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IGNORED

Freitag, 20:15 "Waffen sind mein Leben" auf 3SAT


zitteraal
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Zur Info:

Waffen sind mein Leben

Film von Julia Friedrichs und Nicol Ljubic

Freitag, 26. April 2002, 10.46 Uhr: Robert Steinhäuser betritt das Gutenberg-Gymnasium. Auf dem Jungenklo zieht er sich eine schwarze Gesichtsmaske über. Er hängt sich seine Pumpgun um und bewaffnet sich mit einer großkalibrigen Pistole. Zeitgleich, in Berlin: Der CDU-Innenexperte Erwin Marschewski steht am Rednerpult im Bundestag und sagt: "Dass Jäger, Schützen und Waffensammler gesetzestreue Bürger sind, ist bekannt." Es ist die Debatte zur Novellierung des Waffengesetzes. An diesem 26. April vor fast elf Jahren trennten sie nur gut 300 Kilometer. Auf der einen Seite Politiker, die als Vertreter der Lobby von Schützen, Jägern und Waffen-Herstellern auftreten. Auf der anderen Seite der Junge, der schießen lernte und diese Waffe kaufte, um Menschen zu töten. "Wir erlauben den Besitz von Waffen trotzdem mit einer Sorglosigkeit, die ich nicht verstehe", sagt Jürgen Brenneke. Er war zwölf Jahre lang Leiter des Referats für Waffenrecht im Bundesinnenministerium, diente vier Ministern. In dieser Zeit hat er erlebt, wie alle Versuche, das Waffenrecht ernsthaft zu verändern, scheiterten. Waffenlobby - immer liest und hört man von ihr. Die Waffenlobby aber bleibt ominös und abstrakt. Wie gelingt es ihr durchzusetzen, dass es weiterhin rund zehn Millionen Waffen in Privatbesitz gibt? Wie kann sie durchkämpfen, dass Schützen mit Großkaliberpistolen oder umgebauten Kriegswaffen schießen dürfen?

Die Dokumentation "Waffen sind mein Leben" suchte über ein Jahr lang nach Spuren dieser Waffenlobby.

(ARD/WDR)

Mit besten Grüßen

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... mit einer Sorglosigkeit, die ich nicht verstehe", sagt Jürgen Brenneke. ...

:lazy:

Ja, schön.

Es gibt hier einige, die haben seit der Erstaustrahlung in der Sig oder im Avatar was von wegen "Fremde Heere Mitte" stehen.

Einfach mal drauf achten.

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"....Schützen mit ...umgebauten Kriegswaffen schießen dürfen?"

Oh heilige Ahnungslosigkeit und Einfalt!

"Die Dokumentation "Waffen sind mein Leben" suchte über ein Jahr lang nach Spuren dieser Waffenlobby."

Wenn sie sie gefunden haben, bitte mitteilen... wir suchen sie auch schon eine Weile....

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"Wir erlauben den Besitz von Waffen trotzdem mit einer Sorglosigkeit, die ich nicht verstehe", sagt Jürgen Brenneke.

"Waffen sind demnach Gegenstände, die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sind, zur Befolgung der Gesetze zu dienen."

Ich versteh auch nicht, mit welcher Sorglosigkeit dieses Land solche Leute beschäftigt hat.

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Waffen sind demnach Gegenstände die ihrem Wesen nach dazu bestimmt sindzur Befolgung der Gesetze gegen Bürger eingesetzt zu werden. Dabei kann es beim bestimmungsgemässen Gebrauch zur Verteidigung (Durchsetzung) der Rechtsordnung auch zur Tötung des Rechtsbrechers kommen.

So sieht das vollständige Zitat aus!

Merke:

Aktiver Einsatz von Schusswaffen gegen Bürger, keine Selbstverteidigung!

Grüsse,

Colti

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Für alle, die den Spruch von Brennecke nicht kennen, hier das Zitat:

Zitat Jürgen Brennecke, Ministerialrat a.D.:

"Die Polizei des Bundes und der Länder haben 350.000 Feuerwaffen. Auf der anderen Seite gibt es Privatpersonen - Jäger, Sportschützen insbesondere - die über 7 Millionen Feuerwaffen, das heißt: auch Gewehre, Pistolen, Revolver besitzen. Das ist quasi...äh... ein Heer ist das gegenüber den Waffen, die es bei den Polizeien des Bundes und der Länder gibt. Und im Dritten Reich gab es die Fremden Heere Ost, heute würde ich sagen, gibt es die Fremden Heere Mitte, die unter uns weilen."

Dazu fällt einem natürlich einiges ein.

1. Fühle ich mich als Jäger in D keinem "fremden Heer" zugehörig. Im Gegenteil, habe als Wehrpflichtiger brav meinen Wehrdienst im "eigenen Heer" geleistet.

2. Seit wann führt die Polizei Krieg gegen "fremde Heere"?

3. Wenn man sich auf den Vergleich einlassen würde bitte ich die Bewaffnung der Bundeswehr miteinzubeziehen. Und gegen deren schweren Waffen (Panzer, Artillerie, Minen, Flugzeuge etc.) ist das gemeine Volk in Form eines Jägers dann doch noch untermotorisiert, oder?

Was mich am meisten ärgert ist, dass solche geistigen Tiefflieger als Ministerialrat a.D. viele tausend Euro monatliche Rente kriegen, die von den sogenannten Heeresangehörigen bezahlt werden.

Edited by Hinnerk
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Zitat Jürgen Brennecke, Ministerialrat a.D.:

"Die Polizei des Bundes und der Länder haben 350.000 Feuerwaffen. Auf der anderen Seite gibt es Privatpersonen - Jäger, Sportschützen insbesondere - die über 7 Millionen Feuerwaffen, das heißt: auch Gewehre, Pistolen, Revolver besitzen. Das ist quasi...äh... ein Heer ist das gegenüber den Waffen, die es bei den Polizeien des Bundes und der Länder gibt. Und im Dritten Reich gab es die Fremden Heere Ost, heute würde ich sagen, gibt es die Fremden Heere Mitte, die unter uns weilen."

Dazu fällt einem natürlich einiges ein.

...

Mir fällt dazu noch was grunsätzlicheres ein. Der Mann betrachtet das eigene Volk als "fremd" und es steht in seinem Weltbild anscheinend so selbstverständlich in einem antagonistischen Verhältnis zur bewaffneten Staatsmacht, dass ihm nicht mal einfällt zu begründen, warum Waffen im Volk ein Problem darstellen sollten. Das versteht sich für ihn von selbst. Offenbar hat er ein Staatsverständnis verinnerlicht, in dem der Staat nicht Diener des Volkes ist sondern sein Gegner, und niemand bei klarem Verstand wird zulassen, dass sich sein Gegener bewaffnet.

Ein Staatsdiener ist er also, aber mit Sicherheit kein Diener des Volkes. Er betrachte das eigene Volk sozusagen als "Besatzungsmacht", die den Staat bedroht. Auf genau auf diesem Staatsverständnis basiert auch der leidige Grundsatz "So wenig Waffen wie möglich ins Volk" des Gesetzgebers. Das ist so ungeheuerlich, dass die meisten Leute es nicht wahhaben wollen.

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Er betrachte das eigene Volk sozusagen als "Besatzungsmacht", die den Staat bedroht.

Man könnte den Satz auch durchaus in diesem Kontext umgekehrt formulieren.

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Auf den "offiziellen" Seiten findest Du natürlich nichts mehr, das Ding war Visier anno 2001 aber einen ganzen Artikel wert (Mit teilweisem Abdruck des Schriftstücks):

http://kuhn24.net/Brenneke_Durchsetzung.pdf

Verfaßt und formuliert hat diesen Entwurf das Referat Waffenrecht im Bundesinnenministerium unter Federführung eines gewissen Ministerialrats Jürgen Brenneke

Colti

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Zum guten Glück ne Wiederholung, Freitagabend gibt es sicherlich etwas besseres im Fernsehen.

Si. Wolfsburg - Bayern München auf Sky.

Das meiste zum Thema Waffen im TV kann man getrost vergessen.

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Nachdem uns sowieso von den meisten Fernsehprogrammen nur noch niveauloser Einheitsbrei zugemutet wird, sollte sich wirklich niemand mehr wundern, wenn ausgerechnet zum Thema "Waffen" die Messlatte noch einmal deutlich abgesenkt wird. Mein Tipp: Kiste aus - an die frische Luft und tief durchatmen.

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Diese Filme interessieren doch nur Leute, die selbst mit Waffen umgehen oder daran Interesse haben.

Der größte Teil der Desinterressierten schaut sich den Mist erst gar nicht an.

Wer von uns würde sich einen Film über Briefmarken anschauen, wenn er dazu keinen Bezug hat.

Ich nicht. :dirol:

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Hallo Leute,

hab das ding (den Bericht) noch nie gesehen, soll ich etwar durch meine neugierde als unterstützer der Quote auftreten?

Dachte mir einfach, brauchst du das?

Falls aber doch jemand die mächtige Waffenlobby gefunden haben sollte, würde ich mich über eine Nachricht darüber freuen.

Waffenlobby gibt es es, die wird aber eher tätig bei Waffen (zb. Schiffe für 1,5 Milliarden) fürs Ausland aber wegen ein paar Sportschützen und Jägern mit ein paar Millionen Umsatz..........

Grüße

Schorni

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Die Schützenfamilie Ebenhöh sind doch die beste Werbung für unsere Sache! Da kann der demagogische Bericht noch so viel Stimmung für noch schärfere Gesetze machen, die Schützen, die im Film auftreten zeigen wie's in Wirklichkeit ausschaut. Nämlich daß wir LWB keine Psychos mit "Mordwaffen" sind, sondern ganz einfache gesetzestreue Bürger.

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