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IGNORED

Je 10.000 Autos tötet jährlich eines. Aber nur eine von 300.000 Schusswaffen.


Katja Triebel

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Anschreiben an die Bundesabgeordneten:

Am 19. Juni 2009 soll bei der Änderung im Sprengstoffgesetz gleichzeitig das Waffengesetz verschärft werden, um zukünftige Amokläufe zu verhindern.

Wer sich mit dem Waffenrecht nicht auskennt und auch keine Waffen im Haus hat, wird alle unten genannte Thesen gutheißen, insbesondere da die Medien, das Aktionsbündnis Winnenden und einige Regierungsparteien ein totales Waffenverbot als Mittel gegen zukünftige Amokläufe anpreisen. Doch der Umgang von Staat und Gesellschaft mit dem privaten Waffenbesitz ist ein guter Indikator dafür, wie freiheitlich ein Land ist.

Die Auseinandersetzung um ein liberales Waffenrecht ist also immer auch ein Kampf um die Freiheit.

Ich bitte Sie daher, die öffentliche Medienhetze nicht zu beachten, sondern im Sinne unseres Grundgesetzes zu handeln.

Die Thesen 1-4 lassen sich statistisch widerlegen und verstoßen gegen den Artikel 2 (1) des Grundgesetzes (s.u.).

Die These 5 muss - im gegenseitigen Einverständis mit dem Aktionsbündnis Winnenden - mittelfristig umgesetzt werden.

These 1:

Die massive Verbreitung und Präsenz von funktionsfähigen legalen Schusswaffen in Privatwohnungen ist eine Gefahr für das Leben und die Sicherheit.

Gegenthese: Weniger Waffen bedeutet nicht mehr Sicherheit.

These 2:

Da 95% der Amokläufe mit Schusswaffen mit legalen Waffen begangen wurden, ist der legale Besitz einzuschränken.

Gegenthese: Die beiden deutschen Amokläufer hatten keine legalen Waffen (lt. dem aktuellem Waffenrecht)

These 3:

Durch ein Verbot von großkalibrigen Waffen für Privatpersonen und ein Verbot von Faustfeuerwaffen in privaten Haushalten können zukünftig Amokläufe verhindert werden.

Gegenthese: Auch ohne Legalwaffen gibt es Amoktaten.

These 4:

Waffen sind für sich schon “böse”.

Gegenthese: Je 10.000 Autos tötet jährlich eines. Aber nur eine von 300.000 Schusswaffen..

These 5:

Bundestag und Bundesregierung stehen nach dem Amoklauf von Winnenden in der Verantwortung, den Ursachen für dieses unfassbare Verbrechen nachzugehen und die erforderlichen und geeigneten Konsequenzen zu ziehen.

Gegenthese 1: Weniger Waffen bedeutet nicht mehr Sicherheit.

  • Es ist statistisch erwiesen, dass von legalen Waffen nur in verschwindend geringem Maße Straftaten ausgehen: In nur drei Prozent aller Straftaten werden Legalwaffen eingesetzt. Zweitens zeigen insbesondere Länder mit besonders restriktivem Waffenrecht wie z.B. Großbritanien oder Australien im Gegenteil einen Anstieg der Gewaltkriminalität nach Verschärfung des Waffenrechtes.
  • England: Nach dem Amoklauf 1996 wurden alle Kurzwaffen und viele Langwaffen verboten (Waffenbann). Mittlerweile sind sogar die in Deutschland ab 18 Jahre frei erhältlichen Schreckschuss- und Luftdruckwaffen verboten. Doch die Gewaltkriminalität ist dort regelrecht explodiert : plus 80% !. England und Wales haben mittlerweile Europas höchste Rate an Gewaltverbrechen, die sogar die amerikanische Rate übersteigen. (19 +22)
  • USA: Seit 1995 wurden in vielen Bundesstaaten die Waffengesetze stark gelockert und "right to carry" Gesetze eingeführt. (Die Bürger dürfen nicht nur Waffen legal besitzen, sondern auch geladene Waffen mit sich führen.) Der Gebrauch von Schusswaffen bei Straftaten ging merklich zurück.
  • Russland: In den 60er und frühen 70er Jahren waren Waffen in der Sowiet-Union für Privatleute verboten, trotzdem war die sowietische Mordrate viermal höher als in den waffenstarken USA.
  • Europa: Norwegen, Finnland, Deutschland, Frankreich und Dänemark haben viele legale Waffenbesitzer. Trotzdem sind deren Mordraten niedriger als in Staaten mit geringem Waffenbesitz. In Luxemburg, wo Kurzwaffen (wie die Beretta von Winnenden) total verboten sind und nur wenige Besitzer anderer Waffentypen leben, ist die Mordraten neunmal höher als in Deutschland (9)
  • Innerhalb eines Landes: Entgegen These 1 zeigen die Tabellen (10) und (11), dass innerhalb eines Landes dort die Gewaltverbrechen am niedrigsten sind, wo die höchste legale Waffendichte herrscht. Dies bedeutet jedoch nicht in jedem Staat, dass hohe legale Waffendichte Gewaltverbrechen verhindern. Die sozialen und kulturellen Hintergründe einer Staatsform sind hier von größter Bedeutung.
  • Generell: Es gibt keine Relation zwischen Waffenbesitz und Mordraten:
  • Beim Vergleich von Mord und Selbstmordraten von 36 Nationen (inkl. USA) in der Zeit von 1990-1995 zum legalen Waffenbesitz gab es keine signifikaten Verbindungen (weniger als 5%) zwischen legalem Waffenbesitz und Mord. (41) Demensprechen kam auch eine spätere europäische Studie mit Daten von 21 Nationan zu keiner bedeutenden Relation zwischen legalem Waffenbesitz und Mord/Selbstmord-Raten. (42)

Gegenthese zu 2: Nach der Waffenrechts-Änderung 2003 haben Robert Steinhäuser und Tim Kretzschmar keine legale Waffen besessen.

R. Steinhäuser hätte unter heutigem Recht keinen Waffenbesitz erwerben können.

T. Kretzschmar hat sich illegal die Waffen seines Vaters angeeignet.

Daher haben sie - nach heutigem Recht - keine legalen Waffen besessen.

Eine weitere Verschärfung ist nicht notwendig.

Unter 18 Jährige dürfen keine Schusswaffen besitzen, bis 25 Jahre benötigen sie für den Erwerb von Großkaliber-Waffen ein psychologisches Gutachten.

Gegenthese zu 3: Auch ohne Legalwaffen gibt es Amoktaten.

Bestimmend für einen Amoklauf ist nicht der Legalwaffenbesitz, sondern die psychische Disposition und Motivation des Täters. Es gibt genügend Beispiele für Amok- und Mordtaten mit Kleinkaliberwaffen (z.B. an der Berufsschule in Kauhajoki/Finnland, September 2008 oder Realschule Eislingen, April 2009), mit Stichwaffen (z.B. in einem Kindergarten in Dendermonde in Belgien, Januar 2009) oder teilweise sogar aus handelsüblichen Chemikalien selbstgefertigtem Brand- und Sprengstoffen (z.B. die versuchten Anschläge der sogenannten islamistischen „Sauerlandgruppe“ 2008). Siehe auch Holland 2009: Amoklauf mit Auto, Deutschland 2009: versuchter Amok mit Brandbomben und Messer in St. Augustin, 1967 Deutschland Amok mit Flammenwerfer.

Die These, dass legaler Waffenbesitz eine größere Gefahr für Selbstmord oder Amokläufe darstellt, erwartet, dass bei einem Waffenverbot der Selbstmordversuch oder Amoklauf nicht durchgeführt wird. Für Amokläufe gibt es - wegen der Seltenheit keine Statistiken. Doch die Statistik für Selbstmorde bescheinigt, dass Leute, die aus sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen oder anderen Gründen Selbstmord begehen wollen, dann zu anderen Mitteln greifen.(44)

Bis 1972 hatten wir in Deutschland ein wesentlich freieres Waffenrecht. Bis 2002 hatten wir jedoch keine Amokläufe.

Gegenthese zu 4: Je 10.000 Autos tötet jährlich eines. Aber nur eine von 300.000 Schusswaffen.

Auszug aus dem Internetbeitrag: http://deutschlandpolitik.wordpress.com/20...cher-vergleich/

In Deutschland sind ca. 50 Millionen Autos zugelassen. Bei Verkehrsunfällen in Deutschland sterben jährlich rund 5.000 Menschen. Nun zum Vergleich: Deutsche Jäger und Sportschützen besitzen ca. 10 Millionen legale Schusswaffen, zudem befinden sich ca. 20 Millionen Waffen ohne entsprechende Erlaubnis im Besitz der Bundesbürger. Pro Jahr werden in Deutschland rund 100 Menschen durch Schusswaffen getötet. In den allermeisten Fällen handelt es sich bei den Tatwaffen um illegale Schusswaffen. Die objektive Gefährlichkeit von Schusswaffen, zumal solchen im Besitz von Jägern und Sportschützen, ist also statistisch klar belegbar massiv geringer als die Gefährlichkeit von Autos. (Nachlesen lässt sich all dies in der Polizeilichen Kriminalstatistik, wobei man genau lesen muss, um z.B. Versuch und vollendete Taten zu differenzieren.)

Zieht man all diese Aspekte in Betracht, stellt sich naturgemäß die Frage, inwieweit der Gesetzgeber den Besitz oder die Nutzung von Autos auf der einen und Schusswaffen auf der anderen Seite reglementieren darf, soll oder gar muss.

Tatsächlich muss man sich im Rahmen der Diskussion um präventive (Besitz-)Verbote vor Augen führen, dass derartige Verbote Einschnitte in a priori bestehende Freiheitsrechte darstellen. Mit anderen Worten: Der Ausgangspunkt ist nicht ein natürlicher Verbotszustand, von dem ausgehend der Staat dann in seiner unendlichen Großzügigkeit ein Besitzrecht einräumt – der Ausgangszustand ist vielmehr der Zustand der Freiheit. Dieser Geist mag manch einem in Deutschland eher fremd sein, findet sich aber zum Beispiel im amerikanischen Verfassungszusatz, der den privaten Waffenbesitz garantiert: Dort ist festgeschrieben, dass der Staat das (natürliche) Recht auf privaten Waffenbesitz nicht einschränken (sic!) darf.

Der Vergleich zwischen den USA (Recht auf Waffenbesitz als Verfassungsgarantie) mit Staaten wie der DDR (totales Verbot des privaten Waffenbesitzes) zeigt: Der Umgang von Staat und Gesellschaft mit dem privaten Waffenbesitz ist ein guter Indikator dafür, wie freiheitlich ein Land ist. Die Auseinandersetzung um ein liberales Waffenrecht ist also immer auch ein Kampf um die Freiheit.

Zu These 5:

Zitate aus http://www.polizei-nrw.de/lka/stepone/data...0/amoktaten.pdf

Grundsätzlich können Amoktaten an einer Vielzahl von Orten und in den verschiedensten Kontexten stattfinden. Dabei wird angenommen, dass die Tatorte häufig einen mehr oder minder direkten Bezug zu einer Kränkung o. Ä. aufweisen.

Die aktuell diskutierten School Shootings stellen dabei ein relativ neues Phänomen dar. Während noch zu Beginn der 1990er Jahre in einem Zeitraum von drei Jahren insgesamt sechs Taten geschahen, wurden für den entsprechenden Zeitraum Anfang des neuen Jahrtausends (2000 bis 2002) insgesamt 23 Vorfälle verzeichnet.

In der Mehrzahl der Fälle werden die Taten mit Schusswaffen durchgeführt, die der Täter im Vorfeld besorgt hat. In Einzelfällen wurden auch Klingenwaffen, Schlagwaffen und/oder Spreng- und Brandstoffe verwendet.

Robertz (2004) nennt für die von ihm analysierten 75 weltweiten School Shootings einen Anteil von 95 % männlicher Täter. Die wenigen Fälle mit Täterinnen erscheinen auch hinsichtlich der Tatbegehung eher speziell. Beim Alter der Täter zeigt sich eine bimodale Verteilung mit den Häufigkeitsmaxima bei Jugendlichen (14-20 Jahre) und bei Männern zwischen 30 und 40 Jahren.

Für den Bereich der School Shootings hat Robertz (2004) ein Durchschnittsalter der Täter von 15,6 Jahren berechnet.

Die folgenden Präventionsmaßnahmen zielen auf die Stärkung von Schutzfaktoren ab

  • Schulpsychologische und sozialarbeiterische Konzepte
  • Förderung und Stärkung des Selbstbewusstseins
  • Vermittlung von Selbstwirksamkeitserleben und Erfolgserfahrungen (die derKränkbarkeit bzw. potenziellen Kränkungen als Tatauslöser entgegenarbeiten),
  • Abbau von Ängsten (z. B. bezüglich Noten oder Versetzung)

Als Präventionsmaßnahmen zur Verminderung von Risikofaktoren gelten etwa:

  • Zugangskontrolle zu Waffen *
  • Verbot bzw. Kontrolle bestimmter Gewaltdarstellungen
  • Verhinderung bzw. Verminderung von Modellwirkungen durch opferbezogene, sachliche und keinesfalls idealisierende Darstellung von Amoktaten

* Anm.: In Deutschland dürfen Minderjährige keine Waffen besitzen. Waffenbesitzer müsse lt. WaffG deren Zugang zu Waffen verhindern. Nur auf Schießständen unter Aufsicht von ausgebildeten Jugendleitern ist der Umgang mit Waffen für Minderjährige erlaubt. Eine Verschärfung ist daher nicht notwendig.

Artikel 2 des Grundgesetzes

(1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

Anmerkung:

Die Tabellenzahlen (xx) beziehen sich auf den Artikel: Would Banning Firearms Reduce Murder and Suicide? A Review of International and Some Domestic Evidence. Contributors: Don B. Kates - author, Gary Mauser - author. Journal Title: Harvard Journal of Law & Public Policy. Volume: 30. Issue: 2. Publication Year: 2007. Page Number: 649+. COPYRIGHT 2007 Harvard Society for Law and Public Policy, Inc.; COPYRIGHT 2007 Gale Group

Berichtigungen bei Falschaussagen erbeten

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Ich habe heute wieder ein längeres Gespräch mit einem Abgeordneten der Günen gehabt, in dem ich nochmal erklärt habe, dass es einfach nur Frech ist, sich über bestimmte Sachen lustig zu machen.

Zum Beispiel, wenn man sich etwas Uran aus dem Berg holt, ein Kraftwerk baut, das fertige Uran wieder zurück in den Berg fährt. Dann aber in Visier der Politik gerät, weil man das Projekt nicht mit einer Leuchtstofflampe, vielmehr mit 100.000 Leuchtstofflampen durchführt. Nicht mit einem Relais oder einer Spule, vielmehr mit 100.000, das ganze wird nicht von Einem durchgeführt, vielmehr von 1.000 Leuten. Dann aber meckern, wenn eine Lampe kaputt geht oder was auch immer. Auf den Wahlplakaten steht allerdings, man soll den Schrott abschalten, das ist etwas relativiert.

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Hallo Katja,

gefällt mir sehr gut, diese klare und übersichtliche Aufstellung (ganz besonders, dass Du auch seriöse Quellen angibst)

Ich würde 2 Dinge jedoch ändern:

Anschreiben an die Bundesabgeordneten:

...

These 2:

Da 95% der Amokläufe mit Schusswaffen mit legalen Waffen begangen wurden, ist der legale Besitz einzuschränken.

Gegenthese: Die beiden deutschen Amokläufer hatten keine legalen Waffen (lt. dem aktuellem Waffenrecht)

...

Ich würde den Klammer-Passus rauslassen, bzw. das "aktuell" rausnehmen. Sonst könnte der Eindruck entstehen, dass die bisherige "Gesetzbildung" in Ordnung war, inkl. der Verschärfungen anlässlich des Massakers in Erfurt.

These 4:

Waffen sind für sich schon “böse”.

Gegenthese: Je 10.000 Autos tötet jährlich eines. Aber nur eine von 300.000 Schusswaffen..

Diese Statistik ist etwas heikel nach meiner Meinung:

Ich verbringe, und das dürfte für die meisten Schützen (leider?) zutreffen, bestimmt mehr Zeit mit Autofahren als mit Waffen. Da ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ich jemanden verletze oder gar töte. Nicht umsonst sind die Kfz-Versicherungen an bestimmte "Jahresfahrleistungen" gebunden.

Viele Grüsse

Balmi

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Ich verbringe, und das dürfte für die meisten Schützen (leider?) zutreffen, bestimmt mehr Zeit mit Autofahren als mit Waffen. Da ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ich jemanden verletze oder gar töte. Nicht umsonst sind die Kfz-Versicherungen an bestimmte "Jahresfahrleistungen" gebunden.

E geht nicht um die Zeit, die du mit "Waffen verbringst", sondern um die täglichen 24 Stunden, in denen du die Waffen besitzt.

Kein Mensch hat ein Problem damit, wenn du dir selber die Mütze vom Kopp schiesst, aber alle haben Bammel davor, dass jemand anderes mit deiner Waffe Unfug macht.

BTW, mal eine sinnvoll Anregung an unsere bienenfleissigen Volksverträter und Armatix-Bastler:

Wie wäre es denn, wenn sich mal eine Handvoll SPD-Innenminister mit einer "Alkohol-Sicherung" für Kraftfahrzeuge befassen würden, um endlich von den ca. 25.000 Alkoholunfällen pro Jahr weg zu kommen ?

Start nur noch nüchtern und mit Führerschein !

700 Tote weniger pro Jahr sollten uns doch die Tausend Euro Mehrkosten pro Auto wert sein, oder ? B)

Und warum gibt es hierzu eigentlich kein "Aktionsbündnis", dem sich die Politik populistisch andienen kann ?

Fragen über Fragen.

abs4

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Gegenthese zu 5:

Kann m. E. wesentlich kürzer ausfallen, in dem man die Politiker an ihre Aussgen "erinnert":

"...in der Verantwortung, den Ursachen für ....." und "...die erforderlichen und geieigneten Konsequenzen...."

Nun:

Haben die Politiker die Ursache für dieses Attentat ermittelt? Nein, sie haben eine "Ursache bestimmt"!

War die Verschärfung des WaRe eine erforderliche Konsequenz? Nein, sie war dem medialen Druck und dem Populismus geschuldet.

War die Verschärfung des WaRe eine geeignete Konsequenz? Nein; selbst die Politiker sagen, daß damit weitere Attentate nicht verhindert werden können?

Schlußfolgerung: Die Politiker sind ihrer Verantwortung nicht nachgekommen!

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Gegenthese zu 5:

Die Politiker sind ihrer Verantwortung nicht nachgekommen![/color][/size]

Verantwortung ? Welche Verantwortung ?

Schlicht und ergreifende: Sie haben ihren Job nicht gemacht, eine Art Arbeitsverweigerung. Das ist, nach meinem Verständnis, ein Entlassungsgrund.

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Wenn wirklich bei 3% aller Straftaten Legalwaffen zum Einsatz kämen, würde ein Waffenverbot ja fast Sinn machen :rolleyes:

Fällt sowas hier keinem auf? :gaga:

Bitte nochmal die Statistiken des BKA nachlesen:

Des weiteren ist zu erwähnen, dass Straftaten in die eine Schusswaffe involviert war, nur einen Anteil von 0,25% der Gesamtmenge aller festgestellten Straftaten des Jahres 2002 ausmachen. (…) So bildeten die erlaubnisfreien Gas- und Schreckschuß- und Luftdruckwaffenwaffen mit einem Anteil von 52,4% den Hauptteil der sichergestellten Tatwaffen. Der Anteil erlaubnispflichtiger legaler Schusswaffen betrug 2,6%.

Also: Nur 2,6% der Schusswaffen-Straftaten werden mit Legalwaffen begangen.

Oder irgendwas um 0,006% der Straftaten insgesamt!!!

Zweiter Kritikpunkt:

Dass die Amokläufer keine Legalwaffen gehabt haben sollen ist im Fall Erfurt erstens Haarspalterei, zweitens nicht wirklich nachvollziehbar und drittens sowieso eine dämliche Argumentation. Denn selbst wenn morgen jemand mit ner Legalwaffe Amok läuft, ist das trotzdem kein Grund für strengere Gesetze. In Holland werden ja auch keine Legalautos verboten.

Ansonsten gut. :icon14: Aber wie so oft gilt auch hier: Bitte sorgfältig argumentieren, denn jede missglückte Argumentation schadet mehr als sie nutzt.

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Ich würde den Klammer-Passus rauslassen, bzw. das "aktuell" rausnehmen. Sonst könnte der Eindruck entstehen, dass die bisherige "Gesetzbildung" in Ordnung war, inkl. der Verschärfungen anlässlich des Massakers in Erfurt.

Nach dem WaffG bis 2003 war Steinhäuser legaler Besitzer.

Die WaffG Verschärfung 2003 kann ich in vielen Punkten nicht unterstützen.

Doch als Mutter von zwei jugendlichen Söhnen merke ich, wie sich das Wertesystem verändert hat. Das Individuum fühlt sich nicht mehr als konstruktiver Bestandteil der Gesellschaft, sondern zu unrecht behandelt. Nicht umsonst sind diese Greultaten erst in den letzten 10 Jahren aufgetaucht. Eine stärkere Kontrolle bei Heranwachsenden vor dem Erwerb von GKs finde ich persönlich daher in Ordnung. Ein generelles Trainingsverbot von Jugendlichen kann ich jedoch nicht unterstützen.

Diese Statistik ist etwas heikel nach meiner Meinung:

Ich verbringe, und das dürfte für die meisten Schützen (leider?) zutreffen, bestimmt mehr Zeit mit Autofahren als mit Waffen. Da ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass ich jemanden verletze oder gar töte. Nicht umsonst sind die Kfz-Versicherungen an bestimmte "Jahresfahrleistungen" gebunden.

Die Statistik soll den UNSINN anzeigen, der mit dem Waffenbesitz verbunden wird.

Wenn lediglich 100 Menschen pro Jahr durch Schusswaffen sterben und hierbei zum größten Teil illegale Schusswaffen benutzt werden, ist eine Verschärfung einfach nur lächerlich.

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Guest solideogloria

Hallo Katja Triebel, die Zahlen von Wahrsager kann ich bestätigen. Die zitierte Kriminalstatistik ist wohl von 2007 und weist einen Gesamtanteil von 0,0006% von Legalwaffen an Straftaten auf. Selbst Dienstwaffen wurden häufiger zu Straftaten verwandt.

Der Rest gefällt mir sehr gut und ich würde das gerne mal kopieren und weiterverbreiten, falls ich darf.

Viele Grüße

Torsten

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Guest 33689
Die Statistik soll den UNSINN anzeigen, der mit dem Waffenbesitz verbunden wird.

Wenn lediglich 100 Menschen pro Jahr durch Schusswaffen sterben und hierbei zum größten Teil illegale Schusswaffen benutzt werden, ist eine Verschärfung einfach nur lächerlich.

Da die Tatwaffe aus Winnenden eh nicht den Gesetzen entsprechend aufbewahrt wurde, ist die ganze Änderung aus dem Amoklauf von Winnenden Sinnlos. Das geben ja auch die Politker zu.

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Hallo Katja Triebel, die Zahlen von Wahrsager kann ich bestätigen. Die zitierte Kriminalstatistik ist wohl von 2007 und weist einen Gesamtanteil von 0,0006% von Legalwaffen an Straftaten auf. Selbst Dienstwaffen wurden häufiger zu Straftaten verwandt.

Hab ich ne Null zuwenig oder Du eine zuviel?

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Bitte nochmal die Statistiken des BKA nachlesen:

Also: Nur 2,6% der Schusswaffen-Straftaten werden mit Legalwaffen begangen.

Oder irgendwas um 0,006% der Straftaten insgesamt!!!

Und wenn man dann noch die Straftaten von Statlich - Autorisierten Waffenträgern (Polizei, Soldaten) und die Schreckschuss - "Waffen" rausnimmt, was bleibt denn dann!!!

Nur das Wissen nutzt UNS nur wenig! Das miß raus in die Offentlichkeit.

Dazu ist der Brief scon mal ein Bedeutender Schritt. 8Auch wenn ich glaube, das er nicht von den richtigen Leuten gelesen und schon garnicht verstanden wird)

Aber wie heißt es so schön: Steter Tropfen .......

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Guest Robbyb
Wenn wirklich bei 3% aller Straftaten Legalwaffen zum Einsatz kämen, würde ein Waffenverbot ja fast Sinn machen :rolleyes:

Fällt sowas hier keinem auf? :gaga:

Bitte nochmal die Statistiken des BKA nachlesen:

Also: Nur 2,6% der Schusswaffen-Straftaten werden mit Legalwaffen begangen.

Oder irgendwas um 0,006% der Straftaten insgesamt!!!

Zweiter Kritikpunkt:

Dass die Amokläufer keine Legalwaffen gehabt haben sollen ist im Fall Erfurt erstens Haarspalterei, zweitens nicht wirklich nachvollziehbar und drittens sowieso eine dämliche Argumentation. Denn selbst wenn morgen jemand mit ner Legalwaffe Amok läuft, ist das trotzdem kein Grund für strengere Gesetze. In Holland werden ja auch keine Legalautos verboten.

Ansonsten gut. :icon14: Aber wie so oft gilt auch hier: Bitte sorgfältig argumentieren, denn jede missglückte Argumentation schadet mehr als sie nutzt.

demnach werden fast alle verbrechen (bis auf unsere 0,006%) von den selbsternannten gutmenschen verübt - klasse - bei solchen mitbürgern können wir doch nicht unbewaffnet bleiben!!!!!!!

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E geht nicht um die Zeit, die du mit "Waffen verbringst", sondern um die täglichen 24 Stunden, in denen du die Waffen besitzt.

Kein Mensch hat ein Problem damit, wenn du dir selber die Mütze vom Kopp schiesst, aber alle haben Bammel davor, dass jemand anderes mit deiner Waffe Unfug macht.

BTW, mal eine sinnvoll Anregung an unsere bienenfleissigen Volksverträter und Armatix-Bastler:

Wie wäre es denn, wenn sich mal eine Handvoll SPD-Innenminister mit einer "Alkohol-Sicherung" für Kraftfahrzeuge befassen würden, um endlich von den ca. 25.000 Alkoholunfällen pro Jahr weg zu kommen ?

Start nur noch nüchtern und mit Führerschein !

700 Tote weniger pro Jahr sollten uns doch die Tausend Euro Mehrkosten pro Auto wert sein, oder ? B)

Und warum gibt es hierzu eigentlich kein "Aktionsbündnis", dem sich die Politik populistisch andienen kann ?

Fragen über Fragen.

abs4

Sorry Leute, ich komme aus dem Bereich der Automobil Zulieferer: DAS gibt es schon seit einiger Zeit, genau so einbaufertig wie GPS-Tempomat, fernsteuerbare Zündung etc. Muss MAN nur wollen. Politik vs ADAC...

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Ähm... und dass Du die Straftaten mit Legalwaffen mal eben verfünfzigfacht hast, stört Dich nicht?

Habe leider keine Ahnung, wie man ein bereits eröffnetes Thema nachträglich redigiert.

Also an alle: Kopieren und selbst redigieren:

Nur 2,6% der Schusswaffen-Straftaten werden mit Legalwaffen begangen, d.h. bei 0,006% aller Straftaten.

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Guest solideogloria
Guten Tag,

wenn dann die Zahlen stimmen, würde ich das ganze auch aushängen. Die Art der Darstellung finde ich gut gelungen!

Gruß Earl

Also bitte beachten, der Anteil von erlaubinspflichtigen Legalwaffen bei Straftaten mit Schußwaffen beträgt seit Jahren etwa 2,5%. Dies beihaltet auch Straftaten wie Bedrohen und unerlaubtes Führen sowie Schießen ausserhalb von Schießstätten. Die 0,006% von Wahrsager liegen in etwa im korrekten Bereich, ich hatte eine Null zuviel reingehauen. Wenn man den Text also weiterverbreitet, dann bitte vorher korrigieren.

Die Zahlen können hier nachgesehen werden. http://forum.waffen-online.de/index.php?sh...p;#entry1194628

Soweit mir bekannt ist wurde seit 2007 keine Aktuelle Statistik hierzu mehr veröffentlicht. Falls doch, bin höchst interessiert.

Diese Zahlen wurden zur Änderung des Waffg. 2008 angefordert und sollten unseren Volxvertretern somit geläufig sein.

Edit sagt Katja war schneller

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Zweiter Kritikpunkt:

Dass die Amokläufer keine Legalwaffen gehabt haben sollen ist im Fall Erfurt erstens Haarspalterei, zweitens nicht wirklich nachvollziehbar und drittens sowieso eine dämliche Argumentation.

Ansonsten gut. :icon14: Aber wie so oft gilt auch hier: Bitte sorgfältig argumentieren, denn jede missglückte Argumentation schadet mehr als sie nutzt.

Die These "95% aller Amokwaffen waren legal" steht und wird laufend benutzt.

Evtl. sollte man daraufinweisen, dass die meisten Amokläufe mit Schusswaffen in den USA stattfanden und dort der legale Waffenbesitz sehr leicht möglich ist. Wohingegen in Deutschland der legale Erst-Waffenbesitz mit Prüfungen, Bedürfnissen und langen Wartezeiten verbunden ist.

Wer eine bessere Gegenargumentation hat, soll sie schicken.

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Guest solideogloria
Hervorragender und wichtiger Link - danke !!

Carcano

Achtung, das Gutachten/die Stellungnahme ist für 2008er Waffg. "Verbesserung" erstellt worden. Also im Prinzip ein alter Hut. Nichtsdestotrotz wird ja aktuell mit gegenteiligen Argumenten gearbeitet.

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