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Bautz

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  1. Ein Blick in das Gesetz erleichtert die Rechtsfindung. Es wird nichts gleichgestellt. § 12 Absatz 1, Nummer 3, lit b besagt, der "Beauftragte" darf Waffen erlaubnisfrei erwerben und zeitlich befristet besitzen. Das heißt übersetzt er darf die tatsächliche Gewalt über die Waffe erlangen (Erwerb) und ausüben (Besitz). Was ist Führen? Jemand führt eine Waffe, wenn er die tatsächliche Gewalt an einem Ort ausübt (Besitz) der nicht unter die folgenden vier Örtlichkeiten subsummiert: - eigene Wohnung - eigens befriedetes Besitztum - eigene Geschäftsräume - zugelassene Schießstätte Wer außerhalb dieser vier Arten von Örtlichkeit die tatsächliche Gewalt über eine Waffe ausübt, der bedarf der/einer zusätzlichen Erlaubnis auch wenn ihm der Besitz ganz allgemein gesattet ist, es sei denn das WaffG bestimmt es explizit anders. § 12 Absatz 3, regelt unter welchen Bedingungen man einer Erlaubnis zum Führen nicht bedarf. Die Beförderung einer nicht schussbereiten, nicht zugriffsbereiten Waffen fällt unter diese Ausnahmefälle. Und "man" ist jeder der die Bedinungen erfüllt und nicht anderweitig vom Besitz ausgeschlossen ist. Es sind also zwei Rechtsvorschriften, die dazu führen, das Mammi die Vereinswaffe für die Tochter zum auswärtigen Wettkampf mitnehmen darf. Ausweisvorschriften sind in § 38 abschließend geregelt. Was dort nicht steht, das braucht es auch nicht und den Fall des § 12 Absatz 1, Nummer 3 hat man da nicht aufgenommen. Der Rat, für die waffenrechtlich recht ungebildeten Kontrolletti, ein selbstgeschnitztes, möglichst amtlich aussehendes Papier mitzuführen, findet sich in vielen Werken zum Waffenrecht.
  2. Wieso Vorwurf? Wieso kein Lob?
  3. Genau. Dann dürftest Du zwei Kurzwaffen als Jäger - oder mit dem Bedürfnis Jäger - erwerben. Auf Deinen evtl. vorhandenen (Alt-) Besitz käme es nicht an, der wäre quasi unbeschränkt. Beachte auch, früher war das Bedürfnis nur Zugangs, nicht Besitzvoraussetzung.
  4. Der § 4 Absatz 1 Ziffer 4 bestimmt, wer eine waffenrechtliche Erlaubnis will, muss ein Bedürfnis nachweisen. Der § 13 Absatz 2, Satz 2 macht dazu eine Ausnahme. Die Ausnahme hat drei Bedingungen: 1. Der Antragsteller hat einen Jahresjagdschein der kein Jugendjagdschein ist. 2. Die Waffe ist nicht nach dem BJagdG verboten. 3. Die Ausnahme gilt bei Kurzwaffen nur für den Erwerb UND Besitz von zwei Stück. 3. a) Eine Ausnahme von der Beschränkung auf zwei enthält die Verwaltungsvorschrift Ziffer 20.2.2 "Geerbte Schusswaffen werden auf die nach den §§ 13 oder 14 bestehenden Waffenkontingente nicht angerechnet." Wer als Jäger eine dritte Kurzwaffe erwerben will, muss für alle drei Kurzwaffen ein Bedürfnis nach § 8 nachweisen. Wie gesagt der Gesetzeswortlaut gibt das her. Einige Behörden rechnen aber als Sportschütze erworbene Kurzwaffen nicht mit. Die Gerichte sehen das oft anders.
  5. Was möchtest Du mir denn mitteilen?
  6. Das ist das Problem mit dem gefühlten Gesetzestext, wenn man ihn vorher schon nicht verstanden hat, wird er durch das Gefühl nicht richtiger. "Bei Jägern, die Inhaber eines Jahresjagdscheines im Sinne von § 15 Abs. 2 in Verbindung mit Abs. 1 Satz 1 des Bundesjagdgesetzes sind, erfolgt keine Prüfung der Voraussetzungen des Absatzes 1 Nr. 1 sowie des § 4 Abs. 1 Nr. 4 für den Erwerb und Besitz von Langwaffen und zwei Kurzwaffen, sofern die Voraussetzungen des Absatzes 1 Nr. 2 vorliegen." (§ 13 Absatz 2, Satz 2 WaffG) Wenn der Jahresjagdscheininhaber schon zwei Kurzwaffen besitzt, entfällt die Ausnahme von der Bedürfnisprüfung. Andere Auslegungen des Wortlauts kommen ganz unzweifelhaft vor.
  7. Das tut sie eben nicht. Die Ausnahme sind erlaubnispflichtige Waffen "ohne Bedürfnisnachweis" . Der Artikel war nach 2001 und nicht in den letzten Jahren. Ich bin zuversichtlich, beim DWJ hat man ein Verzeichnis der Artikel nach Autor.
  8. Diese Regelung unterscheidet nicht nach Waffen für deren Erwerb und Besitz keiner Erlaubnis bedarf und erlaubnispflichtigen Waffen. Bei den erlaubnispflichtigen Waffen unterscheidet die Norm auch nicht nach solchen bei denen eine Bedürfnis geprüft wird und solchen für die die Prüfung des Bedürfnisses entfällt (ohne Bedürfnisnachweis). Zumindest die Bestimmungen des Gesetzes zu Letzterem impliziert, dass es Bedürfnisse i.S.d.G. gibt, die behördlich nicht geprüft sind. Es gibt da auch - anders als bei Jägern - keine Fiktion eines bestehenden Bedürfnisses. Zu Deiner Nachfrage: Das Az habe ich nicht mehr. S. hatte über die Sache selbst in DWJ geschrieben. Evtl. wirst Du da eher fündig.
  9. Bautz

    Mal wieder Egun... Sperrung

    In wieviel Foren willst Du das einstellen? Meinst hier gibt es andere Antworten? "Der Gegenstand ging kaputt" ist DIE Ausrede, wenn der Gegenstand der Auktion zwischenzeitlich anderweitig verkauft worden ist. Egun reagiert bei sowas ungehalten und hofft es spricht sich rum. Zumindest den gefallen tust Du denen gerade.
  10. Bautz

    Teilnahme an Schießkursen

    Das ist ein sog. Gesellschaftsschießen. Die sind in der Sportordnung des DSB drin. Da sportliches Schießen auch dann vorliegt, wenn nach einer beliebigen anerkannten Sportordnung geschossen wird, ist Deine Frage mit JA zu beanworten.
  11. Bautz

    Teilnahme an Schießkursen

    Das würde doch nichts helfen. Es käme immer auf die genauen Umstände des Einzelfalles an. Trainiert man im Kurs weit überwiegend Grundfertigkeiten des sportlichen Schießens ist das anders, als wenn nur Fertigkeiten geübt werden, die keinen Bezug zum sportlichen Schießen haben.
  12. Bautz

    Teilnahme an Schießkursen

    Das ist korrekt und war gemeint. Ich wollte das an der Stelle nicht noch weiter ausdehnen. Denn am Ende sind wir dann bei den Auflagen für den WS.
  13. Bautz

    Teilnahme an Schießkursen

    sieht man an Deinem Beitrag.
  14. Bautz

    Teilnahme an Schießkursen

    Doch. Hast Du als Jäger oder Sportschütze einen Waffenschein, dann hast Du ein Bedürfnis als gefährdete Person. Zu dem vom Bedürfnis umfassten Zweck gehören dann auch Schießübungen wie sie in den angesprochenen Kursen abgehalten werden.
  15. Bautz

    Teilnahme an Schießkursen

    Jäger dürfen jede Art Scheibe benutzen, die keine Menschen darstellt und von den Verboten des § 7 AWaffV ist das jagdliche Schießen explizit ausgenommen. Und da bei Jägern auch der Jagdschutz zum Bedürfnis zählt, dürfen sie mit ihrer Kurzwaffe eine ganze Menge die in den Sportordnungen nicht auftaucht.
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