Angehörigen sowie der eigenen Person sind so am allerbesten gesichert.

Jedwede Konfrontation (wenn möglich) mit den Tätern unbedingt vermeiden, aber alle erkennbaren Details so gut wie möglich einprägen (Fahndungserfolg).

Zum Thema Eigensicherung mit Waffen, grundsätzlich ist jede Waffe welche nicht innerhalb von "Zwei Sekunden" schussbereit in Anschlag gebracht werden kann völlig nutzlos (Überraschungen bei "Home/Car-jacking"). Also Waffe besser von Munition getrennt sicher im Kellersafe aufbewahren. Der normale Sportschütze ist in einer derartigen Situation (Da nicht darauf vorbereitet oder speziell ausgebildet) ohnehin völlig überfordert, denn Vorsicht, meist sind gut ausgerüstete (Kalaschnikow) Profis ohne Skrupel am Werk !! Widerstand ist daher äußerst gefährlich ...

Sollte dennoch eine legale Waffe zum Einsatz kommen (legitimes Recht des Bürgers) folgender Rat, gute Schussposition mit ausreichender Deckung aufsuchen und absolut defensiv der Dinge harren welche da auch immer kommen mögen. Auf freie Schusslinie (Querschläger, Angehörige) achten, aus taktischen Gründen auf keinen Fall nach dem oder den Eindringlingen suchen. Bei unmittelbarer Bedrohung auf eigene Position und Ausrüstung (Waffe), durch Warnschuss sowie Stoppruf unmissverständlich aufmerksam machen. Dies sollte in den allermeisten Fällen zum Abbruch des gegenwärtigen rechtswidrigen Angriffes ausreichen und den Täter in die Flucht schlagen. Wenn nicht, sollte insofern möglich (z.T. Sekundenbruchteile, Lichtverhältnisse etc.) abgewogen werden ob auch ein nicht tödlicher Schuss den Angriff wirkungsvoll stoppen kann. Heikles unterfangen, gebe ich zu, aber genau hier kommen die Kapazitäten des dafür ausgebildeten Spezialisten zum tragen, genau hier ist zumeist für den Normalverbraucher "Schluss" und er setzt aus diversen Gründen (Adrenalin, Unvermögen, FFF-Syndrom)

zum (Vielleicht !!!) vermeidbaren tödlichen Schuss an.

Abschließendes Wort, lieber keinen Illusionen über die eigenen Fähigkeiten hingeben, weg mit der Waffe in den Safe (Es sei denn, man ist Profi), Schutz suchen, Hilfe rufen, Kontakt vermeiden, warten und überleben !! Der Rest ist versichert ...

Ich möchte nicht oberlehrerhaft klingen, aber die Praxis rechtfertigt meine Angaben sehr häufig (Leider!)

Share this post


Link to post
Share on other sites

In Antwort auf:

. Heikles unterfangen, gebe ich zu, aber genau hier kommen die Kapazitäten des dafür ausgebildeten Spezialisten zum tragen, genau hier ist zumeist für den Normalverbraucher "Schluss" und er setzt aus diversen Gründen (Adrenalin, Unvermögen, FFF-Syndrom)

zum (Vielleicht !!!) vermeidbaren tödlichen Schuss an.


Und aus diesem Grund nimmt man zur Verteidigung von Schlaf-/Bade-/sonstwie Zimmer natürlich eine Vorderschaftrepetierflinte. Der erste Schuss ist leichtes Vogelschrot, die restlichen sieben sind anders geladen. Auf kurze Entfernung trifft man auch mit adrenalinzitternden Händen. Die Glock, natürlich mit Tritiumvisier, +2 Magazin und EFMJ, dient nur als Notbehelf.

Share this post


Link to post
Share on other sites

Interessanter Beitrag, aber was ist das

In Antwort auf:

FFF-Syndrom


?

Gruß

Share this post


Link to post
Share on other sites

Sehr gut geschrieben! Wenn die waffe im Tresor ist hat mann auf alle Fälle nicht die Zeit diese in einem vernünftigen Zeitrahmen zur Verfügung zu haben. Wenn man diese allerdings ur Hand hat gibt es sicher unter uns "legalen" auch diejenigen, die eine entsprchende Ausbildung haben (z.B. Polizei, BW -Häuserkampf und UN-). Diese sind sicherlich in der Lage auf die Suche nach den Eindringlingen zu gehen und diese auch gezielt unschädlich zu machen ohne diese zu töten. Und vorläufig festnehmen darf noch ein Jeder nach dem sogenannten "Jedermanns-§".

Allerdings werden gerade diese personen es sich mehrmals überlegen ob sie diesen Schritt auch tun, da die rechtliche Lage für sie riskant werden kann. Mann weiß ja nie an welechen Richter unsereins dann gerät! Also am besten den Kopf einziehen und auf gutes "Wetter" warten confused.gif

Share this post


Link to post
Share on other sites

In Antwort auf:

Völlig richtig, wäre auch meine Vorgehensweise. Kein unnötiges und gefährliches Heldentum, Deckung suchen (Verbarrikadieren im Keller oder wo man gerade ist, wenn die Zeit nicht mehr reicht). Bei der Deckung auf Position (Weg von der Tür) und Widerstandsgrad gegen Schusswaffen achten.


Dazu - wie zu weiten Teilen des restlichen Beitrags - meine Zustimmung. Dennoch seien mir ein paar Anmerkungen erlaubt:

In Antwort auf:

Also Waffe besser von Munition getrennt sicher im Kellersafe aufbewahren. Der normale Sportschütze ist in einer derartigen Situation (Da nicht darauf vorbereitet oder speziell ausgebildet) ohnehin völlig überfordert, ...


Da hast Du absolut Recht. Die meisten Sportschützen würden die Waffe in einer solchen Situation freiwillig im Keller lassen. Aber diejenigen, die - aus welchen Gründen auch immer - von ihrem Recht auf Selbstverteidigung Gebrauch machen würden, werden vom Gesetzgeber am Training entsprechender Situationen gehindert. Über die Sinnhaftigkeit dieser speziellen Eigenart des deutschen WaffG möchte mich nicht weiter auslassen ...

In Antwort auf:

... denn Vorsicht, meist sind gut ausgerüstete (Kalaschnikow) Profis ohne Skrupel am Werk !! Widerstand ist daher äußerst gefährlich ...


Das überrascht mich. Da Du zur "Trachtengruppe" gehörst, würden mich Deine diesbezüglichen Erfahrungen sehr interessieren - ggf. auch gerne per privater Mail.

In Antwort auf:

Sollte dennoch eine legale Waffe zum Einsatz kommen (legitimes Recht des Bürgers) folgender Rat, gute Schussposition mit ausreichender Deckung aufsuchen und absolut defensiv der Dinge harren welche da auch immer kommen mögen. (...)


Ich würde Deine Vorschläge um ein paar vorbereitende Massnahmen ergänzen wollen:

1. Richtige Munition zur Hand haben. Klingt trivial, aber VM in geschlossenen Räumen (gerade bei Betonwänden/-decken) kann böse ausgehen.

2. Immer mind. zwei volle Magazine bereithalten. Selbst wenn man die Waffe im Tresor lagert, ist dieser immer noch schneller offen als ein Magazin geladen.

3. Auch und gerade wenn man ansonsten nur eher "gemütliche" Disziplinen schiesst: Wer auch nur in Erwägung zieht, die Waffe im Notwehrfall einzusetzen, sollte das schnelle Zielen, die schnelle Beseitigung von Störungen, das schnelle Wechseln von Magazinen etc. zumindest sporadisch üben.

In Antwort auf:

Wenn nicht, sollte insofern möglich (z.T. Sekundenbruchteile, Lichtverhältnisse etc.) abgewogen werden ob auch ein nicht tödlicher Schuss den Angriff wirkungsvoll stoppen kann. Heikles unterfangen, gebe ich zu, aber genau hier kommen die Kapazitäten des dafür ausgebildeten Spezialisten zum tragen, genau hier ist zumeist für den Normalverbraucher "Schluss" und er setzt aus diversen Gründen (Adrenalin, Unvermögen, FFF-Syndrom) zum (Vielleicht !!!) vermeidbaren tödlichen Schuss an.


Ich denke, diese Abwägung ist illusorisch. Adrenalin, schlechtes Licht, ein bewegliches Ziel, mangelndes Training - da kann man froh sein, wenn man "center of mass" trifft. In der Praxis wird es wohl eher darauf hinauslaufen, dass man - wenn irgendwie möglich - gar nicht schiesst oder eben nur dann schiesst, wenn das eigene Leben unmittelbar massiv bedroht ist - und dann ist es juristisch und moralisch auch ziemlich wurscht, ob's den Angreifer erwischt oder nicht.

In Antwort auf:

Abschließendes Wort, lieber keinen Illusionen über die eigenen Fähigkeiten hingeben, weg mit der Waffe in den Safe (Es sei denn, man ist Profi), Schutz suchen, Hilfe rufen, Kontakt vermeiden, warten und überleben !! Der Rest ist versichert ...


Recht hast Du! (Wie gesagt: Gilt m.E. alles nur, wenn es nur um Sachwerte geht. Wenn's um Leib und Leben geht, sieht die Sache anders aus. Schade, dass man dank WaffG in diesem Fall auf sein "Amateurwissen" angewiesen ist.)

Share this post


Link to post
Share on other sites

@gsgmember

es hilft m.e. auch vieles zu vermeiden oder abzuschwächen, wenn man das eigene verhalten im alltag immer wieder zu überprüft, ob man sich leichtsinnig oder provokativ irgendwelchen gefahren aussetzt, das eigene heim optimal gesichert und vor allem wenn man sich vorher gedanken macht was tue ich wenn.

ich bin der meinung, dass der entschluss sich zu wehren oder zu ergeben absolut situationsabhängig ist. solange eine gefahrlose (!) flucht möglich ist, ist dies sicher der richtige weg - ist dies nicht mehr möglich hilft nur noch entschlossene (!) gegenwehr.

hierbei spielt es meiner ansicht nach keine rolle wo und mit was man angegriffen oder bedroht wird.

erfolgreiche gegenwehr setzt aber voraus, dass ich, sollte es dazu kommen, entschlossen und ohne von überlegungen wie: "was passiert mit dem angreifer" oder "was sagt der gesetzgeber dazu wenn ich mich wehre" gehemmt bin.

diese überlegungen sind oftmals der grund, dass rechtschaffene bürger das nachsehen gegen gewaltbereite individuen haben, die sich um so etwas keine gedanken machen.

In Antwort auf:

grundsätzlich ist jede Waffe welche nicht innerhalb von "Zwei Sekunden" schussbereit in Anschlag gebracht werden kann völlig nutzlos


gemäss unserer idiotischen gesetzgebung (in bezug auf die aufbewahrung) ja leider fast unmöglich pissed.gif

In Antwort auf:

Vorsicht, meist sind gut ausgerüstete (Kalaschnikow) Profis ohne Skrupel am Werk !! Widerstand ist daher äußerst gefährlich ...


nicht minder gefährlich als, sollte flucht nicht möglich sein, frau, kind und sich selbst auf gedeih und verderb dem "wohlwollen" solcher individuen auszuliefern

In Antwort auf:

setzt aus diversen Gründen (Adrenalin, Unvermögen, FFF-Syndrom) zum (Vielleicht !!!) vermeidbaren tödlichen Schuss an.


ich stelle mal ganz provokant die frage, inwieweit das leben eines verbrechers, der willentlich das leben eines anderen, unbescholtenen menschen bedroht, überhaupt schützenswert ist?

und noch was: in der regel überfallen "profis" mit kalaschnikows keine "normalbürger".

ich bin überzeugt, dass viele gelegenheitsgauner oder einbrecher vorsichtiger wären oder sich ihr vorhaben nochmals überlegen würden, wenn sie mit gegenwehr zu rechnen hätten. in der momentanen situation müssen sie dies jedoch nicht und können, in den meisten fällen, sicher sein ihr vorhaben erfolgreich durchzuführen.

was mich in diesem zusammenhang unsäglich anko..t ist der ruf DER politiker nach "zivilcourage der anständigen", die genau diesem personenkreis jegliche selbstverantwortung absprechen und "entwaffenen" will puke.gif

Share this post


Link to post
Share on other sites

@cetus, wenn das sowas wie ein "in diesen beiden (3?)Posts sind 7 Fehler eingebaut, finden sie diese"-Rätsel sein soll, wäre das vielleicht beser in OT aufgehoben, finde ich... *grübel* wink.gif

Gruß

BigBlock

Share this post


Link to post
Share on other sites

In Antwort auf:

@cetus, wenn das sowas wie ein "in diesen beiden (3?)Posts sind 7 Fehler eingebaut, finden sie diese"-Rätsel sein soll, wäre das vielleicht beser in OT aufgehoben, finde ich... *grübel*
wink.gif

Gruß

BigBlock


Und darum wurden die beiden letzten auch gelöscht. Da hat er wohl den falschen Knopf erwischt oder einen Tatterich gehabt. smile.gif

Share this post


Link to post
Share on other sites

Cetus, kann deinen Ausführungen voll und ganz zustimmen, besonders...

In Antwort auf:

nicht minder gefährlich als, sollte flucht nicht möglich sein, frau, kind und sich selbst auf gedeih und verderb dem "wohlwollen" solcher individuen auszuliefern

In Antwort auf:

--------------------------------------------------------------------------------

setzt aus diversen Gründen (Adrenalin, Unvermögen, FFF-Syndrom) zum (Vielleicht !!!) vermeidbaren tödlichen Schuss an.

--------------------------------------------------------------------------------

ich stelle mal ganz provokant die frage, inwieweit das leben eines verbrechers, der willentlich das leben eines anderen, unbescholtenen menschen bedroht, überhaupt schützenswert ist?


Und, so provokativ finde ich die Frage garnicht; der finale Schuss muss nicht das Ziel sein, darf aber m.E. billigend in Kauf genommen werden, um den gewünscheten Schutzeffekt zu erzielen. ak47.gif

Share this post


Link to post
Share on other sites

@Glock-Fan:

O.K., noch ein paar Anmerkungen zum Sachverhalt "Legaler Schusswaffeneinsatz" in Tateinheit mit "Notwehr".

Die Idee mit dem Vorderschaftrepetierer incl. erstem Schuss in feiner Garbe ist in der Tat eine gute Alternative für den ersten Treffer unter Adrenalin zu erzielen. Nachteil, sperrige Waffe, nicht sofort wieder schussbereit (z.T. problematischer Repetiervorgang erforderlich), auf kurze Distanz ist der Streukreis nicht so gross wie man denkt (Also zielen durchaus notwendig). Durch die größeren Abmessungen der Waffe, will ein taktischen Vorgehen mit dem Teil durchaus erlernt sein (Mehr Sicherheitsabstand nötig), da die Gefahr der (Entwendung, Ablenkung) durch den Angreifer gegeben ist, Folge = Tod, Verletzung = Game over.

Der Kurzwaffe mit mehreren vorgeladenen griffbereiten Magazinen incl. Tipp-Taschenlampe in der linken Hand (Technik sollte bekannt sein ...) ist in diesem Zusammenhang klar den Vorzug zu geben. Da EFMJ-Munition für den Privatmann verboten (beste Alternative), ggf. Lapua-Cepp verwenden, auf jeden Fall Munition, welche die Gefahr von Querschlägern durch kontrollierte Deformation minimiert.

Aufgrund besserer Führigkeit der Kurzwaffe, kann auch der weniger geübte flexibler auf unerwartete Situationen reagieren (Taktisch) und einen möglichen Fehlschuss lediglich durch erneutes betätigen des Abzuges (eventuell !!) noch korrigieren. Magazinwechsel unter Stress (Zeitdruck) unbedingt trainieren, bei manchen Waffen muss mit der linken Hand gezogen werden weil dass Magazin zum Teil gewollt (Militärstrategie gegen Verlust im Feld) klemmt (Entscheidende Sekunde).

Des weiteren sollte man sich etwas Zeit für taktische Erwägungen innerhalb der eigenen vier Wände nehmen (tote Winkel, "wie nähere ich mich einem Objekt, Treppe, Türe etc.) sowie einen darauf aufbauenden perönlichen Notfallplan erstellen. Man merke, im Fall der Fälle funktionieren nur reflektorische (bereits im Vorfeld durchdachte und trainierte) Handlungen ausreichend sicher und schnell. Regel Nr.1, muss ich zu lange denken, habe ich verloren !! Regel Nr.2, wer die Waffe zuerst schussbereit in Anschlag bringt, besitzt ggf. "den" entscheidenden Zeitvorteil. Regel Nr.3, versuche Ruhe zu bewahren und konzentriere dich auf die Motorik (Waffe, Deckung, Gegner).

Regel Nr.4, beschränke dich als nicht geübter auf die Verteidung deiner Stellung in hoffentlich guter Deckung und warte auf die hoffentlich gerufene Kavallerie (Verstärkung).

Um Missverständnissen vorzubeugen, wir alle hoffen, dass uns eine derartige Situation nie widerfahren wird. Die obigen Ausführungen stellen nur Grundlagen dar, welche ggf. präzisiert und ständig gut trainiert sein wollen (kein Allheilmittel für "Möchte-Gern-Rambos").

Zum Thema "Klientel bei Einbruch/Diebstahl".

Der "normale" Einbrecher ist sicherlich wie auch schon von mir erwähnt, lediglich durch Drohungen mit der Schusswaffe zur Flucht zu bewegen. Die Schusswaffe ist dazu meist noch nicht einmal notwendig, Lärm und Hilferufe reichen schon. Die Zugriffszeit des "normalen Einbrechers" findet entgegen landläufiger Meinung nach guter Observierung des Opfers überwiegend zur Tageszeit (vermutete Abwesenheit) statt. Dies ist daß am wenigsten gefährliche kriminelle Klientel mit einem hohen Anteil von unprofessionellen Gelegenheitstätern welche durch geeignete mechanische Sicherungsmaßnahmen bereits im Vorfeld zur Aufgabe gebracht werden können. Vorsicht ist aber durchaus angebracht, wenn diese Leute beim Fluchtversuch in die Enge getrieben werden.

"Car/Home jacking" ist eine völlig andere Klientel mit anderen Ambitionen. Meist professionelle im Ausland beheimatete (Holland, Belgien) gut ausgerüstete (Kalaschnikow, etc.) Profis (Kosovo Albaner, Ost-Europäer).

Ihr Ziel ist die Entwendung von Auto-Schlüsseln, Scheckkarten und sonstigen höherwertigen Dingen. Diese Leute sind gut organisiert und skrupellos. Sie machen ggf. auch rigoros von der Schusswaffe gebrauch. Die Objekte werden ebenfalls im Vorfeld selektiert (lukrative Objekte in besserer Wohnlage mit hochwertigen Fahrzeugen).

Die Anwohner (Opfer) werden meist im Schlaf (02:00-05:00 Uhr Nachts) überrascht und mit Waffengewalt zur Herausgabe von Wagenschlüsseln und Wertgegenständen gezwungen. Selbst daß Öffnen von Tresoren im Keller sowie Geheimnummern von Scheckkarten werden mittels Gewalt erzwungen. Topologisch sind überwiegend Gebiete in der Nähe von Autobahnen (A4 etc.) betroffen. Dies bietet den Tätern die Möglichkeit zur schnellen Flucht (benutzen leistungsstarke Fahrzeuge) über die Grenze nach (Belgien, Holland, Polen etc.) um sich dem Zugriff zu entziehen. Die dortigen Liegenschaften, welche zur Verwertung der gestohlenen Fahrzeuge dienen, sind paradoxerweise behördlich (Holland) bekannt. Abstellmaßnahmen wurden laut Aussage der lokalen Behörden initiiert (Mal sehen ...). Von dort werden die Fahrzeuge auf nimmerwiedersehen in den Osten verschoben. Geringe Wahrscheinlichkeit der Wiederbeschaffung durch z.T. mangelnde Kapazitäten und/oder Kooperation.

Durch die entsprechend hochwertigen Diebesgüter resultiert eine erhebliche Gewaltbereitschaft seitens der Täter. Es ist also bei dieser Klientel allergrößte Vorsicht geboten. Am besten keinen Widerstand leisten, alles herausgeben, möglichst viele Details einprägen (Fahndungserfolg) und froh sein überlebt zu haben. Ich wiederhole, dies sind echte Profis und nichts ist mehr Wert als daß eigene Leben !!

Share this post


Link to post
Share on other sites

×
×
  • Create New...

Important Information

Terms of Use
Privacy Policy
Guidelines
We have placed cookies on your device to help make this website better. You can adjust your cookie settings, otherwise we'll assume you're okay to continue.