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Shooting Chrony


inst200
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Hallo WO´ ler,

leider findet man wenig über Geschwindigkeitsmessgeräte. Meist nur Befürworter oder ,noch öfter, Gegner bestimmter Produkte.

Daher möchte ich meine Eindrücke zur Verfügung stellen, Fragen hierzu beantworte ich gern.

 

Es handelt sich um einen Shooting Chrony, Alpha Master.

Das Gerät besitzt eine separate Anzeige, die mittels eines 5 mtr. langen Kabel an das Gerät angeschlossen wird und als Fernbedienung fungiert.

Ein Gewinde zur Montage an handelsüblichen Stativen, für Spektive oder Kameras, ist vorhanden.

Der Chrony selber ist zusammenklappbar und nimmt platzsparend die Fernbedienung auf. Weiterhin liegen dem Chrony zwei Diffusoren, bestehend aus jeweils 3 Teilen und 8 Stangen in zwei unterschiedlichen Längen zur Befestigung der Diffusoren bei.

Die Diffusoren können mittels der Stangen als kleines Dreieck oder als grosses Dreieck über dem Chrony montiert werden, durch die dreiteiligen Diffusoren ist deren Länge variabel. Ja nachdem wie weit das Gerät von der Mündung weg steht oder nach Art der verwendeten Waffe, macht eine größere Fläche Sinn.......

Unter freiem Himmel, bei entsprechenden Lichtverhältnissen müssen nicht unbedingt Diffusoren montiert werden.

Indoor oder bei „schlechtem“ Licht benötigt das Gerät eine externe Lichtquelle. Diese habe ich mir nach Anregungen diverser amerikanischer Foren selber gebaut.

Eigentlich müssen nur die Diffusoren mit konstantem Licht ( nicht flackernd ) von oben beleuchtet werden, damit die Fotozellen eine Lichtveränderung beim Überfliegen des Projektils erkennen.

Hierzu habe ich zwei einfache LED Lampen aus dem Baumarkt mit Hartschaumplatten umgeben und auf die Diffusoren aufgesteckt.

Kosten unter 10 Euro.

Funktioniert und da batteriebetrieben, wie auch der Chrony selber ( 9V Block ), ist das Ganze mobil einsetzbar.

Der Messereich ist relativ begrenzt. Das Geschoss muss direkt über die Fotozelle fliegen, schräg oder vorbei produziert Fehler, ebenso zu hoch. Zu tief ist auch schlecht........

Am besten eignet sich ein Bereich von 7-15 cm oberhalb der Halterungen der Fotozelle. In der Breite ab Mitte der Fotozelle ist bei ca.6 cm nach rechts und links die Grenze.  ALso ein Rechteck von 8X12 cm. Auch ausserhalb dieses Bereiches kann die Messung funktionieren, jedoch habe ich mit den von mir gesteckten Maßen so gut wie keine Fehlmessungen mehr.

 

Klingt recht eng, ist in der Praxis jedoch vollkommen OK und einzuhalten, besonders wenn von einer Auflage aus geschossen wird.

 

Daher habe ich eine Pappe zurechtgeschnitten, die ich als Zielhilfe nutze und in einen Spalt vor der ersten Fotozelle einstecke, um

1.)   den Chrony nicht zu erschießen

2.)   vergleichbare Bedingungen zu schaffen

3.)   beide Fotozellen in einer Flucht längs zu überfliegen, Funktionssicherheit herzustellen.

 

Bei Verwendung der größeren Diffusoren, nutze ich eine etwas höhere Pappe.

Besonders wichtig bei Langwaffen unter Verwendung eines Glas oder vergleichbarer Optik. Hier liegt die Visierlinie deutlich über der Laufachse, so dass u.U. das Geschoss in den Chrony einschlägt. Hier gilt es zwingend die tatsächliche Flugbahn zu berücksichtigen.

 

Die Pappe dient nicht als Ziel sondern der Tiefenbegrenzung und mittigen Ausrichtung.

Alternativ  können Makierungen an den Stäben in der gewünschten Höhe angebracht werden um einen selbst ermittelten Meßbereich einzuhalten; eben um die Fehlerquote zu minimieren.

 

Das Gerät macht was es soll.

Ich habe zunächst mit einer Luftpistole, mit und ohne Diffusoren, sowie mit künstlicher Beleuchtung getestet, bei welcher die vom Hersteller angegebene Geschwindigkeit der Luftdruckwaffe als Referenz herangezogen wurde.

Die Ergebnisse wichen im Durchschnitt nicht von den Herstellerangaben ab, bzw. zeigten unter allen Bedingungen im Durchschnitt gleiche Werte.

 

Das Gerät gibt die Geschwindigkeit für jeden einzelnen Schuss, min. und max. Geschwindigkeit m/s oder fps, Durchschnitt, Abweichung, usw. an. Der Speicher löscht sich nach dem Ausschalten bzw. kann manuell geleert werden. Max. können Daten für 32 Schuss zusammenhängend aufgenommen werden, danach werden Daten überschrieben oder die Daten müssen für eine neue Reihe gelöscht werden. D.h. die Resultate müssen notiert werden. Alternativ kann ein entsprechender Drucker angeschlossen werden.

 

Eine gute Beschreibung bietet der Hersteller in diversen Sprachen auf seiner Homepage.   http://www.shootingchrony.com/dutch_manual_ASC&AMC.htm

 

Alles in allem bin ich zufrieden. Selbst der Bau der Beleuchtung ist recht simpel und kostengünstig. Shooting Chrony bietet jedoch selber eine Beleuchtung an; muss jeder für sich entscheiden.

 

Leider wird das Teil "nur" in einer Pappschachtel geliefert, so dass ich zur Aufbewahrung und Transport auf einen kleinen mit Schaumstoff ausgeschlagenen Maschinentkoffer zurückgegriffen habe.

 

Die Verarbeitung des Chrony ist einfach gehalten, aber funktional. Besonders der Umstand, das Gerät zusammenzuklappen vereinfacht den Transport erheblich.

Letztendlich macht der Chrony genau das, wofür er gebaut wurde.

 

Gruß Inst200

 

WO1.jpg

 

 

 

 

 

 

Edited by inst200
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Ich mag meinen.

Hat sogar einen Treffer 7,62x53R vertagen, eigentlich unmöglicher Flugweg, aber naja.

Transport in einer mit Schauplatten ausgekleideten Werkzeugbox.

 

Könntest Bilder der LED Beleuchtung einstellen und Bezugsquelle nennen?

Sowas brauch ich auch noch :)

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Zitat

Könntest Bilder der LED Beleuchtung einstellen und Bezugsquelle nennen?

Sowas brauch ich auch noch :)

 

einfach zwei LED Streifen auf die Diffusoren kleben und ein 12V Netzteil dran, geht auch super und kostet nichtmal nen Zehner,.......

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Ich habe aus dem Baumarkt zwei längliche LED Lampen ( diese Touch Dinger ) für zwei Euro irgendwas beschafft.

 

Eine Hartschaumplatte passend zur Farbe des Chrony ( 2,55 Euro )

 

Ein Alu Rohr 6mm Durchmesser ( 1,55 Euro )

 

Die Platten habe ich auf das Maß 180X60 mm gebracht, dar Rohr auf 60mm 8 Stücke.

 

In die Platten habe ich entsprechend Bohrungen gesetzt.  Durch die Bohrungen das Rohr mit Nieten befestigt.

Je nach Abmessung der Leuchte müssen die Röhrchen entsprechend angebracht werden.


Zwischen den Rohren wurde die Leuchte mit Panzerband fixiert und der Optik wegen mit Aluband überklebt.

Material alles Baumarkt, Grabbelkiste usw., einfachste Mittel eben.

 

Dadurch, dass die Hartschaumplatte etwas auf Spannung steht, klemmt sich die Konstruktion selber auf dem Diffusor fest.

War zwar nicht so geplant, aber ist ein wilkommener Nebeneffekt.

 

Wenn die Leuchte eingeschaltet ist, stecke ich diese einfach auf. Das "Glas" liegt auf dem Difusor auf.

 

WO5.jpgWO6.jpgWO7.jpg

 

wo9.jpg

 

 

Gruß Inst

 

 

 

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